Schalchen: Wege, Kunst und Ortsgeschichte
Unterkünfte in Schalchen
Schalchen vereint mehrere unterschiedliche Themen für einen Aufenthalt: den Steinbildhauerweg mit Skulptur und Bachquerungen, kirchliche Kunst in St. Jakob, die Geschichte der Sensenschmiede im Heimathaus und den Friedensplatz als Gedenkort. Auch die Quelle Kindsbründl ist mit einer überlieferten Pilgergeschichte verbunden. Suchen Sie ein Hotel in Schalchen, können diese Themen eine erste Orientierung geben: Richten Sie Ihren Besuch danach aus, ob Sie einen Weg, Kunstgeschichte, ein früheres Handwerk oder religiöse Überlieferungen kennenlernen möchten. Die folgenden Orte setzen jeweils andere Schwerpunkte.
Steinbildhauerweg: Skulptur und Bachlauf
Der Steinbildhauerweg beginnt im Ortszentrum bei der Volksschule. Neben der Hauptstraße steht dort die erste Skulptur „Leben“. Dieser Anfang gibt dem Weg einen konkreten Kunstbezug schon am Start. Er überquert den geteilten Brunnbach auf zwei kleinen Stegen und führt am Bach entlang an den Tennisplätzen vorbei. Die Wegbeschreibung verbindet dadurch eine Skulptur mit mehreren Stationen am Wasser. Wenn Sie sich für Bildhauerei interessieren, können Sie den Weg als Abfolge wahrnehmen: vom Ausgangspunkt bei der Schule zur ersten Arbeit und anschließend über die Stege am Bach entlang. Damit unterscheidet sich der Weg von Kunst- und Geschichtsthemen, die fest mit einem Gebäude verbunden sind.
Kirchenkunst in St. Jakob
In der Pfarrkirche St. Jakob treffen Kunstwerke mit unterschiedlichen historischen Bezügen zusammen. Der Hochaltar stammt aus dem Jahr 1677. In der südlichen Seitenkapelle befindet sich eine Barbara-Gruppe des Bildhauers Thomas Schwanthaler; sie stammt aus der ehemaligen Barbarakirche, die um 1850 abgebrochen wurde. Beim Altar steht damit eine Jahreszahl im Mittelpunkt, bei der Barbara-Gruppe sind Künstler und Herkunft prägend. Wer sich für Kirchenkunst interessiert, kann so einen datierten Hochaltar und ein Werk mit einer eigenen Geschichte betrachten: Die Gruppe verweist auf eine Kirche, die nicht mehr besteht.
Sensenschmiede im Heimathaus
Das Heimathaus Schalchen vermittelt die Geschichte der Sensenschmiede und befindet sich in der ehemaligen Lukas-Lederer-Sölde. In dem Gebäude war einst ein Sensenarbeiter ansässig. Damit stehen Handwerk und Haus in einem konkreten Zusammenhang: Das Museumsthema betrifft die Sensenschmiede, während die frühere Nutzung einen Bezug zu einem Sensenarbeiter herstellt. Wenn Sie neben Kunstwerken auch Arbeitsgeschichte kennenlernen möchten, bietet dieser Ort einen eigenen Schwerpunkt.
Gedenken am Friedensplatz
Der Friedensplatz ist ein Friedensgedenkplatz im Bereich des Schalchner Brunnbachs an der Kaltenbrunnerstraße. Er dient dem Gedenken an die Opfer der beiden Weltkriege und zugleich dem Ausruhen, Verweilen und Nachdenken. Die Verbindung aus Erinnerungsfunktion und Aufenthalt prägt den Platz. Wenn Sie neben den künstlerischen und handwerklichen Themen auch einen Moment der Reflexion einbeziehen möchten, gibt seine Widmung dafür einen konkreten Anlass.
Kindsbründl und Pilgerüberlieferung
Mitten im Kobernaußerwald sprudelt weiterhin die Quelle Kindsbründl. Der Überlieferung nach pilgerten kinderlose Frauen dorthin, um Kindersegen zu erlangen; eine alte Frau gab ihnen Wasser aus der Quelle und Heilkräuter, deren Zusammensetzung nicht bekannt ist. Die Erzählung verbindet einen konkreten Ort mit einem religiösen Anliegen und einer Handlung. Hier steht damit eine andere Facette im Vordergrund als bei den Kunstwerken oder der Geschichte der Sensenschmiede: die überlieferte Pilgerpraxis rund um die Quelle. Wenn Sie sich für religiöse Überlieferungen interessieren, begegnet Ihnen am Kindsbründl ein eigenständiges Thema innerhalb der verschiedenen kulturellen Anknüpfungspunkte Schalchens.
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