Raich: Wandern, Handwerk und Brauchtum
Unterkünfte in Raich
Raich verbindet konkrete Wandermöglichkeiten mit Handwerksgeschichte und Brauchtum. Von hier aus ist der Nonnenmattweiher zu Fuß erreichbar; in Raich verlaufen außerdem der Rieder Bächle-Rundweg und der Hörnle-Rundweg. Für Ihre Planung stehen damit unterschiedlich lange Wanderungen und kulturelle Themen zur Auswahl.
Wandern und Routen in Raich
Die Wanderung zum Nonnenmattweiher kann je nach Ausgangspunkt kurz oder ganztägig sein. Der Rieder Bächle-Rundweg zwischen Raich und Ried bietet dagegen feste Streckenangaben: Er ist 4,5 Kilometer lang, weist 200 Höhenmeter und eine durchschnittliche Steigung von 9 Prozent auf und gilt als mittelschwer. Länge, Höhenmeter und Einstufung geben Ihnen verschiedene Anhaltspunkte für die Tourenplanung.
Der Hörnle-Rundweg in Raich ist 11,6 Kilometer lang und weist 560 Höhenmeter auf. Er beginnt am Parkplatz an der Lindenhalle. Bei klarer Sicht reicht der Ausblick über das Tal und die Juraberge bis zu den Alpen. So verbindet die Route einen eindeutig benannten Startpunkt mit einer Aussicht, die von den Sichtverhältnissen abhängt. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Wegverhältnisse.
Geschichte, Handwerk und Brauchtum
Bei der Lindenhalle in Raich befindet sich eine historische Feilenhauerei. Ihre Maschinen zeigen, wie Feilen noch vor 50 Jahren einzeln hergestellt wurden. Die Feilenhauerei wurde zuvor in Wieslet betrieben; 2015/16 fanden die Maschinen in einem in Raich errichteten Gebäude eine neue Heimat. Damit gehören sowohl die frühere Arbeit in Wieslet als auch die spätere Unterbringung der Maschinen in Raich zu ihrer Geschichte.
Ein weiterer historischer Bezug ist die ehemalige Burg Altwaldeck. Sie lag auf der Gemarkung Raich und war vermutlich schon früh abgegangen. Das große Brauchtumsfest in Raich findet alle zwei Jahre am Hörnle statt. Dabei wird gezeigt, wie früher in Haus und Hof sowie auf dem Feld gearbeitet und gefeiert wurde. Wenn Sie Ihre Reise mit dem Fest verbinden möchten, prüfen Sie die Veranstaltungstermine vorab.
Im übergeordneten Reiseziel Kleines Wiesental
Der Nonnenmattweiher liegt im übergeordneten Reiseziel Kleines Wiesental auf 913 Metern und zählt zu den höchstgelegenen Stillgewässern im Schwarzwald. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde er künstlich aufgestaut. Dabei löste sich ein Teil des vermoorten Karbodens und bildete eine schwimmende Torfinsel. Auf der Insel wachsen mehrere Torfmoosarten sowie das Scheidige Wollgras (Eriophorum vaginatum), die Moosbeere (Vacinium oxycoccos) und der Rundblättrige Sonnentau (Drosera rotundifolia). Die Pflanzenpräsenz kann jahreszeitlich variieren.
Auch andere Orte im übergeordneten Reiseziel Kleines Wiesental haben historische und landschaftliche Besonderheiten. Die Kirche Tegernau wurde 1935 als kleines „Wälderkirchlein“ mit einem kleinen Glockentürmchen beschrieben. Die Weidbuche in Neuenweg ist sehr alt und sehr breit gewachsen. Diese Themen ergänzen den Blick auf die Region, ohne zu den Merkmalen Raichs zu zählen.
Zur Museumswirtschaft Zur Krone in Tegernau gehören eine historische Gaststube mit Nebenzimmer, eine alte „Chuchi“ mit gewölbtem Bergkeller, ein historischer Festsaal, Schlafkammern im Speicher und ein „Schisshüsli“ von 1901. Zusammen mit der Kirche und der Weidbuche zeigen diese Beispiele, wie unterschiedlich die historischen und landschaftlichen Themen im übergeordneten Reiseziel Kleines Wiesental ausfallen.
Weitere Reiseziele entdecken: Wies, Sallneck, Bürchau, Wieslet, Neuenweg, Elbenschwand.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kleines Wiesental.