Siegenfeld: Wege, Kapellen und Geschichte
Unterkünfte in Siegenfeld
Siegenfeld lässt sich über zwei Perspektiven entdecken: Wege, die den Ort mit Heiligenkreuz und dem Helenental verbinden, und historische Stationen von der Bronzezeit bis ins 19. Jahrhundert. Siegenfeld ist ein Ziel für Wanderer und Reiter. Für die Planung können Sie zunächst überlegen, ob Sie eine bestimmte Wegstrecke in den Mittelpunkt stellen oder verschiedene Stationen der Ortsgeschichte erkunden möchten.
Wanderwege und Natur rund um Siegenfeld
Die Rundwanderung „G´schichten aus dem Wienerwald“ ist insgesamt 39 Kilometer lang und umfasst zwei Etappen. Auf der zweiten Etappe führt die gelbe Markierung zum „Weißen Kreuz“. Daneben verläuft ein Abschnitt des Kulturwanderwegs vom Helenental nach Heiligenkreuz über das Rosental und Siegenfeld; er ist etwa 9 Kilometer lang. Die beiden Angaben geben Orientierung für unterschiedliche Wegstrecken: rund 9 Kilometer für diesen Abschnitt oder 39 Kilometer für die gesamte Rundwanderung. Bei der Planung lohnt sich ein Blick auf die aktuelle Wegsituation und Beschilderung.
Das „Weiße Kreuz“ ist eine im 16. Jahrhundert errichtete Säule an der Grenze des Gründungsgebiets des Stifts Heiligenkreuz. Als Ziel der zweiten Etappe verbindet es eine konkrete Wegmarke mit einem historischen Ortspunkt. Auch eine weitere Route führt von Heiligenkreuz nach Siegenfeld: Die „Monasteries Emperor Artists Route“ setzt dort in Richtung Siegenfeld fort. Wenn Sie mit dem Rad unterwegs sind, können Sie diese Routenverbindung in Ihre Planung einbeziehen; Wegbedingungen und Beschilderung können sich ändern.
Der Weg zwischen Siegenfeld und Heiligenkreuz führt an einer der letzten Feuchtwiesen der Region vorbei. Das Gebiet ist zugleich einer der letzten Durchzugsräume für den gefährdeten Wiedehopf. Damit gehört neben der Wegführung auch ein besonderer Naturraum zu den Themen, die Sie bei einem Aufenthalt in Siegenfeld kennenlernen können.
Kapellen und Spuren der Ortsgeschichte
Die Geschichte der Cholerakapelle beginnt mit einem konkreten Ereignis: Den ersten Teil errichtete die Familie Boldrino 1831 aus Dank dafür, dass die Cholera von 1829 in ihren Häusern keine Todesopfer gefordert hatte. Die Kirche „Maria Hilf“ an der Cholerakapelle wurde 1855 wegen der zahlreichen Wallfahrten vergrößert. Beide Daten erzählen unterschiedliche Kapitel der örtlichen Religionsgeschichte.
Auch die Kirchen im Ortszentrum verweisen auf verschiedene Bauzeiten. Der Vorgängerbau der heutigen Kirche wurde dort 1414 zu Ehren des heiligen Ulrich von Augsburg errichtet. Die Filialkirche St. Ulrich in Siegenfeld stammt aus dem Jahr 1734. Eine spätbarocke Kapelle, die 1871 errichtet wurde, diente dazu, Verstorbene vor ihrer Überführung nach Heiligenkreuz noch einmal auf Siegenfelder Boden einzusegnen.
Ein weiterer historischer Punkt liegt beim Burgstall, 200 Meter westlich der Cholerakapelle. Dort entstand um 800 v. Chr. eine bronzezeitliche Keltensiedlung. Ein Wall befestigte das Gebiet auf etwa 3 Hektar. Die ungefähre Zeitangabe und Flächengröße geben einen Eindruck davon, in welchem Maßstab die Siedlung angelegt war.
Auch das „Wegerl im Helenental“ hat einen kulturellen Bezug: Es steht in Verbindung mit dem gleichnamigen Lied von Alexander Steinbrecher. So begegnen Ihnen in Siegenfeld neben Kirchen, Kapellen und archäologischen Spuren auch Verbindungen zur regionalen Liedgeschichte.
Adressen in Siegenfeld
Zu den gastronomischen Adressen im Ort zählen der Landgasthof Cholerakapelle in Helenental 40, 2500 Siegenfeld, und der Mostheuriger Krammel in der Gaadner Straße 21, 2500 Siegenfeld. Beide Adressen lassen sich bei der Planung eines Aufenthalts als Orientierung für die Einkehr berücksichtigen.
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