Bas-Lieu: Bocage-Landschaft und Kulturerbe
Unterkünfte in Bas-Lieu
Bas-Lieu verbindet ein von Wiesen, Hecken und Wasser geprägtes Landschaftsbild mit einem Kulturerbe, das von Oratorien bis zu archäologischen Spuren reicht. Für die Planung Ihres Aufenthalts ergeben sich so unterschiedliche Blickwinkel: Wanderwege im Umfeld, besondere Bauformen im Ort und eine Geschichte mit Bezügen zur gallorömischen Zeit und zur Schlacht von Wattignies.
Landschaft und Wanderwege
Die ZNIEFF 310013732 umfasst Bas-Lieu und gilt als Bocage-Tal. Zu dieser Landschaft gehören feuchte Wiesen, die beweidet und gemäht werden, sowie ein Netz aus Hecken, Teichen, Wasserläufen und Wasserflächen. Zusammen ergeben diese Merkmale ein Bild, in dem offene Wiesen, Hecken und stehende wie fließende Gewässer eine Rolle spielen.
Im Umfeld von Bas-Lieu gibt es 30 markierte Wanderwege mit insgesamt 297 km Wegstrecke; alle 30 verfügen über GPS-Tracks. Die 297 km beziehen sich auf die Wegstrecke insgesamt, nicht auf eine einzelne Tour. Prüfen Sie vor der Wanderung den Status der konkret ausgewählten Route.
Oratorien und Kapellen
Bas-Lieu verfügt über sechs Oratorien und zwei Kapellen. Das Oratorium Saint-Liénard ist das älteste Bauwerk von Bas-Lieu und zugleich das einzige zylindrische Oratorium der Gemeinde. Es steht am Eingang des nach ihm benannten Weges. Das Oratorium Saint-Antoine-de-Padoue hat dagegen die Form einer Kapelle mit Satteldach. Saint-Liénard und Saint-Antoine-de-Padoue lassen sich damit anhand ihrer Bauformen unterscheiden: zylindrisch auf der einen, kapellenförmig mit Satteldach auf der anderen Seite.
Auch die Ortsbezüge der weiteren Oratorien sind verschieden. Notre-Dame-des-Affligés ist in die Mauer einer Scheune in der 68 rue de Guersignies eingelassen. Sainte-Pétronille ist am Ort La Verte Vallée im Hof eines alten Bauernhofs zu sehen und lehnt an der Hauswand. Damit stehen eine Einlassung in eine Scheunenmauer und ein Standort im Hof mit unmittelbarem Bezug zur Hauswand nebeneinander.
Geschichte zwischen Schlacht und Antike
Die nicht mehr bestehende Cense à Longe in Bas-Lieu diente während der Schlacht von Wattignies 1793 den Generälen Jourdan und Carnot als Hauptquartier. Dieser militärhistorische Bezug ergänzt die Ortsgeschichte um eine konkrete Episode des 18. Jahrhunderts.
Auch die Haie d’Avesnes verbindet Landschafts- und Siedlungsgeschichte. Das so bezeichnete Waldgebiet bedeckte früher den größten Teil des heutigen Gemeindegebiets von Bas-Lieu. An der Haie d’Avesnes wurden römische Fundamentreste und Dachziegel durch Feldbegehungen und Sondierungen in den 1970er-Jahren bestätigt. Funde deuten auf eine gallorömische ländliche Siedlung aus dem 2. bis 4. Jahrhundert hin. Ein 1805 entdecktes römisches Grab gehört zu einer mit dieser Siedlung verbundenen Nekropole. Die Zeitangaben haben dabei unterschiedliche Rollen: Das 2. bis 4. Jahrhundert bezieht sich auf die Siedlung, 1805 auf die Entdeckung des Grabes.
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