Fünfstetten: St. Dionysius und der Weg ins Schwalbtal
Unterkünfte in Fünfstetten
Für Ihre Planung zeichnen sich in Fünfstetten zwei unterschiedliche Themen ab: die Pfarrkirche St. Dionysius als Wahrzeichen und der Rundwanderweg „Von Fünfstetten aus ins Schwalbtal“. Die Kirche steht für Ortsgeschichte und Rokokokunst; die Rundtour führt durch Wald, entlang der Schwalb und durch markante Hohlwege. So können Sie den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts zwischen Baugeschichte und einer längeren Wanderung setzen.
Rokoko und Ortsgeschichte
Im 11. Jahrhundert weihte Bischof Gundekar II. eine dem heiligen Dionysius gewidmete Kirche. Heute ist die Pfarrkirche St. Dionysius das Wahrzeichen Fünfstettens und eine der am besten erhaltenen Landkirchen des Rokoko in Schwaben. Die Weihegeschichte und die Ausstattung verweisen auf unterschiedliche Zeiten: Die einheitliche Rokokoausstattung entstand von 1760 bis 1770. Zu ihr gehören Deckenfresken sowie Altarbilder von Johann Baptist Enderle.
Wenn Sie sich für die Bau- und Kunstgeschichte interessieren, bietet diese Verbindung einen konkreten Ansatzpunkt: Die frühe Weihe ist ins 11. Jahrhundert datiert, während die beschriebene Ausstattung dem 18. Jahrhundert angehört. Die Kirche ist damit ein kultureller Bezugspunkt für die Ortsgeschichte. Die historischen Angaben zur Weihe und zur später entstandenen Ausstattung lassen sich dabei zeitlich auseinanderhalten.
Rundwanderweg ins Schwalbtal
Der Rundwanderweg „Von Fünfstetten aus ins Schwalbtal“, Wanderweg Monheimer Alb Nr. 15, beginnt in Fünfstetten. Er ist 12,7 Kilometer lang; die Dauer beträgt etwa drei Stunden. Unterwegs führt die Route durch den Wald entlang der Schwalb, vorbei an schroffen Felsen und durch tief eingeschnittene Hohlwege. Auf dem Rückweg verläuft sie über einen Trockenrasenhügel, der als Schafweide genutzt wird und von dem aus sich eine Aussicht bietet.
Auch Baugeschichte begegnet Ihnen entlang des Weges: Die Route führt am historischen Pfarrhaus in Fünfstetten vorbei. Das Gebäude wurde 1792 als Deutschordensschloss erbaut. Landschaft, Wegeverlauf und dieses historische Gebäude geben der Tour unterschiedliche inhaltliche Akzente. Die ungefähre Dauer von drei Stunden ist ein nützlicher Anhaltspunkt für Ihre Tagesplanung. Prüfen Sie vor der Wanderung die örtlichen Wegbedingungen.
Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Donau-Ries
Im übergeordneten Reiseziel Donau-Ries kommt mit dem Geopark Ries eine geologische Perspektive hinzu. Der Geopark mit dem durch einen Meteoriteneinschlag entstandenen Rieskrater ist eine touristische Attraktion. Der Geopark-Lehrpfad Kühstein erläutert an acht Ereignistafeln die Prozesse des Einschlags vor 14,5 Millionen Jahren. Vom Buchberg bietet sich ein Panorama auf das Ries sowie dessen inneren und äußeren Kraterrand.
Das RiesKraterMuseum widmet sich dem Asteroideneinschlag, der das Nördlinger Ries schuf, seinen kosmischen Hintergründen und seinen Auswirkungen bis heute. Zu den gezeigten Objekten gehören Meteoriten, Fossilien und ein Stück echtes Mondgestein; Informationstafeln und Multimediaangebote ergänzen die Präsentation. Das Museum stellt das Riesereignis in einem aufwendig sanierten mittelalterlichen Scheunengebäude aus dem Jahr 1503 dar. So steht im Donau-Ries neben der Orts- und Baugeschichte auch die Entstehung des Kraters als eigenes Thema.
Eine weitere historische Perspektive bietet Nördlingen: Die mittelalterliche Stadtmauer ist vollständig erhalten und komplett begehbar. Das Stadtmuseum behandelt das Leben und den Glauben der Menschen in Nördlingen, die Veränderungen der Reformationszeit, den Dreißigjährigen Krieg und die Schlacht bei Nördlingen von 1634. Die über 150 Jahre alte Sammlung erstreckt sich über vier Stockwerke. Die Schlacht wird außerdem mit einem Modell aus rund 6.000 Zinnfiguren veranschaulicht.
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