Wieslet: Kirche, Burgreste und Landschaft
Unterkünfte in Wieslet
Wieslet verbindet ein markantes Landschaftsbild mit konkreten Zeugnissen aus Bau- und Ortsgeschichte. Die Kleinwiesentäler Mulde prägt das Gelände; die Evangelische Pfarrkirche, die Reste von Rotenberg und der Schieferbruch Farnbuck stehen für unterschiedliche historische und geologische Themen. Für Ihre Reiseplanung lassen sich diese Aspekte klar auseinanderhalten: Landschaftsformen, kirchliche Baugeschichte, eine frühere Burgfunktion und die Zusammensetzung des örtlichen Gesteins.
Landschaft in Wieslet
Wieslet ist durch die Kleinwiesentäler Mulde geprägt. Bewaldete Steilhänge und Sporne wechseln sich mit Dauerwiesen und Weiden in Talmulden und auf Verebnungen ab. Im südlichen Teil der Gemarkung geht der Landschaftscharakter in ein weites Tal mit Wiesen und Weiden über. Für die Ortswahl relevant ist der Wechsel zwischen bewaldeten Hang- und Rückenformen und den offenen Wiesen- und Weidebereichen.
Kirche, Burg und Museum
Der Neubau der Evangelischen Pfarrkirche Wieslet begann 1757. Erhalten sind Wandmalereien aus dem Jahr 1760 sowie historische Emporenelemente im Bauernbarock. Bei Rotenberg stehen andere Zeugnisse im Mittelpunkt: Auf einem Bergkegel nordöstlich des Dorfes Wieslet sind der Unterbau eines Rundturms und ein Stück der Burgmauer erhalten. Die Burg Rotenberg war Sitz Dietrichs IV. von Rötteln. So lassen sich an der Kirche Bau- und Ausstattungsmerkmale betrachten, während Rotenberg mit erhaltenen Burgteilen und seiner historischen Funktion verbunden ist. Das Ernst-Schleith-Museum wurde am 23. Mai 1996 im ehemaligen Atelier von Ernst Schleith in der Wiesleter Schule eingerichtet.
Der Schieferbruch Farnbuck
Der Schieferbruch Farnbuck in Wieslet ist ein kleiner, inzwischen aufgelassener Steinbruch in den Weitenauer Bergen. Dort wurden Schiefergesteine der Schlächtenhaus-Schiefer-Formation gebrochen. Es handelt sich um schwarzgraue Hornfelsschiefer, die im Wesentlichen aus Quarz und Biotit bestehen. Damit ergibt sich ein anderer Blick auf Wieslets Geschichte als bei Kirche und Burg: Beim Farnbuck stehen der abgebaute Rohstoff und seine mineralische Zusammensetzung im Mittelpunkt.
Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Kleines Wiesental
Im übergeordneten Reiseziel Kleines Wiesental kommen weitere eigenständige Kultur- und Naturthemen hinzu. Die Kirche Tegernau wurde 1935 als kleines „Wälderkirchlein“ mit einem kleinen Glockentürmchen beschrieben. In Neuenweg ist die Weidbuche sehr alt und sehr breit gewachsen.
Der Nonnenmattweiher liegt auf 913 Metern und zählt zu den höchstgelegenen Stillgewässern im Schwarzwald. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde er künstlich aufgestaut; dabei löste sich ein Teil des vermoorten Karbodens und bildete eine schwimmende Torfinsel. Auf der Insel wachsen mehrere Torfmoosarten, das Scheidige Wollgras (Eriophorum vaginatum), die Moosbeere (Vacinium oxycoccos) und der Rundblättrige Sonnentau (Drosera rotundifolia); das Vorkommen der Pflanzen kann saisonal variieren.
Auch die Museumswirtschaft Zur Krone in Tegernau gehört zu den eigenständigen historischen Themen des Kleinen Wiesentals. Zu ihren Räumen zählen eine historische Gaststube mit Nebenzimmer, eine alte „Chuchi“ mit gewölbtem Bergkeller, ein historischer Festsaal und Schlafkammern im Speicher. Ein „Schisshüsli“ stammt aus dem Jahr 1901.
Weitere Reiseziele entdecken: Wies, Raich, Bürchau, Neuenweg, Elbenschwand, Sallneck
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kleines Wiesental.