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Nord Pas De Calais: Bergbaugeschichte und Kulturerbe

Unterkünfte in Nord Pas De Calais

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Das Nord-Pas de Calais Mining Basin erzählt von der großmaßstäblichen Entwicklung des Kohlebergbaus im 19. und 20. Jahrhundert. Seit dem 30. Juni 2012 steht es auf der UNESCO-Liste. Seine Geschichte lässt sich nicht nur an einzelnen Grubenstandorten ablesen: Zum Bergbaulandschaftsbild gehören auch Halden, Ackerland, Bergsenkungsseen und Wälder sowie Kanäle, Bahnlinien und Förderbänder. Arbeiterwohnungen, Bergarbeiterdörfer und Gedenkorte zeigen weitere Facetten dieses industriellen Erbes.

Foto: Voyagemedia - RRinnau

Bergbauerbe und Museen

Louvre-Lens befindet sich auf dem Gelände einer früheren Grube und zeigt einen Teil der Louvre-Sammlungen. Der Museumsbesuch verbindet damit Kunst mit einem Ort, dessen Geschichte vom Bergbau geprägt ist. Die zwei Themen müssen nicht getrennt betrachtet werden: Hier stehen Sammlungen des Louvre an einem ehemaligen Bergbaustandort.

Auch andere Sehenswürdigkeiten in Hauts-de-France setzen unterschiedliche Akzente. Dazu zählen die Kathedralen von Amiens, Arras, Beauvais, Soissons und Cambrai, die zum staatseigenen Kathedralbestand der Region gehören. In Lille rahmen flämisch beeinflusste Fassaden die Grand Place; die Vieille Bourse steht für flämische Renaissancearchitektur des 17. Jahrhunderts. Wer sich für Baugeschichte interessiert, findet hier also neben dem Industrieerbe auch städtische Architektur mit eigener Prägung.

In Lille verbindet Notre-Dame-de-la-Treille neugotische und zeitgenössische Gestaltung. Das Hospice Comtesse ist in Gebäuden eines ehemaligen Krankenhauses untergebracht, das im 15. Jahrhundert gegründet wurde. In Roubaix ordnet das Museum La Piscine Kunstwerke um ein früheres Schwimmbad mit Glasdach an und deutet den Geist der Anlage aus den 1930er-Jahren. Zu den weiteren genannten Sehenswürdigkeiten der Region gehören der Belfried von Arras, das Château de Chantilly und die Cité de la langue française.

Küste, Feuchtgebiete und Landschaft

Hauts-de-France verfügt über 210 Kilometer Küste mit vier Hafenstandorten, erhaltenen Küstengebieten und Freizeitinfrastruktur für Besucher. An der Picardie-Küste liegen zwischen Ault und Mers-les-Bains Kreideklippen; dort gibt es auch Kieselstrände. Ein Küstenabschnitt im Gebiet der Baie de Somme umfasst knapp 20 Kilometer Sandstrand, der sich für Segeln, Kitesurfen, Kajakfahren, Strandsegeln und Spaziergänge am Ufer eignet.

Die Baie de Somme erstreckt sich über ungefähr 3.000 Hektar. Zu ihr gehören Salzwiesen, die von pré-salé-Schafen beweidet werden. Weiter im Marquenterre sind die Dünen durch den allmählichen Vormarsch des Sands landeinwärts entstanden. An den Sandbänken der Baie de Somme ziehen sich Robben auf, während Wasserflächen Wasservögel und Zugvögel anziehen. In den Dünen finden sich Kaninchen, Strandkiefern und Strandhafer. Salzwiesen und Wasserflächen der Baie de Somme stehen den Dünen des Marquenterre gegenüber.

Wandern und unterwegs sein

Das Wegenetz in Hauts-de-France umfasst ungefähr 180.000 Kilometer beschilderte und gepflegte Wege, darunter GR-, GRP- und PR-Routen. Sie führen zu Wäldern, Naturschutzgebieten und Bergbaulandschaften. Der GR120 folgt auf 284 Kilometern den Stränden entlang der Küste. In den Dunes de Slack führen Wanderwege durch Kiefernwälder, Schilfgebiete und den Küstensaum. Ein anderes Erlebnis bietet das regionale points-noeuds-Wandernetz, das Wege mit flämisch geprägten Estaminets und Hopfenfeldern verbindet.

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Auch bei der Orientierung mit der Bahn unterscheiden sich die Angebote: An der Picardie-Küste haben Noyelles-sur-Mer und Rue nationalen Bahnverkehr; Cayeux, Saint-Valery-sur-Somme und Le Crotoy werden von einer touristischen Bahn bedient. Calais bietet über den Eurotunnel oder die Fähre Zugang nach Hauts-de-France. Wenn Sie eine dieser Verbindungen in Ihre Planung einbeziehen, prüfen Sie den jeweiligen Fahrplan vorab.

Regionale Küche und die passende Unterkunft

Die Gastronomie von Hauts-de-France verbindet langjährige Traditionen mit avantgardistischer Küche. Sie reicht von modernen Bistros bis zu gehobenen Pâtisserien. Eine Destillerie in Wambrechies blickt auf mehr als 200 Jahre Betriebsgeschichte zurück; als gelistetes historisches Denkmal steht sie zugleich für Industriearchitektur des späten 19. Jahrhunderts.

Richten Sie Ihre Suche an den Orten und Erlebnissen aus, die zu Ihrem Reiseplan passen. So wählen Sie eine Unterkunft nach dem Charakter Ihrer Reise, statt sich von einem einzelnen Sehenswürdigkeitenamen leiten zu lassen.

Weitere Reiseziele entdecken: Nord, Pas-De-Calais, Renty, Languedoc-Roussillon, Korsika, Aquitanien, Paris, Ile-De-France

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Frankreich.

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