Oberrohrbach entdecken
Unterkünfte in Oberrohrbach
Oberrohrbach bietet unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt: Der Naturerlebnisweg Goldenes Bründl verläuft am Rohrbach entlang und führt in den Rohrwald; die Filialkirche Oberrohrbach ist durch moderne Architektur und Innenkunst geprägt. Der Oberrohrbacher Weg hat einen klar benannten Startpunkt. Auch die Quelle Goldenes Bründl und die Schöne Säule bringen historische Themen ins Bild.
Wege und Naturerlebnis
Der Naturerlebnisweg Goldenes Bründl beginnt am Parkplatz beim Goldenen Bründl, verläuft zunächst entlang des Rohrbaches und führt anschließend in den Rohrwald. Zwölf Stationen behandeln verschiedene Themen über den Rohrwald. Bachlauf und Wald folgen damit in einer klaren Reihenfolge, während die Stationen einen eigenen inhaltlichen Schwerpunkt setzen.
Der Parkplatz steht sowohl Besuchern des Gasthauses als auch Wanderern zur Verfügung und ist zugleich der Startpunkt der Tour. Der Oberrohrbacher Weg beginnt dagegen an der Ecke Mitterberggasse und Waldstraße. Für die Orientierung lassen sich die beiden Startpunkte so unterscheiden: Parkplatz Goldenes Bründl für den Naturerlebnisweg, Straßenecke für den Oberrohrbacher Weg.
Historische Bezugspunkte
Die Quelle Goldenes Bründl liegt im Rohrwald an der Landesstraße L 32 zwischen Rückersdorf und Oberrohrbach, in der Nähe des gleichnamigen Gasthauses. Bereits 1385 wurde sie als „Goldener Brunn“ bezeichnet. Lage und historische Namensform erfüllen unterschiedliche Orientierungsaufgaben: Die Straße und die beiden Orte verorten die Quelle, das Jahr gehört zur Geschichte ihres Namens.
Die „Schöne Säule“ ist ein Denkmal aus dem 18. Jahrhundert, das aus Dankbarkeit für das Überstehen eines Reitunfalls errichtet wurde. Bei der Quelle steht damit eine historische Namensform im Mittelpunkt, bei der Säule der Anlass ihrer Errichtung. Diese beiden Bezugspunkte führen auf unterschiedliche Weise an die Ortsgeschichte heran: über eine frühe Bezeichnung und über die Erinnerung an ein überstandenes Ereignis.
Filialkirche: moderne Architektur und Innenkunst
Die Filialkirche Oberrohrbach wurde 2007–2008 erbaut und hat eine moderne architektonische Form mit Sichtbeton und großen Glaselementen. Sichtbeton bezeichnet eine Gestaltung, bei der die Betonoberfläche sichtbar bleibt; das Material prägt hier gemeinsam mit den Glaselementen die Architektur.
Im Inneren reicht ein Aluminiumkreuz vom Boden bis zur Decke und stellt auch den Aspekt der Auferstehung dar. Die Kreuzwegbilder bestehen aus mehrlagigem Glas und sind durch die besondere Verarbeitung besonders farbintensiv. Damit begegnet Glas in zwei gestalterischen Zusammenhängen: als großes Element der Architektur und als mehrlagiges Material der Kreuzwegbilder. Das Aluminiumkreuz ergänzt diese Motive um seine eigene symbolische Bedeutung.
Auch zeitlich unterscheiden sich die historischen Bezugspunkte klar: Die Quelle wurde 1385 als „Goldener Brunn“ bezeichnet, die Schöne Säule stammt aus dem 18. Jahrhundert und die Filialkirche wurde 2007–2008 erbaut. So stehen Namensgeschichte, Denkmal und moderner Kirchenbau für verschiedene zeitliche Schichten.
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