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Lezennes: Steinbruchgeschichte und Lac Bleu

Unterkünfte in Lezennes

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Lezennes lässt sich für Reisende mit Interesse an Geschichte und Kultur vor allem über seine unterirdischen Steinbrüche erschließen. Sie verbinden eine fast tausendjährige Abbaugeschichte mit geologischen Besonderheiten, einer lokalen Biografie und früherer Nutzung für den Anbau. Wenn Sie ein Hotel in Lezennes suchen, gibt dieses Thema dem Ort ein konkretes kulturelles Profil. Im Mittelpunkt stehen der Lac Bleu, Stalaktiten, der Lezennes-Stein und Spuren seines Einsatzes in Lille.

Lac Bleu und geologische Besonderheiten

Der Lac Bleu ist ein unterirdischer See in den unterirdischen Steinbrüchen von Lezennes. Er entstand, als Grundwasser einige der Stollen überflutete. In den Gängen bilden sich zudem Stalaktiten: Wassertropfen lagern an der Decke Kalzit ab. Der See und die Stalaktiten stehen damit für unterschiedliche natürliche Vorgänge innerhalb der Steinbrüche – die Überflutung einiger Stollen und die Ablagerung von Kalzit durch Tropfen. Neben ihrer historischen und kulturellen Bedeutung zählen die Steinbrüche auch zum natürlichen Erbe von Lezennes.

Vom Lezennes-Stein zu Bauwerken in Lille

Die Steinbrüche haben eine fast tausendjährige Geschichte. Hier wurde der Stein von Lezennes abgebaut, der auch in zahlreichen Bauwerken in Lille verwendet wurde. Dazu gehören die Zitadelle, der Palais Rihour, das Hospice Comtesse, die Vieille Bourse und die Porte de Paris. Der Zusammenhang reicht so vom örtlichen Abbau bis zur Verwendung des Materials in Bauwerken der Stadt Lille. Für Reisende, die sich für Architektur und die Herkunft von Baumaterial interessieren, eröffnet das einen zusätzlichen Blick auf die Geschichte von Lezennes: Der Name des Ortes ist auch mit Bauwerken außerhalb seines eigenen Steinbruchgebiets verbunden.

Isidore Court'Orelle und die Arbeit im Steinbruch

Eine lokale Biografie führt in die Arbeit der Steinbrüche: Isidore Court'Orelle war ein junger Steinbrucharbeiter. In den regional typischen Catichen erlernte er den Abbau von weißem Stein. Damit gehört nicht nur der gewonnene Stein zur Geschichte des Orts, sondern auch die Arbeit, die mit seinem Abbau verbunden war. Die Stadt Lezennes schuf 2000 ihren eigenen Riesen Isidore Court'Orelle. Diese beiden Bezüge – der junge Arbeiter und der städtische Riese – geben dem Namen in Lezennes sowohl einen geschichtlichen als auch einen kulturellen Zusammenhang.

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Anbau in aufgegebenen Stollen

Die Nutzung der Steinbrüche beschränkte sich nicht auf den Abbau von Stein. Um 1860 baute Isidore Court'Orelle in aufgegebenen Stollen Barbe de capucin an, einen Wintersalat. Auch der Anbau von Pilzen und Barbe de capucin ist mit den unterirdischen Steinbrüchen verbunden. So umfasst ihre Geschichte mehrere Nutzungen: Der Steinabbau prägte die lange Vergangenheit des Orts, während aufgegebene Stollen auch für den Anbau genutzt wurden. Der Wintersalat verankert diese Geschichte zugleich in einer konkreten lokalen Tradition.

Besichtigungen und Reiseplanung

Seit 1999 organisierte die Stadtverwaltung Lezennes zusammen mit ihrem Comité de la Pierre im Rahmen der Journées du Patrimoine Besichtigungen der Steinbrüche. Wenn Sie eine Besichtigung in Ihre Reise einbeziehen möchten, prüfen Sie das Programm der jeweiligen Journées du Patrimoine. Zusammen bilden Lac Bleu, Stalaktiten, Steinabbau, Baugeschichte und früherer Anbau unterschiedliche Zugänge zum Erbe von Lezennes. So können Sie bei der Wahl Ihres Reiseziels entscheiden, ob für Sie vor allem die geologische Seite, die Geschichte des Steins oder die lokale Kultur im Vordergrund steht.

Weitere Reiseziele entdecken: Cambrai, Houplines, Prisches, Grande-Synthe, Bas-Lieu, Marcq-En-Baroeul, Villers-au-Tertre, Drincham

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nord.

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