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Villacidro: Wasserfälle, Kultur und Feste

Unterkünfte in Villacidro

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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In Villacidro reichen die Themen von Wasserfällen und Parks bis zu Kirchen, Museen, archäologischen Orten und wiederkehrenden Festen. Die Landschaft setzt einen eigenen Akzent; Museen und Veranstaltungen ergänzen ihn mit Einblicken in Geschichte, Architektur und lokale Traditionen. Je nachdem, worauf Sie Ihren Aufenthalt ausrichten möchten, finden Sie hier unterschiedliche Schwerpunkte.

Wasserfälle und Landschaft rund um Villacidro

Sa Spendula liegt am Ortsrand von Villacidro in der Granitlandschaft des Monte Linas. Das Wasser fällt in drei Stufen insgesamt etwa 60 Meter ab. Die Landschaft der Gegend umfasst außerdem kristalline Schiefer aus dem Paläozoikum und rosafarbene Granite. An der Punta Acqua Zinnigas erreichen die Gipfel 1.136 Meter über dem Meeresspiegel.

Ein weiteres Wasserfallziel ist die Cascata di Muru Mannu. Vom Ausgangspunkt Cantina Ferraris im Parco di Monti Mannu führt der Weg 109 durch dichten Steineichenwald zu dem 72 Meter hohen Wasserfall. Die beiden Wasserfälle unterscheiden sich auch in der Beschreibung ihrer Höhe: Bei Sa Spendula ist der ungefähre Gesamtabfall über drei Stufen angegeben, bei Muru Mannu die Höhe des Wasserfalls. So lässt sich der landschaftliche Schwerpunkt wählen, der Sie mehr interessiert, ohne die beiden Angaben gleichzusetzen.

Der Parco di Villascema liegt am Fuß des Linas-Massivs und wird vom Rio Leni durchquert. Flussabwärts fließt das Wasser in ein großes künstliches Becken. Bekannt ist der Park auch für seine ausgedehnten Kirschhaine. Die Sagra delle ciliegie findet am ersten Sonntag im Juni statt; wenn Sie Ihre Reise an diesem Fest ausrichten möchten, prüfen Sie den konkreten Termin vorab.

Kirchen, Museen und archäologische Orte

An der Hauptpiazza bilden die Chiesa di Santa Barbara, die Chiesa delle Anime Purganti und das Oratorio di Nostra Signora del Rosario eine Dreiergruppe. Die Chiesa di Santa Barbara ist die älteste Kirche von Villacidro und stammt aus dem 13. Jahrhundert. Sie wurde im gotisch-aragonesischen Stil über einem früheren romanischen Bau errichtet. Damit stehen an diesem Ort zwei Bauphasen in Beziehung: der ältere romanische Bau und die später entstandene Kirche.

Das Museo di Santa Barbara ist im Oratorio di Nostra Signora eingerichtet. Dort werden sakrale Ausstattungsstücke aus der Pfarrkirche Santa Barbara gezeigt, darunter Statuen, Silberarbeiten, Altäre und Holzausstattungen. Zu den ausgestellten Silberarbeiten gehören Werke bedeutender sardischer Silberschmiede wie Cabras, Usay und Mamely. Die Sammlung verbindet so Gegenstände aus der kirchlichen Ausstattung mit Arbeiten namentlich bekannter Kunsthandwerker.

Im Montegranatico ist seit 2003 das Civico Museo Archeologico Villa Leni untergebracht. Seine Sammlung umfasst originale Funde aus bedeutenden archäologischen Fundstätten im Umland. Ein weiterer archäologischer Ort in Villacidro ist die Necropoli Ruinas, eine Nekropole aus dem 1. bis 3. Jahrhundert n. Chr. Museumssammlung und Nekropole geben damit unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Blick auf die Vergangenheit des Ortes.

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Für das Villa-Leni-Museum gelten besondere Besuchsbedingungen: Solange noch keine festen Besuchszeiten festgelegt sind, ist der Besuch ausschließlich nach telefonischer oder elektronischer Anmeldung bei der Gemeinde Villacidro möglich. Das Farmamuseo Sa Potecaria ist derzeit geschlossen; ein möglicher Wiedereröffnungstermin ist nicht bekannt. Seine Sammlung umfasst Apothekenmöbel sowie sanitäre und pharmazeutische Gerätschaften, Gegenstände und Apparaturen aus der Zeit von 1600 bis 1900.

Ein anderes Museumsthema begegnet Ihnen im restaurierten Mulino Cadoni. Das dreigeschossige Gebäude hat seine Holzböden und Holzdecken bewahrt und beherbergt heute das Museo di Paese d’Ombre. Mit szenografischen und modernen Ausstellungstechniken vermittelt es Einblicke in die Werke des Schriftstellers Giuseppe Dessì, besonders in seinen Roman Paese d’ombre.

Feste und kulinarische Erlebnisse

Zu den wiederkehrenden Festen gehört die Feier zu Sant’Isidoro, dem Schutzheiligen der Landwirte. Sie findet in der zweiten Maihälfte mit einer Prozession auf einem alten, von geschmückten Ochsen gezogenen Wagen statt. Begleitet wird sie von dekorierten Ochsenkarren, den „tracas“, und Darstellungen typischer ländlicher und häuslicher Szenen. Die Feierlichkeiten zu San Sisinnio beginnen am Freitag vor dem ersten Sonntag im August. Eine feierliche Prozession führt von der Pfarrkirche zur ihm gewidmeten Landkirche im Ortsteil San Sisinnio.

Auch die „Laboratori del gusto“ setzen auf Mitmachen: In Villacidro ermöglichen sie Workshops zur Herstellung von Brot, Wein, Olivenöl, Honig und Süßwaren sowie zum Kennenlernen weiterer lokaler Agrar- und Lebensmittelprodukte. Zusammen mit den saisonalen Festen geben diese Angebote Ihrem Aufenthalt einen anderen Schwerpunkt als die Landschafts- oder Museumsbesuche.

Weitere Reiseziele entdecken: Turri, Ingurtosu, Barumini, Pauli Arbarei, Portu Maga, Marina Di Gutturu Flumini, Torre Dei Corsari, Collinas.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Medio Campidano.

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