Gambia: Natur und bewegte Geschichte
Unterkünfte in Gambia
Steinkreise aus Lateritsäulen, Vogelbeobachtung und eine Geschichte, die bis zu den Handelswegen am Gambia-Fluss reicht, geben Gambia mehrere sehr unterschiedliche Facetten. Natur, Kultur und Geschichte bieten dabei eigene Schwerpunkte für Ihre Reise.
Vogelbeobachtung in Gambias Schutzgebieten
In Gambia werden täglich Vogelbeobachtungstouren angeboten. Zu den wichtigen Gebieten zählen das Abuko Nature Reserve, Tanji und Kiang West. Eine Schätzung beziffert die Zahl der Vogelarten in den Schutzgebieten des Landes auf insgesamt 560. Wenn Vogelbeobachtung ein Schwerpunkt Ihrer Reise sein soll, prüfen Sie vorab, welche Touren aktuell angeboten werden. Die genannten Gebiete geben Ihnen eine Orientierung für diesen Teil des Landeserlebnisses, ohne dass Sie Ihre Reise auf eine einzige Art von Ausflug festlegen müssen.
Ein Museum in einem geschichtsträchtigen Gebäude
Das Gambia National Museum befindet sich in Banjul in einem alten Kolonialgebäude. Es wurde 1985 eröffnet, 15 Jahre nach der Gründung der Friends of the National Museum Association. Auch die frühere Nutzung des Hauses reicht durch verschiedene Abschnitte der Geschichte: In den 1920er-Jahren diente es als Bathurst Club für europäische Einwohner. Später beherbergte es den British Council und in den 1960er-Jahren die Legislative Assembly; von 1970 bis 1985 wurde es als Gambia National Library genutzt.
Der Auftrag des Museums umfasst das Sammeln, Bewahren und Präsentieren von Objekten zur materiellen Kultur Gambias. Hinzu kommt die Vermittlung der gambischen Geschichte und Kultur an Besucher des Landes und an Einwohner. Für Kulturinteressierte verbinden sich damit zwei Blickwinkel: die dargestellten Objekte und die wechselvolle Nutzung des Gebäudes selbst.
Die Steinkreise der Senegambia
Die Stone Circles of the Senegambia umfassen vier Gruppen: Sine Ngayène, Wanar, Wassu und Kerbatch. Wassu und Kerbatch sind die gambischen Standorte des Welterbes, das 2006 nach den Kriterien I und iii eingetragen wurde. Zusammen zählen die vier Gruppen 93 Steinkreise sowie zahlreiche Tumuli und Grabhügel. Funde aus einigen dieser Grabhügel weisen auf Datierungen vom 3. Jahrhundert v. Chr. bis zum 16. Jahrhundert n. Chr. hin.
Die Steinkreise bestehen aus Lateritsäulen. Mit den zugehörigen Grabhügeln bilden sie eine heilige Landschaft, deren Entstehung sich über mehr als 1.500 Jahre erstreckte. Die Dimension des Welterbes zeigt sich auch im größeren Zusammenhang: Mehr als 1.000 Monumente konzentrieren sich in einem etwa 100 Kilometer breiten Streifen entlang von rund 350 Kilometern des Gambia-Flusses. So stehen einzelne Monumente innerhalb einer weit ausgedehnten Kulturlandschaft.
Flussgeschichte und Erinnerung
Kunta Kinteh Island and Related Sites liegen an der Mündung des Gambia-Flusses. Sie erinnern an die wichtige und schmerzhafte Epoche des Sklavenhandels, an dessen Ausweitung und an sein Ende. Zugleich verweist die Lage an der Flussmündung auf die frühere Bedeutung des Gambia als Handelswasserstraße zwischen dem Landesinneren, der Küste und weiter entfernten Gebieten.
Auch die Six-Gun Battery und Fort Bullen gehören zu dieser Geschichte. Die Six-Gun Battery stammt aus dem Jahr 1816, Fort Bullen aus dem Jahr 1826; beide liegen auf gegenüberliegenden Seiten der Flussmündung. Sie wurden später als Kunta Kinteh Island errichtet, um den Sklavenhandel zu unterbinden. Dieser war 1807 durch den Abolition Act im Britischen Empire illegal geworden. Die Jahreszahlen ordnen die Anlagen in die Zeit nach diesem Gesetz ein.
Kunsthandwerk und Markterlebnis
Auf Kunsthandwerksmärkten außerhalb der großen Hotels werden unter anderem geschnitzte Masken, Batikprodukte, handgewebte Stoffe, Lederarbeiten und Schmuck angeboten. Gespräche und Feilschen gehören zum Markterlebnis. Damit ergänzen Märkte die historischen Stätten und die Naturthemen um einen weiteren Blick auf handwerkliche Waren und den Austausch beim Einkauf.
Weitere Reiseziele entdecken: Banjul, Lower River, West Coast Region, North Bank Region, Kanifing Municipal Council, North Bank Division.
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