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Sardara: Archäologie und Geschichte zwischen den Epochen

Unterkünfte in Sardara

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Wenn Sie für Ihren Aufenthalt einen Ort mit archäologischen und historischen Schwerpunkten suchen, bietet Sardara mehrere klar unterscheidbare Zugänge: eine chronologisch angelegte Ausstellung, Zeugnisse eines römischen Thermalkomplexes und Kirchen mit unterschiedlichen architektonischen Merkmalen. Die Themen reichen von der Nuraghenzeit bis ins Mittelalter; dazu kommt ein jährlich wiederkehrendes Fest im September. So können Sie entscheiden, ob für Ihre Reise eher die zeitliche Entwicklung, die Baukunst oder ein bestimmter Veranstaltungstermin im Vordergrund stehen soll.

Archäologie im Civico Museo Archeologico Villa Abbas

Das Civico Museo Archeologico Villa Abbas liegt an der Piazza Libertà im historischen Zentrum von Sardara. Es ist in einem restaurierten Gebäude aus dem Jahr 1914 eingerichtet. Die Ausstellung wurde 1997 eröffnet, erstreckt sich über zwei Etagen und acht Säle und behandelt die Geschichte von der Vor- und Nuraghenzeit über die punische und die römische Epoche bis zum Mittelalter. Diese Spannweite bietet einen chronologischen Zugang, wenn Sie verschiedene historische Abschnitte in einer zusammenhängenden Darstellung vergleichen möchten.

Die zweite Ausstellungshalle zeigt ein nuraghisches Dorf und einen heiligen Brunnen. Beide wurden neben der Kirche Santa Anastasia entdeckt und später wissenschaftlich ausgegraben. Damit verbindet die Ausstellung den Überblick über die Epochen mit der Darstellung konkreter archäologischer Zeugnisse.

Thermalquellen und römische Geschichte

Zum Landschafts- und Thermalthema gehört das Tal von Santa Maria de is Acquas. Es besitzt fünf thermomineralische Quellen, wird vom Rio Sacer durchquert und ist von Nuraghen umgeben. Bei Sardara liegt außerdem das Gebiet der antiken Aquae Neapolitanae, eines römischen Thermalkomplexes, der mit den örtlichen Thermalquellen verbunden war. In römischer Zeit wurden diese Quellen therapeutisch genutzt. Der Bezug zur Nutzung des Wassers in der Antike ergänzt die Beschreibung des Tals um eine historische Perspektive.

Die beiden Themen setzen unterschiedliche Akzente: Im Tal stehen Quellen, Flusslauf und umgebende Nuraghen im landschaftlichen Zusammenhang; bei Aquae Neapolitanae geht es um die Geschichte eines römischen Thermalkomplexes und die damalige Nutzung der Quellen. Wenn Sie sich für Sardaras Vergangenheit interessieren, lassen sich so Landschaftsmerkmale und historische Nutzung getrennt betrachten.

Kirchen und besondere Bauformen

Die Kirche San Gregorio Magno stammt aus den ersten Jahrzehnten des 14. Jahrhunderts und ist ein bemerkenswertes Beispiel für den Übergang von der Romanik zur Gotik. Sie beherbergt Estofado-de-Oro-Holzskulpturen, eine Orgel aus dem 18. Jahrhundert sowie das Retabel mit Holzaltar der Madonna d’Itria aus dem 18. Jahrhundert. Bauzeit und Ausstattung gehören damit unterschiedlichen historischen Zusammenhängen an: Das Kirchengebäude steht für einen architektonischen Übergang, während die genannten Ausstattungsstücke einen eigenen späteren Zeitbezug haben.

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Eine andere Bauform zeigt der heilige Brunnen des Santuario di Sant’Anastasia. Seine Kammer ist rund und besitzt ein falsches Kuppelgewölbe. Der Brunnen ist über eine Treppe erreichbar, die durch einen mit Steinplatten gedeckten Korridor geschützt ist. Im Vergleich zu San Gregorio Magno stehen hier die Form der Brunnenkammer und der bauliche Zugang im Mittelpunkt.

Festtermin und Orientierung für die Reiseplanung

Das Fest Santa Maria de is Aquas beginnt jährlich am vorletzten Montag im September und dauert vier Tage. Da sich der Beginn nach dem Wochentag richtet, fällt das Fest nicht jedes Jahr auf dasselbe Kalenderdatum. So können Sie den Festbesuch in Ihre Planung einbeziehen, ohne ein festes Datum vorauszusetzen.

Zur räumlichen Orientierung: Die SS 131 streift Sardara und ist die wichtigste Verkehrsader Sardiniens. Das archäologische Gebiet liegt im historischen Ortszentrum.

Weitere Reiseziele entdecken: Pauli Arbarei, Lunamatrona, Barumini, Sant'antonio Di Santadi, Furtei, Gesturi, Villacidro, Arbus

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Medio Campidano.

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