Elbenschwand – Landschaft, Wanderweg und Geschichte
Unterkünfte in Elbenschwand
Elbenschwand ist durch seine Landschafts- und Siedlungsformen geprägt. Dazu kommen eine mittelschwere Rundtour und ein Mahnmal für die Werwolfmorde von 1945.
Siedlungsbild und Orientierung
Der Ortsteil Elbenschwand setzt sich aus den Gewannen Elbenschwand, Holl und Langensee zusammen. Sein Haupt-Dorfteil erstreckt sich hoch über der Kleinen Wiese und entlang des Baches zwischen Bürchau und Tegernau. Das Siedlungsbild wird von Weilern, Hofgruppen und Einzelhöfen geprägt, die in Tallage und auf Hangverflachungen hoch über dem Kleinen Wiesental am Nordwesthang des Zeller Blauen liegen.
Die Straße nach Elbenschwand zweigt zwischen Langensee und Bürchau etwa 1 km von der L 139 entfernt nach rechts ab.
Landschaft und Wandern
Das Landschaftsbild Elbenschwands ist von Tieflagen-Buchenwald auf Braunerden beziehungsweise auf skelettreichen, flachgründigen Rohböden geprägt. Ab etwa 800 m kommt artenarmer Tannenmischwald hinzu. Weiden und Wiesen finden sich an flachen Hängen, auf Verebnungen und in Mulden. Flachgründig bedeutet, dass der Boden nur eine geringe Tiefe hat; „skelettreich“ beschreibt einen steinigen Untergrund. Verebnungen sind relativ ebene Stellen, Mulden leicht abgesenkte Geländeformen. Die genannten Wiesen und Weiden liegen also nicht allein an Hängen, sondern auch auf Ebenen und in Senken.
Der Mahnmal Rundweg Elbenschwand ist ein mittelschwerer Wanderweg als Rundtour.
Mahnmal und Geschichte
Im Elbenschwander Wald befindet sich ein Mahnmal für die Werwolfmorde von 1945. Die Initiative KUK errichtete es am 22. November 2015 ehrenamtlich und auf eigene Kosten.
Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Kleines Wiesental
Zur regionalen Einordnung gehört auch das übergeordnete Reiseziel Kleines Wiesental. Die Kirche Tegernau wurde 1935 als kleines „Wälderkirchlein“ mit einem kleinen Glockentürmchen beschrieben. In Neuenweg ist die Weidbuche sehr alt und sehr breit gewachsen.
Der Nonnenmattweiher liegt auf 913 m und zählt zu den höchstgelegenen Stillgewässern im Schwarzwald. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde er künstlich aufgestaut. Dabei löste sich ein Teil des vermoorten Karbodens und bildete eine schwimmende Torfinsel. Auf dieser Insel wachsen mehrere Torfmoosarten sowie das Scheidige Wollgras (Eriophorum vaginatum), die Moosbeere (Vacinium oxycoccos) und der Rundblättrige Sonnentau (Drosera rotundifolia).
Ein weiteres regionales Kulturthema ist die Museumswirtschaft Zur Krone in Tegernau. Zu ihr gehören eine historische Gaststube mit Nebenzimmer, eine alte „Chuchi“ mit gewölbtem Bergkeller und ein historischer Festsaal. Hinzu kommen Schlafkammern im Speicher und ein „Schisshüsli“ von 1901. Die „Chuchi“ bezeichnet die alte Küche; der gewölbte Bergkeller gehört zu diesem Bereich. Die Schlafkammern im Speicher sind Räume zum Übernachten, anders als Gaststube, Nebenzimmer und Festsaal. Das „Schisshüsli“ ist auf das Jahr 1901 datiert.
Weitere Reiseziele entdecken: Bürchau, Raich, Wies, Wieslet, Neuenweg, Sallneck
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kleines Wiesental.