Frankreich: UNESCO-Kultur, Nationalparks und regionale Vielfalt

Frankreich verbindet bedeutende Kulturstätten mit geschützten Landschaften, regionaler Küche und zahlreichen Möglichkeiten, unterwegs Geschichte und Natur zu erleben. Auf der UNESCO-Welterbeliste stehen 56 Stätten in Frankreich, darunter 47 kulturelle, 7 natürliche und 2 gemischte Stätten.

Kultur und Geschichte

Zum kulturellen UNESCO-Erbe gehören der Mont-Saint-Michel, Versailles, die Ufer der Seine in Paris, der Pont du Gard, das Loiretal und die befestigte historische Stadt Carcassonne. Französische Kulturreisen führen außerdem zu Königsschlössern, gotischen Kathedralen, römischen Überresten, charaktervollen Dörfern, Museen und zeitgenössischen Kunstzentren. Mittelalterliche Städte lassen sich unter anderem in Saint-Malo, Dinan, Provins, Carcassonne, Sarlat-la-Canéda und Riquewihr besuchen.

Das Centre des Monuments Nationaux verwaltet etwa einhundert bedeutende Kulturerbestätten in Frankreich. Zu den bekannten Pariser Monumenten zählen der Arc de Triomphe, die Conciergerie, das Panthéon, das Hôtel de la Marine und die Sainte-Chapelle. Zu den auf der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes verzeichneten Traditionen und handwerklichen Fertigkeiten gehören das bretonische Fest-noz, das französische gastronomische Mahl, die Herstellung des Baguettes, handwerkliche Glasherstellung, die Parfumherstellung von Grasse und die Spitze aus Alençon. Französische Museen unterstützen den Zugang für Besucher unter anderem mit freiem Eintritt am ersten Sonntag des Monats und dem Programm Nuit des musées.

Natur und Bewegung

Die natürlichen und gemischten UNESCO-Stätten Frankreichs umfassen Portos Calanques und das Scandola-Reservat, die Chaîne des Puys, die vulkanischen Landschaften von Réunion, die französischen Südgebiete und Meere, die Vulkane und Wälder von Martinique sowie Pyrénées–Mont Perdu.

Auch außerhalb dieser Welterbestätten reicht das Landschaftsspektrum von den Alpen und Pyrenäen über die Vulkane der Auvergne und die bretonischen und normannischen Klippen bis zu den Lagunen der Camargue. Wälder im Morvan, in den Vogesen und im Jura ergänzen die Landschaften; zu den Feuchtgebieten zählen die Brenne, die Brière und der Golfe du Morbihan. Frankreich verfügt über 11 Nationalparks und 59 regionale Naturparks, die über das Land verteilt sind und den Schutz der Biodiversität mit Wandern, Radfahren und der Beobachtung von Wildtieren verbinden.

Die französischen Nationalparks empfangen jährlich etwa 9 Millionen Besucher und bedecken nahezu 10 Prozent des französischen Staatsgebiets. Sie bieten geschützte Räume für Wandern, Schwimmen, Tauchen, Gleitschirmfliegen und Wintersport. Zu den Besonderheiten zählt der Nationalpark Calanques: Er ist der einzige Nationalpark Europas, der zugleich terrestrisch, marin und periurban ist, und verbindet Küsten-Calanques mit einer reichen mediterranen Unterwasserbiodiversität. Programme in Nationalparks können geführte Naturwanderungen, Wildtierbeobachtung, Sport, Schatzsuchen, Filmvorführungen, Konferenzen, Aufführungen im Freien, Ausstellungen und Kulturworkshops umfassen.

Bergrefugien in französischen Nationalparks dienen Wanderern und unterwegs Reisenden als Übernachtungs- oder Zwischenstationen.

Geschmack und Handwerk

Das französische gastronomische Mahl steht seit 2010 auf der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes. Es folgt einer zeremoniellen Abfolge mit mindestens vier Gängen zwischen Aperitif und Digestif. Märkte, überdachte Markthallen, Weinbars, Bistros in den Vierteln und Stände von Kunsthandwerkern bieten konkrete Möglichkeiten, französische Esskultur zu erleben. Zu den regionalen Spezialitäten gehören Coq au Vin aus Burgund, Cassoulet aus dem Südwesten und Bouillabaisse aus dem Mittelmeerraum.

Unterwegs durch Frankreich

Zehn EuroVelo-Routen durchqueren Frankreich und verbinden seine wichtigsten Regionen mit dem übrigen Europa. Hinzu kommen mehr als 20.000 Kilometer an Radwegen und begrünten Routen, die Ziele von den Schlössern der Loire und den Weinbergen Burgunds bis zu den Alpen und Pyrenäen miteinander verknüpfen.

Frankreich verfügt über 8.500 Kilometer schiffbare Wasserwege. Davon werden 6.700 Kilometer unter der Verwaltung der Voies navigables de France geführt; sie bilden die Grundlage für Tourismus auf Kanälen und Flüssen. Internationale Bahnverbindungen ermöglichen die Anreise nach Frankreich aus fast 40 Zielen in 15 europäischen Ländern.

Räumliche Einordnung

Im weiteren regionalen Umfeld Frankreichs liegen die Abbaye Notre-Dame de Bonlieu, die Abbaye de Prebenoit und die Archives départementales de la Creuse. Im Umland Frankreichs liegen Le Puy Haut und Les Pierres Jaunâtres.

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