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Wemding: Altstadt, Kunst und Wege am Rieskrater

Unterkünfte in Wemding

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Wemding liegt am Rand des Rieskraters. Die Stadt verbindet eine geschichtsträchtige Altstadt mit Kunst, Wallfahrt und Wegen durch Wald und Landschaft. Für Ihren Aufenthalt können Sie so unterschiedliche Schwerpunkte setzen: einen Spaziergang zu Sehenswürdigkeiten, eine längere Themenroute oder einen Blick auf die geologische Umgebung.

Altstadt und Baugeschichte

Beim jährlich stattfindenden Fuchsien- und Kräutermarkt verwandelt sich die malerische Wemdinger Altstadt in einen großen, blühenden Garten. Der Markt gilt als Deutschlands einziger Fuchsienmarkt. Auch außerhalb dieses besonderen Anlasses prägen historische Bauwerke das Stadtbild: Das Amerbacher Tor ist heute ein 30,5 Meter hoher Torturm und das einzige erhaltene Tor der früheren Wehranlage. Bis ins 19. Jahrhundert stand dort eine mächtige Torburg mit Barbakane, Zwinger und Zugbrücke. Wemding besitzt außerdem eine mittelalterliche Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert.

Die doppeltürmige Stadtpfarrkirche St. Emmeram geht auf ein Gelübde Mangolds I. von Wörth zurück. Ab 1030 begann der Bau einer vermutlich dreischiffigen, kreuzförmigen Basilika; im Lauf der Jahrhunderte kamen mehrere Umbauten und Erweiterungen hinzu. Der barocke Hochaltar von Augustin Manasser entstand 1630–1633. Am Marktplatz steht das Geburtshaus von Leonhart Fuchs, das als „Zwergenhäuschen“ bezeichnet wird: Seine zum Markt gerichtete Vorderfront ist 1,50 Meter breit, die Seitenfront neun Meter lang.

Museen, Kunst und Wallfahrt

Das KunstMuseum Donau-Ries in Wemding zeigt unter anderem Gemälde und Skulpturen von Ernst Steinacker, Prof. Caspar Schlötter und Annette Steinacker-Holst. Als Kunst- und Kulturprojekt umfasst es Führungen, Konzerte, Lesungen und Theater. Ein Multimedia-Raum führt in neue künstlerische Ausdrucksmittel ein. Das Heimatmuseum setzt einen anderen Schwerpunkt: Es behandelt Vor-, Früh- und Stadtgeschichte ebenso wie Kleidung, Tracht, Handwerk und religiöse Volkskunde.

Der Andachtsweg verbindet die historische Altstadt mit der Wallfahrtsbasilika „Maria Brünnlein zum Trost“. Auf dem letzten Wegstück begleiten sechs Andachtssteine aus dem Jahr 1983 die Strecke. So lassen sich Stadtgeschichte, religiöse Orte und Kunst im öffentlichen Raum als unterschiedliche Seiten Wemdings wahrnehmen.

Spaziergänge und Themenwege

Für eine überschaubare Orientierung in der Stadt gibt es einen historischen Spaziergang von etwa einer Stunde und rund zwei Kilometern Länge. Ein eigener Flyer erläutert einzelne Sehenswürdigkeiten. Der Sagenweg setzt einen anderen Zeitrahmen: Er ist 14 Kilometer lang und dauert etwa vier Stunden. Der Startpunkt liegt am Johannisweiher. Der Weg führt auf einem von Obstbäumen gesäumten Skulpturenweg durch die Wemdinger Altstadt und zurück zum Ausgangspunkt. Die beiden Strecken unterscheiden sich damit deutlich in Länge und Zeitaufwand.

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Wer den Wald in den Mittelpunkt stellen möchte, findet den Wemdinger Walderlebnispfad im Naturwaldreservat Schneetal. Der Rundweg ist etwa 3,5 Kilometer lang; unterwegs können Wald und Natur mit allen Sinnen erlebt werden. Das Schneetal gehört zu den ersten Naturwaldreservaten Bayerns. Östlich der Wolferstädter Straße gibt es zudem vier gestaltete Ruheplätze zum Waldbaden. Sie liegen in einem Wald, der von der Bayerischen Forstverwaltung offiziell als „Wald mit besonderer Bedeutung für Erholung“ ausgewiesen ist.

Wald, Aussicht und Rieslandschaft

Im Wemdinger Forst liegt das Schwefelbrünnlein in einer Waldlichtung und dient Spaziergängern und Fahrradfahrern als Rastplatz. Ein weiterer Bezug zur Landschaftsgeschichte ist der Kalksteinbruch Waldsee, ein alter Steinbruch nahe dem Wemdinger Waldsee. Dort lassen sich die Auswirkungen der Rieskatastrophe nachvollziehen. Für einen Überblick über Stadt und Umgebung bietet die Wemdinger Platte einen anderen Blickwinkel: Die Hügelkuppe am nördlichen Stadtrand eröffnet ein Panorama auf Wemding und in das Ries.

Auch der Wemdinger Rosengarten setzt einen ruhigeren Akzent; dort sind alte Rosen in einem historischen Umfeld zu sehen. Zusammen mit den Waldwegen und den geologischen Bezugspunkten ergibt sich ein breites Spektrum für die Tagesplanung. Das übergeordnete Reiseziel Donau-Ries bietet dazu den regionalen Rahmen: Der Landkreis Donau-Ries bezeichnet den Geopark Ries mit dem durch einen Meteoriteneinschlag entstandenen Rieskrater als touristische Attraktion.

Weitere Reiseziele entdecken: Fünfstetten, Wallerstein, Nördlingen, Marxheim, Oettingen In Bayern, Mertingen, Asbach-Bäumenheim, Rain.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Donau-Ries.

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