Serra San Bruno: Certosa, Kunst und sakrale Orte
Unterkünfte in Serra San Bruno
Serra San Bruno lässt sich über mehrere konkrete Themen erschließen: die Geschichte der Certosa, sakrale Baukunst, Bildhauerei und Wege durch die Waldlandschaft. Diese Schwerpunkte stehen an unterschiedlichen Orten im Vordergrund. Wenn Sie ein Hotel in Serra San Bruno suchen, können Sie Ihre Reise thematisch ausrichten: Ordensgeschichte und Museumsinhalte setzen andere Akzente als der Cammino del Normanno oder die Einordnung des Orts in eine Radetappe.
Certosa, Klostergeschichte und Baukunst
Die Certosa di Serra San Bruno ist das erste Kartäuserkloster Italiens und das zweite des gesamten Ordens. Sie liegt in einem malerischen Wald am Ortsrand von Serra San Bruno. Hier verbinden sich die historische Einordnung des Klosters und seine waldgeprägte Lage.
Das Museo della Certosa entstand 1994 auf Anstoß der Mönchsgemeinschaft innerhalb der Klostermauern. Sein Rundgang führt durch 22 Säle: Zunächst stehen die Geschichte San Brunos und des von ihm gegründeten Ordens im Mittelpunkt, anschließend folgen beispielhaft rekonstruierte Bereiche der Certosa mit originaler Ausstattung. Die Abfolge führt von der Ordensgeschichte zu räumlichen Anschauungsbeispielen. Am Ende liegt eine kleine Kapelle in einem Turm aus dem 16. Jahrhundert, in der Besucher einen Moment der Einsamkeit und des Gebets verweilen können.
In der Chiesa di San Biagio stehen vier Marmorstatuen aus der Certosa: Santo Stefano, San Bruno, La Madonna con Bambino und San Giovanni Battista. Die heutige Kirche wurde nach dem Erdbeben wiederaufgebaut, unter anderem mit 800 Dukaten der Cassa Sacra. Über dem Portal ist als Datum des Wiederaufbaus der 30. August 1795 angegeben.
Museen und Bildhauerei
Die Gipsoteca Pisani ist dem aus Serra San Bruno stammenden Bildhauer Giuseppe Maria Pisani gewidmet. In einem kürzlich restaurierten Gebäude beherbergt sie das gesamte Atelier des Künstlers. Zu sehen sind Gipsabgüsse zahlreicher Skulpturen; viele davon wurden in Bronze umgesetzt und auf Plätzen, in Kirchen oder auf Friedhöfen vieler italienischer und ausländischer Städte aufgestellt. In der Gipsoteca steht damit die Arbeit eines einzelnen Bildhauers im Vordergrund, während das Museo della Certosa San Bruno und den Orden behandelt.
Sakrale Orte und Wald
Das Santuario di Santa Maria del Bosco wurde nach dem Erdbeben von 1783 auf den Überresten einer älteren Kirche wiederaufgebaut, die San Bruno für das Gebet der Mönche errichten ließ. Der Komplex liegt zwischen alten Weißtannen und jungen Buchen. Gegenüber dem Santuario befindet sich das Dormitorio di San Bruno, das als Begräbnisort des Mönchs gilt. Es beherbergt eine Marmorstatue aus dem späten 18. Jahrhundert von Stefano Pisani.
Der Cammino del Normanno führt über die Ortschaft Croce Ferrata und anschließend durch den Wald zum Eremo di Santa Maria del Bosco in Serra San Bruno. Croce Ferrata ist für die dortige Präsenz der carbonai serresi bekannt. Damit führt die beschriebene Route von einem benannten Ort durch den Wald zu ihrem Ziel im Gemeindegebiet.
Routen und Anreise
Auf Etappe 3 der Ciclovia dei Parchi della Calabria durch den Parco Regionale Naturale delle Serre wird Serra San Bruno auf 798 Metern Höhe bei Kilometer 46 entlang des Fiume Ancinale erreicht. Während diese Radroute mit Etappen-, Höhen- und Kilometerangaben eingeordnet ist, beschreibt sich der Cammino über die Folge Croce Ferrata, Wald und Eremo.
Wenn Sie aus Norden anreisen, führt die Route über die Ausfahrt Pizzo Calabro und anschließend über die SS 110. Straßenverhältnisse und Beschilderung können sich ändern; prüfen Sie beides vor der Fahrt.
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