Stetten: Weinwege, Natur und Fossilienwelt
Unterkünfte in Stetten
Stetten liegt am Ausgang des Korneuburger Beckens an den flachen Hängen des Weinviertels. Weingärten, Wege am Stettner Berg und die Fossilienwelt geben dem Ort unterschiedliche Reiseakzente. Wer ein Hotel in Stetten sucht, kann zunächst überlegen, ob Weinbau, Natur oder ein geologisches Thema den Aufenthalt prägen soll. Historisch wurde Stetten erstmals 1187 unter dem Namen „Stetin“ urkundlich erwähnt. Der frühe Ortsname bildet einen knappen historischen Bezug; die Wege und Sehenswürdigkeiten bieten zugleich konkrete Themen für die Zeit vor Ort.
Den Weinwanderweg planen
Der Weinwanderweg „Von der Traube bis zum Fass“ dauert je nach Route etwa 45 Minuten bis eine Stunde und ist höchstens 2,5 Kilometer lang. Er führt durch die Rieden „Satzen“ und „Hundsleiten“. Informationstafeln bei den Weingärten informieren über Rebsorten und nennen die Weingartenbesitzer. Ein Schauweingarten zeigt alte, früher in dieser Gegend angebaute Rebsorten in der ursprünglichen Erziehungsform der Stockkultur. Die Zeitangabe hilft bei der Planung; die tatsächliche Dauer hängt von der gewählten Route ab.
Für den Weinwanderweg gibt es zwei Ausgangspunkte: die Weinpresse an der Seebarner Straße und die Informationstafel am Retentionsbecken hinter der Kirche. Am Friedhofsparkplatz besteht eine gute Autoabstellmöglichkeit. Die Ortsangaben können Sie bei der Wahl Ihres Startpunkts und der Anreiseplanung berücksichtigen.
Wege mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Der Stettner Rundwanderweg beginnt im Ortszentrum beim Gasthaus Schweinberger und führt zum Stettener Berg auf 276 m Seehöhe. Der Berg wird für seine Aussicht genannt. Die beiden Wege setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Der Rundwanderweg führt zum Berg, während der Weinwanderweg durch Rieden verläuft und Weinbau-Themen aufgreift. So können Sie Ihre Wanderung danach ausrichten, ob Sie den Aussichtspunkt oder die Rebkultur in den Mittelpunkt stellen möchten.
Landschaft und Vogelwelt am Stettner Berg
Am Stettner Berg vereinen sich Felder, Weingärten, Wiesen, Halbtrockenrasen, Strauchgruppen und Gehölze. Offene Flächen stehen damit neben bewachsenen Bereichen. Am Berg wurden 48 Vogelarten festgestellt, darunter Wachtel, Rebhuhn und Nachtigall. Die genannten Arten ergänzen den Eindruck der Landschaft um einen weiteren Naturaspekt. Neben seiner Aussicht lässt sich der Stettner Berg also auch über seine vielfältigen Landschaftselemente und die Vogelwelt einordnen.
Weinkultur und besondere Sehenswürdigkeiten
Die Kellergasse Hundsleiten ist ein weiterer Zugang zur örtlichen Weinkultur. Ihre Keller und Presshäuser sind gut erhalten. Das Presshaus befindet sich oberirdisch; die unterirdischen Keller dienten der Gärung und Lagerung von Wein in Holzfässern. So lässt sich die Anlage sowohl über ihren Erhaltungszustand als auch über ihre frühere Nutzung betrachten. Am Himmelweg liegt das Ulrichsbründl mit Bänken und einer einladenden Sitzgruppe samt Tisch.
Die Fossilienwelt setzt einen anderen Akzent: Sie präsentiert das größte fossile Austernriff der Welt und besitzt einen 17 Meter hohen Aussichtsturm in Form einer Turmschnecke. Damit stehen in Stetten unterschiedliche Themen nebeneinander – von Weinbau und Landschaft bis zu Fossilien und einem ungewöhnlich gestalteten Turm.
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