Korneuburg: Mittelalterliche Spuren und Barockkunst
Unterkünfte in Korneuburg
Korneuburg vereint mehrere Themen für einen Aufenthalt: mittelalterliche Baugeschichte, sakrale Kunst, Spuren der früheren Schiffswerft sowie Wochenmarkt und Radwege. Wenn Sie ein Hotel in Korneuburg suchen, können Sie anhand dieser Schwerpunkte entscheiden, ob Kultur, Marktbesuch oder Bewegung Ihre Reise prägen soll.
Mittelalterliche Baugeschichte
Der mittelalterliche Stadtturm ist in das Rathaus integriert. Er wurde in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts über dem Chor der ehemaligen Nikolaikirche errichtet und um 1445 fertiggestellt. Vom Turm reicht die Sicht weit über Korneuburg und die Umgebung. Nach seiner umfassenden Restaurierung von 1888 bis 1890 war dort das erste Museum der Stadt untergebracht. Die Baugeschichte des Turms und seine frühere Museumsnutzung liegen damit in unterschiedlichen Kapiteln der Stadtgeschichte.
Um 1300 wurde Korneuburg unter König Albrecht I. mit einer Stadtmauer und einem vorgelagerten Graben befestigt. Von der ehemaligen, 1.650 Meter langen Stadtmauer sind 278 Meter erhalten; die Mauer ist bis zu fünf Meter hoch. Die erhaltenen Abschnitte stehen so für einen Teil der einstigen Befestigung, während Graben und vollständiger Mauerzug zur historischen Anlage gehörten.
Auch die ehemalige Synagoge „Rossmühle“ verweist auf Korneuburgs mittelalterliche Geschichte. Sie wird in die erste Hälfte oder das zweite Drittel des 14. Jahrhunderts datiert und war das Zentrum des jüdischen Lebens. Zugleich zählt sie zu den wichtigsten Zeugnissen mittelalterlicher Synagogenarchitektur im deutschsprachigen Raum. Die Pfarrkirche St. Ägyd wurde vermutlich erst Ende des 13. Jahrhunderts errichtet und erstmals 1300 urkundlich erwähnt. Ihr gotischer Chor stammt aus dem 14. Jahrhundert; das gotische Sakramentshäuschen wurde 1382 gestiftet.
Kirchen, Kunst und historische Zeichen
Die Augustinerkirche erhielt durch den Neubau von 1745 bis 1763 ihre spätbarocke Gestalt. Ab 1764 schuf Franz Anton Maulbertsch die meisten Altarbilder der Kirche. Zu den genannten Kunstwerken gehört sein Fresko „Das letzte Abendmahl“ am Hochaltar. Bauzeit, Ausstattung und das konkrete Fresko bieten verschiedene Anknüpfungspunkte, wenn Sie sich für die Verbindung von Architektur und Kunst interessieren.
Die barocke Dreifaltigkeitssäule ist eine Pestsäule und wurde 1747 vom Korneuburger Kaufmann Johann Michael Jochinger gestiftet. Sie zeigt die Heiligen Ägydius, Johannes den Täufer und Jakobus den Älteren. Ihr Chronogramm ergibt die Jahreszahl 1778. Stiftungsjahr und Chronogrammzahl bezeichnen somit zwei unterschiedliche Angaben zur Säule. Ein weiterer historischer Orientierungspunkt ist der Rattenfängerbrunnen, der 1898 errichtet wurde. Die Rattenfängerstatue daran schuf der Bildhauer Emanuel Pendl.
Museum, Radwege und Landschaft
Das Stadtmuseum Korneuburg wird vom Museumsverein Korneuburg gestaltet und betrieben. Zu seiner Sammlung gehören zahlreiche Schiffsmodelle, die die Bedeutung der ehemaligen Schiffswerft für die Stadt dokumentieren. Damit ergänzt das Museum die Bau- und Kunstgeschichte um einen weiteren Teil der lokalen Vergangenheit: die Rolle der Schiffswerft für Korneuburg.
Für Radreisende gibt es zwei unterschiedliche Routenbezüge. Der Radweg „Sagenhaft rund um die Burg Kreuzenstein“ verbindet mehrere 10-vor-Wien-Gemeinden, darunter Korneuburg. Eine Themenstation heißt „Der Rattenfänger in Korneuburg“. Außerdem liegt Korneuburg an der Etappe 7 des Donauradwegs. Die natürliche Landschaft der Donauauen umgibt den Ort. In Korneuburg gibt es zudem einen Beachvolleyballplatz.
Wochenmarkt und Mobilität
Der Korneuburger Wochenmarkt bietet dienstags und freitags von 6:00 bis 12:30 Uhr regionale Produkte an. Wenn Sie den Marktbesuch einplanen möchten, prüfen Sie vorab die Zeiten, da sich der Terminplan ändern kann.
Zu den Mobilitätsmöglichkeiten in Korneuburg zählen Bahn-, Stadt- und Regionalbusverbindungen, ein Jugendshuttlebus, E-Scooter, E-Bikes, nextbike-Fahrräder, E-Lastenfahrräder, E-Car, E-Carsharing, E-Tankstellen und ein Taxidienst. Auch Fortbewegung mit dem Fahrrad ist eine Möglichkeit. Da sich Mobilitätsangebote ändern können, prüfen Sie vor Ihrer Reise den aktuellen Stand. So lassen sich Marktzeiten, Kulturinteressen und die gewünschte Art der Fortbewegung als konkrete Planungspunkte für Ihren Aufenthalt berücksichtigen.
Weitere Reiseziele entdecken: Sierndorf, Korneuburg, Stockerau, Untermallebarn, Oberrohrbach, Rußbach, Hausleiten, Stetten, Harmannsdorf, Hagenbrunn, Bisamberg, Pettendorf, Tresdorf, Stetteldorf Am Wagram, Langenzersdorf, Großrußbach, Enzersfeld Im Weinviertel, Niederhollabrunn, Ernstbrunn.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Niederösterreich.