Republik Karelien: Petroglyphen, Holzarchitektur und Wasserfall Kiwatsch
Unterkünfte in Republik Karelien
Am Fluss Suna im zentralen Teil Kareliens liegt der Wasserfall Kiwatsch. Seine Fallhöhe beträgt 10,7 Meter; nach den Rhein-Fällen ist er Europas zweitgrößter Flachlandwasserfall. Im Naturschutzgebiet Kiwatsch verbindet eine Überblicksexkursion einen Spaziergang im Freien zum Wasserfall mit dem Besuch der dendrologischen Sammlung und des Naturmuseums. Das gibt dem Naturerlebnis mehrere konkrete Facetten: Wasserfall, Pflanzen und Museum gehören zum Programm.
Ein 1.000 Meter langer Rundweg führt durch ein Waldstück am Ufer der Suna, nahe der Exkursionszone. Die Exkursion dauert eine bis anderthalb Stunden und bietet damit einen bezifferten Zeitrahmen für diesen Programmpunkt. Das Naturschutzgebiet veröffentlicht Exkursionsinformationen; prüfen Sie vorab die Bedingungen und die Buchung beim Betreiber.
Holzarchitektur und Handwerk auf Kischi
Das Museumsreservat „Kischi“ zeigt unter freiem Himmel 89 Denkmäler traditioneller Holzarchitektur. Dazu zählen alte Kapellen und Häuser ebenso wie Mühlen, Speicher, Dreschscheunen und Trockengestelle. Die Sammlung umfasst damit unterschiedliche Bauformen, die sich beim Rundgang jeweils als eigene Beispiele betrachten lassen.
Besucher können das Innere der Kirche der Fürbitte der Gottesmutter und Bauernhäuser besichtigen. In den Häusern werden traditionelle bäuerliche Handwerke vorgeführt. Kischi verbindet so die Betrachtung der Bauten im Freien mit Einblicken in ausgewählte Innenräume und Handwerksvorführungen. Der Kischi-Pogost ist ein architektonisches Ensemble mit der weltweit einzigen mehrkuppeligen hölzernen Verklärungskirche. Wer sich für traditionelle Holzarchitektur interessiert, findet hier verschiedene konkrete Anknüpfungspunkte – vom Gebäudetyp bis zum Handwerk.
Petroglyphen: Motive, Zahlen und Orte
Das Welterbe der Onega- und Weißmeer-Petroglyphen umfasst 4.500 Felszeichnungen aus dem Neolithikum in der Republik Karelien. Die Onega-Petroglyphen umfassen mehr als 1.200 Figuren im Rajon Pudoschski. Der Großteil befindet sich auf den drei zentralen Kaps Pery Nos, Besov Nos und Kladovets.
Die Weißmeer-Petroglyphen zeigen überwiegend Jagd- und Segelszenen samt zugehöriger Ausrüstung. Hinzu kommen Tier- und menschliche Fußspuren. Bei diesen Motiven geht es also nicht nur um einzelne Figuren: Auch Szenen und Spuren gehören zum überlieferten Bildbestand.
Eine konkrete Ortsangabe liefern die Belomorsk-Petroglyphen. Sie liegen im Unterlauf des Wygg nahe seiner Mündung ins Weiße Meer, sechs bis acht Kilometer von Belomorsk entfernt, und umfassen mehr als 2.000 verschiedene Zeichnungen. Die Zahlen und Motive bieten unterschiedliche Zugänge zu den Felsbildern; die Lageangaben ordnen die Belomorsk-Gruppe gesondert ein.
Wälder, Wanderwege und weitere Naturthemen
Der Kalevalsky-Nationalpark wurde zum Schutz eines großen Bestands natürlicher Wälder in der Republik Karelien geschaffen. Der Nationalpark Wodloserski erstreckt sich über die Republik Karelien und die Oblast Archangelsk und zählt zu den größten Wildnisreservaten der Welt. Im Nationalpark gibt es Wanderwege unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade.
Der Nationalpark Paanajärvi liegt im Nordwesten Kareliens im Rajon Louhi. Seine Landschaften, die artenreiche Pflanzen- und Tierwelt, die unberührte Stille und das reiche Angelangebot ziehen Besucher an. Das sind verschiedene Gründe, den Park in die Reiseüberlegungen einzubeziehen: Landschaft, Naturbeobachtung und Angeln setzen jeweils einen eigenen Schwerpunkt.
Ein anderer Landschaftsbezug findet sich im Bergpark Ruskeala: Der Marmor-Canyon bildet seine Grundlage. Zusammen mit den Wald- und Parklandschaften sowie den Kulturstätten zeigt dieser Ort einen weiteren der in Karelien vertretenen Reiseinteressen. Wenn Sie ein Hotel für Ihre Reise suchen, kann die Frage nach Ihrem Schwerpunkt bei der Auswahl helfen: Holzarchitektur, Petroglyphen, ein Wasserfallbesuch oder Naturerlebnisse prägen jeweils eine andere Seite des Reiseziels.
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