Vibo Valentia: Burg, Archäologie und Küstengeschichte
Unterkünfte in Vibo Valentia
Vibo Valentia liegt auf einem Hügel in 476 Metern Höhe. Von hier reicht das Panorama vom Capo Palinuro über die Äolischen Inseln bis zum Ätna. Auch die Geschichte des Ortes erschließt sich über verschiedene Themen: mittelalterliche und antike Bauwerke, archäologische Sammlungen, religiöse Traditionen und Zeugnisse maritimer Industrie.
Burg, Museum und antike Zeugnisse
Das Castello Normanno-Svevo ist eine mittelalterliche Anlage aus dem 11. Jahrhundert auf der Anhöhe von Vibo Valentia. An seiner Westfassade stehen zwei zylindrische Türme neben einem sechseckigen Turm. Im Innenhof befinden sich die Überreste einer Kirche, die dem heiligen Michael geweiht war. Fassadentürme und Kirchenreste zeigen unterschiedliche Aspekte der Baugeschichte an einem Ort.
Die Sammlungen des Staatlichen Archäologischen Museums „Vito Capialbi“ führen von der Vorgeschichte über die griechische und römische Zeit bis ins Mittelalter. Zu den besonderen Exponaten zählt ein Goldtäfelchen mit einer orphischen Inschrift aus der Nekropole von Hipponion. Die Abteilung für Unterwasserarchäologie ergänzt diesen Blick um Funde aus dem Meer: Sie zeigt die teilweise Rekonstruktion des Kiels eines Bootes sowie Amphoren und Anker aus verschiedenen Epochen, die größtenteils vom Meeresboden vor Vibo Valentia stammen.
Die Griechischen Mauern von Hipponion erstrecken sich über etwa 500 Meter. Ihre erste Bauphase stammt aus dem 6. Jahrhundert v. Chr.; die Mauern bestehen aus Blöcken aus Sandstein und Kalkarenit. Einen anderen zeitlichen Schwerpunkt haben die Römischen Thermen und die Domus von Vibonia: Sie stammen aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. und umfassen ein Frigidarium, ein Caldarium und eine Palästra. Polychrome Mosaike zeigen dort Gottheiten, mythologische Wesen und Tiere.
Ein Besuch der Griechischen Mauern ist im Rahmen von Kulturveranstaltungen möglich, die von der Gemeinde und Vereinen in Abstimmung mit den Denkmalschutzbehörden organisiert werden. Prüfen Sie die aktuellen Veranstaltungs- und Besuchsmöglichkeiten, bevor Sie Ihren Aufenthalt danach planen.
Kirchenkunst und gelebte Traditionen
Der Dom Santa Maria Maggiore und San Leoluca hat einen Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes, ein einschiffiges Langhaus und eine barocke Fassade. Er ist besuchbar; am Haupteingang ermöglicht eine seitliche Rampe barrierefreien Zugang. Informieren Sie sich vor dem Besuch über die aktuellen Öffnungszeiten. Im nordwestlichen Flügel des Erdgeschosses befindet sich das Museum für sakrale Kunst. Da Renovierungsarbeiten mit einer Schließung verbunden sein können, prüfen Sie auch für dieses Museum vorab den Zugang.
Die Chiesa del Rosario bewahrt Werke von Giulio Rubino, eine „Madonna del Rosario“ von Emanuele Paparo und einen heiligen Vito von Domenico Basile. Die Kirche wurde auf den Überresten eines römischen Theaters errichtet. Auch religiöses Brauchtum gehört zu diesem Ort: Die dort aufbewahrten Holzstatuen des Kreuzwegs werden in der Karfreitagsprozession mitgeführt.
In der Chiesa di San Giuseppe sind unter anderem das Gemälde „Die Vision des heiligen Ignatius“ und eine hölzerne Figurengruppe des heiligen Josef auf dem Hochaltar zu sehen. Die weiterhin aktive Bruderschaft von Jesus, Maria und Josef organisiert in der Nacht des Karfreitags die Prozession der Madonna Desolata. Wenn Sie gezielt dafür anreisen, bestätigen Sie die Wiederholung vor Ort.
Maritime Geschichte und regionale Küche
Die Tonnara di Bivona ist ein Gebäude aus dem 19. Jahrhundert im Küstenbereich der Gemeinde Vibo Valentia. Es ist mit dem Thunfischfang verbunden und gilt als Beispiel maritimer Industriearchäologie. Um 1881 begann dort der Bau der Loggia zur Aufbewahrung von Booten und Netzen sowie des Erdgeschosses des Gebäudes. Besuche sind im Rahmen von Kulturveranstaltungen möglich, die von der Gemeinde organisiert werden. Erkundigen Sie sich vorab nach den aktuellen Besuchsmöglichkeiten im Rahmen der von der Gemeinde organisierten Kulturveranstaltungen.
Der Hafen von Vibo Marina dient dem Handel, der Fischerei und dem Tourismus. Wenn Hafenservices oder Abfahrten für Ihre Planung wichtig sind, prüfen Sie deren aktuellen Stand vor der Reise. Zur regionalen Esskultur gehört Fileja, eine traditionelle hausgemachte Pasta aus dem Vibonese: Der Teig wird um ein Stäbchen gerollt und anschließend mit Fleischragù serviert.
In der Umgebung von Vibo Valentia liegt außerdem das Santuario di S. Ruba, das als zugänglich und besuchbar gilt. Da sich Zugangsmöglichkeiten ändern können, prüfen Sie die Bedingungen vor Ihrem Besuch. So können Sie Ihre Reise nach den Themen ausrichten, die Sie besonders interessieren, und die jeweiligen Besuchsmöglichkeiten gezielt einplanen.
Weitere Reiseziele entdecken
Weitere Reiseziele entdecken: Brognaturo, Gasponi, Santa Domenica, San Costantino Calabro, Maierato, San Nicolò Di Ricadi, Santa Maria Di Ricadi, Tropea, Zambrone, Brattiro', Briatico, Capo Vaticano, Vibo Marina, Rombiolo, Sant'onofrio, Vallelonga, Paravati, Filogaso, Monterosso Calabro, Ciaramiti, Torre Marino, Cessaniti, Francavilla Angitola, Mandaradoni, Zaccanopoli, Soriano Calabro, Pannaconi, San Calogero, Zungri, Simbario, Mileto, Parghelia, Ricadi, Vibo Valentia, Serra San Bruno, San Cono, Acquaro, Longobardi, Joppolo, Pizzo, Filadelfia, Spilinga, Nicotera Marina, Coccorino, Caria, Capistrano, Limbadi, Mongiana, Drapia, Filandari.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kalabrien.