Mikli – Geschichte und Kulturerbe
Unterkünfte in Mikli
Mikli und seine Geschichte
Am Ufer des Sees Kirkkolampi auf dem Berg Linnaemäki sind in Mikli die Überreste des karelischen Flucht- und Schutzwallareals „Sur-Mikli“ aus dem 14. bis 15. Jahrhundert erhalten. Der Ort verbindet damit eine konkrete historische Spur mit einer klar benannten Lage am Seeufer und auf dem Berg. Für Reisende, die sich für Kulturgeschichte interessieren, bildet das Wallareal einen markanten Bezugspunkt zur Geschichte Miklis.
Ein weiterer lokaler Bezug ist die Route „Verlorene Welt“, die an einer Brücke im Dorf Mikli endet. Sie ergänzt den historischen Schwerpunkt um einen konkret benannten Routenendpunkt. Der Betreiber bietet die Route zur Buchung an; da sich Serviceangaben ändern können, prüfen Sie vor einer Buchung die aktuellen Informationen beim Anbieter.
Die orthodoxe Kapelle wurde 1906 in Mikli errichtet und blieb dort bis 1946 bestehen. Auch eine Gemeindeschule wurde in Mikli eröffnet. Ihre Lehrerin war Agnia Okulowa, die Ehefrau von Sergij Okulow, dem Vorsteher der Gemeinde Sortawala. Okulow hielt gelegentlich Gottesdienste in der orthodoxen Kapelle in Mikli. Schule und Kapelle stehen so für zwei Seiten der Ortsgeschichte: Unterricht und religiöses Gemeindeleben.
Nach dem Abbau im Jahr 1946 wurde die Kapelle im weiteren regionalen Umfeld, in Miinala, für die Nutzung als Klub wieder aufgebaut. Der Ortswechsel bildet einen weiteren Abschnitt in der Geschichte des Gebäudes.
Weitere Ziele in der Republik Karelien
Das Museumsreservat „Kischi“ zeigt unter freiem Himmel 89 Denkmäler traditioneller Holzarchitektur. Dazu gehören alte Kapellen und Häuser, Mühlen, Speicher, Dreschscheunen und Trockengestelle. Besucher können das Innere der Kirche der Fürbitte der Gottesmutter und Bauernhäuser besichtigen; in den Häusern werden traditionelle bäuerliche Handwerke vorgeführt. Der Kischi-Pogost ist ein architektonisches Ensemble mit der weltweit einzigen mehrkuppeligen hölzernen Verklärungskirche.
Ein anderer Kulturerbeschwerpunkt sind die Onega- und Weißmeer-Petroglyphen: Das Welterbe umfasst 4.500 Felszeichnungen aus dem Neolithikum in der Republik Karelien. Die Onega-Petroglyphen umfassen mehr als 1.200 Figuren im Rajon Pudoschski; der Großteil befindet sich auf den drei zentralen Kaps Pery Nos, Besov Nos und Kladovets. Die Weißmeer-Petroglyphen zeigen überwiegend Jagd- und Segelszenen mit der zugehörigen Ausrüstung sowie Tier- und menschliche Fußspuren. Die Belomorsk-Petroglyphen liegen im Unterlauf des Wygg nahe seiner Mündung ins Weiße Meer, 6–8 km von Belomorsk entfernt, und umfassen mehr als 2.000 verschiedene Zeichnungen.
Für Natur und Landschaft steht in der Republik Karelien das Naturschutzgebiet Kiwatsch: Eine Überblicksexkursion umfasst einen Spaziergang im Freien zum Wasserfall sowie den Besuch der dendrologischen Sammlung und des Naturmuseums. Der Wasserfall Kiwatsch liegt an der Suna im zentralen Teil Kareliens; seine Fallhöhe beträgt 10,7 m. Nach den Rhein-Fällen ist er der zweitgrößte Flachlandwasserfall Europas. Ein 1.000 m langer Rundweg führt durch ein Waldstück am Ufer der Suna nahe der Exkursionszone; die Exkursion dauert 1 bis 1,5 Stunden. Prüfen Sie bei Interesse die aktuellen Bedingungen und Buchungsinformationen des Betreibers.
Weitere Reiseziele entdecken: Uzheselga, Suojarwi, Kuzaranda, Salmi, Derevyannoye, Yalguba, Konchezero, Lachdenpochja
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