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Braunau am Inn: Kultur, Geschichte und Radwege

Unterkünfte in Braunau Am Inn

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Braunau am Inn lässt sich durch konkrete Spuren seiner Geschichte entdecken: vom mittelalterlichen Badeleben über Zeugnisse der Stadtgeschichte bis zu Orten, die mit Franz Xaver Gruber verbunden sind. Wege am Inn und regionale Radrouten setzen daneben eigene Akzente in der Landschaft. So finden Sie für Ihre Reise unterschiedliche Themen, die sich je nach Interesse erkunden lassen.

Museen und Geschichte der Stadt

Die Historische Badestube Vorderbad ist seit November 2004 als Museum öffentlich zugänglich. Leuchtpulte, Projektionen und Hörstationen vermitteln Wissenswertes über das mittelalterliche Baden, verschiedene Heilpraktiken, die Lebensweise in der Stadt und archäologische Funde. Die Themen führen vom Alltag früherer Zeiten zu den Spuren, die davon erhalten geblieben sind.

Das Bezirksmuseum Herzogsburg dokumentiert die lange und wechselvolle Geschichte der Stadt Braunau am Inn und des Bezirks. Seine Ausstellungen präsentieren Kunst und Kultur von der Frühgeschichte bis in die Gegenwart. Unter den archäologischen Objekten sind der hallstattzeitliche Uttendorfer Goldhalsring und eine seltene tönerne Schnabelkanne. Die konkreten Fundstücke ergänzen den weiten zeitlichen Bogen um einzelne Beispiele.

Historische Orte und Kunst im Stadtraum

Der Stadterlebnisweg in Braunau am Inn führt zu historischen Originalschauplätzen in der Altstadt und ist durch acht Pylone gekennzeichnet. Für einen anderen Blick auf den Stadtraum verläuft der Skulpturenweg vom Palmplatz über den Malerwinkel bis zur Stadtmauer. Die acht Stahlplastiken entstanden 2023 für Braunau am Inn im Rahmen eines Bildhauer-Symposiums.

Durch das Wassertor gelangt man zum Innufer und zu den mächtigen Mauern der einstigen Stadtbefestigung. Hier treffen der Zugang zum Fluss und die baulichen Spuren der früheren Befestigung aufeinander. Die Stationen des Stadterlebniswegs, die Skulpturen und das Wassertor setzen unterschiedliche Akzente; sie stehen jeweils für eigene Aspekte der Geschichte und Gestaltung Braunau am Inns.

Musikgeschichte und Erinnerungsorte

Das Franz Xaver Gruber Gedächtnishaus vermittelt die bäuerliche Wohn- und Arbeitswelt der Epoche, Wissenswertes über das Leben des Komponisten und die Entstehung des Liedes „Stille Nacht, Heilige Nacht“. Es befindet sich in einem mehr als 200 Jahre alten Holzbau, der in Stil, Form und Gestaltung seinem Geburtshaus entspricht. Zu den gezeigten Gegenständen gehört der Webstuhl, an dem Franz-Xaver Gruber das Weben erlernte.

In der näheren Umgebung, in Hochburg-Ach, verläuft der Franz-Xaver-Gruber-Friedensweg als Rundweg mit insgesamt sieben Elementen. Hinweisschilder beschreiben wichtige Orte aus dem Leben des jungen Franz Xaver Gruber: den Standort seines Geburtshauses, den Taufbrunnen und die Lehrstätte seines ersten Orgelunterrichts. Der Weg stellt damit verschiedene Lebensstationen in den Mittelpunkt, während das Gedächtnishaus Einblicke in Wohnen, Arbeit und Musikgeschichte gibt.

Das Jägerstätter-Haus ist am ehemaligen Wohn- und Arbeitsort von Franz und Franziska Jägerstätter zugleich Museum und Gedenkort. Der etwa 1,5 Kilometer lange Franz-Jägerstätter-Weg folgt teilweise der Strecke, die Franz Jägerstätter täglich zur Kirche ging, und führt an einem Friedensdenkmal vorbei. In der Pfarrkirche St. Radegund befinden sich seit 2016 die Reliquien des 2007 seliggesprochenen Franz Jägerstätter. Die Kirche selbst ist ein gotischer Bau, den Bischof Englamar von Chiemsee 1422 weihte.

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Auch die Pfarrkirche St. Pankratius in Ranshofen und das Kloster erzählen von älterer Bau- und Kunstgeschichte: Beide wurden 1699 anlässlich des 800-jährigen Gründungsjubiläums im Barockstil renoviert. Die sechs Seitenaltäre der Kirche tragen kunstvolle Akanthusdekorationen, die als „Akanthusallee“ bekannt sind. Die unterschiedlichen Orte bieten so mehrere Zugänge zu regionaler Geschichte, von Gedenken und Musik bis zu Architektur und Ausstattung.

Radfahren und Natur am Inn

Die Landschaft entlang des Inns im Bezirk Braunau am Inn wird von Einheimischen und Touristen zum Radfahren, Wandern und für Wassersport genutzt. Der Innradweg verläuft im Innviertel durchgehend eben und führt durch Aulandschaften; durch seinen ebenen Charakter eignet er sich auch für Familien. Mit dem Zug über Braunau am Inn ist der Innradweg erreichbar.

Die R203 Entdecker-Radtour ist eine 180 Kilometer lange Schleife. Sie beginnt in Braunau am Inn, führt über das Ibmer Moor und kehrt über den Tauernradweg nach Braunau zurück. Etwa 90 Prozent der Strecke verlaufen auf asphaltierten Wegen, etwa 70 Prozent auf Nebenstraßen. Da sich Routenangaben ändern können, prüfen Sie vor der Tour den aktuellen Verlauf. Die R203 und der Innradweg bieten damit unterschiedliche Radperspektiven: eine lange Schleife mit beschriebenem Verlauf und eine regionale Route durch Aulandschaften.

Zu Fuß führt die Moorlehrpfad-Panoramarunde durch verschiedene Moorbereiche zur Anhöhe von Seeleiten. Von dort reicht der Blick über das Moorgebiet und den Seeleitensee. Das Naturium am Inn ist das Besucher- und Umweltbildungszentrum des Europareservats Unterer Inn. Es informiert über die Lebensräume am Unteren Inn, die Auwälder und die Flussinseln. Zusammen zeigen diese Angebote verschiedene Möglichkeiten, sich mit Fluss- und Moorlandschaften zu beschäftigen.

Einblicke in Landwirtschaft und Handwerk

Bei OberGut sind nach Terminvereinbarung Führungen durch den Bauernhof möglich. Zu den Themen gehören Baumkunde, Bodenlehre und Schaubrennen. Führungen mit Apfelport-Verkostung und Brettljause werden für Gruppen ab 15 Personen angeboten. Wenn Sie diese Form des Besuchs planen, klären Sie Termin und Rahmen vorab, da sich die Buchungsdetails ändern können. So lässt sich der Besuch an die vorgesehene Gruppengröße und das gewünschte Angebot anpassen.

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