Ban-De-Sapt: Kulturgeschichte und Wege entdecken
Unterkünfte in Ban-De-Sapt
Wer ein Hotel in Ban-De-Sapt sucht, kann den Ort anhand seiner Kulturgeschichte und der Wege rund um die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg einordnen. Die Kirche Saint-Grégoire, die Nécropole nationale de la Fontenelle und mehrere beschriebene Wanderwege setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Architektur und Ausstattung, das Gedenken an Gefallene oder die Geschichte der Frontstellungen.
Saint-Grégoire: Wiederaufbau und Harmonium
Die frühere Kirche Saint-Grégoire wurde während der Kämpfe des Ersten Weltkriegs zerstört. Der Ersatzbau wurde am 1. Juni 1930 geweiht. Als seltenes Beispiel der Architektur des Wiederaufbaus nach dem Ersten Weltkrieg nimmt die Kirche in Architektur und Ausstattung Bezug auf romanische Vorbilder. Damit verbindet sie eine konkrete Baugeschichte mit einer erkennbaren architektonischen Orientierung.
Zum kulturellen Erbe gehört auch das Harmonium der Kirche. Es wurde wahrscheinlich um 1855 von Cavaillé-Coll in Paris gebaut und im Dezember 1929 von der Pfarrei Ban-de-Sapt erworben. Seit dem 20. Dezember 1989 ist es als geschütztes Objekt eingestuft. Die Angaben zu Bauzeit und Hersteller bleiben eine wahrscheinliche Zuschreibung; der Erwerb durch die Pfarrei ist für Dezember 1929 angegeben.
Fontenelle und die Erinnerung an den Krieg
La Fontenelle, die Höhe 627, war 1915 eine strategische Stellung, um die gekämpft wurde. Französische Truppen nahmen sie am 8. und 9. Juli 1915 zurück. Auf dem Gipfel der Höhe wurde 1921 die Nécropole nationale de la Fontenelle errichtet, um der dort gefallenen Soldaten zu gedenken. Sie umfasst die Gräber von 2.346 Soldaten, darunter 1.382 in Gemeinschaftsgräbern.
Von der Nécropole beginnen drei Erinnerungspfade, die sich mit den schwierigen Kriegsjahren des Ersten Weltkriegs befassen. Ein konkretes Bild der damaligen Landschaft vermitteln die Beschreibungen des Sentier des Hameaux morts pour la France: Auf dem markierten, leichten Weg von 4,5 Kilometern mit zehn erläuternden Tafeln sind Ruinen, ehemalige Unterstände und Bereiche des Minenkriegs sichtbar.
Wege nach Länge und Thema vergleichen
Die angegebenen Gehzeiten machen den Unterschied zwischen zwei weiteren Wegprofilen greifbar. Der markierte, leichte Sentier de la Cote 627 ist 1,2 Kilometer lang; 45 erläuternde Tafeln begleiten die Strecke, für die eine Gehzeit von 30 Minuten angegeben ist. Der Sentier des Lignes de Front ist mit 22 Kilometern und sieben Stunden deutlich länger und als mittelschwer beschrieben. Inhaltlich vermittelt er französische, amerikanische und deutsche Perspektiven auf den Ersten Weltkrieg.
Auch der Circuit pédestre – Ban de Sapt lässt sich nach seinen Streckendaten einordnen: Er beginnt im Weiler Launois, ist 17 Kilometer lang und weist einen angegebenen Höhenunterschied von 250 Metern auf. Für diesen Weg ist hier keine Gehzeit Teil der Beschreibung. Bei allen Wegen können sich die Bedingungen ändern; prüfen Sie die Wegverhältnisse vor Ihrer Tour.
Jardins de Callunes: Gartenlandschaft und Geschichte
Die Jardins de Callunes sind ein vier Hektar großer englischer Landschaftspark mit Heidepflanzen. Zu den Bereichen gehören ein Kiefernwald, ein Wasserfall und ein blühender Schützengraben. Die Geschichte der Anlage reicht in die Jahre 1994 bis 1996 zurück: Damals wurde ein ehemaliger Steinbruch, der zuvor als Deponie genutzt worden war, in einen botanischen Landschaftsgarten umgewandelt.
Für die Besichtigung sind individuelle selbstständige und pädagogische Besuche sowie Besuche ausschließlich der Außenbereiche möglich. Da sich Besucherangebote ändern können, prüfen Sie vor der Planung, welche Besichtigungsform verfügbar ist. So lassen sich die Gartengestaltung und die ungewöhnliche Geschichte des Geländes in die eigene Auswahl der Ziele für den Aufenthalt einbeziehen.
Weitere Reiseziele entdecken: Celles-Sur-Plaine, Autrey, Docelles, La Chapelle-Aux-Bois, Saint-Jean-D'ormont, Fresse-Sur-Moselle, Ainvelle, Domrémy-la-Pucelle.
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