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Nennhausen: Schlosspark, Kirche und Fouqués literarisches Erbe

Unterkünfte in Nennhausen

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Wer ein Hotel in Nennhausen sucht, kann den Aufenthalt nach den eigenen Reiseschwerpunkten planen: Im Ort stehen Schloss- und Kirchengeschichte neben literarischen Bezügen; für Naturbeobachtung kommen Ziele im nahen Umfeld und im größeren Havelland hinzu. Nennhausen liegt im Naturpark Westhavelland. So lässt sich abwägen, ob Sie vor allem Zeit mit Bau- und Literaturgeschichte verbringen oder auch die weitere Landschaft erkunden möchten.

Schlosspark und literarische Geschichte

Schloss Nennhausen wurde 1737 erbaut und steht unter Denkmalschutz. Es befindet sich in Privateigentum und wird privat genutzt. Der Schlosspark ist öffentlich zugänglich und im englischen Landschaftsstil gestaltet. Wenn Ihr Besuch vom Zugang zum Park abhängt, prüfen Sie vorab die aktuelle Zugänglichkeit.

Ein Spaziergang durch Landschaftspark Nennhausen verbindet verschiedene literarische Motive: Zu sehen sind Keramik-Porträtmedaillons und Zitate sowie Figuren der Undine und der Effi Briest. Friedrich Baron de la Motte Fouqué, Verfasser des Märchens Undine, lebte von 1802 bis 1833 in Nennhausen. Die Figur im Park und Fouqués Lebensgeschichte bilden dabei zwei konkrete Anknüpfungspunkte für einen kulturgeschichtlichen Rundgang.

Schloss Nennhausen ist außerdem Veranstaltungsort regelmäßiger Konzerte und Lesungen. Die Termine und das Programm können wechseln; prüfen Sie deshalb vor einer geplanten Teilnahme die aktuellen Veranstaltungstermine. So können Sie den Spaziergang durch den Park und einen möglichen Veranstaltungsbesuch als unterschiedliche Teile Ihres Aufenthalts einplanen.

Kirche und Altes Gärtnerhaus

Die Kirche Nennhausen ist eine verputzte, rechteckige Saalkirche aus Feldstein. An ihrer Südwand befindet sich ein großes Epitaph. Die Kirche hat eine mehr als 300 Jahre alte Krypta. Außerdem ist eine Mumie in einem Zinksarg zu sehen. Besichtigungen sind nach vorheriger telefonischer Vereinbarung möglich.

Das Alte Gärtnerhaus ergänzt diese Baugeschichte um einen Einblick in die Romantik und Fouqués Leben in Nennhausen. Das Gebäude wurde um 1719 errichtet und ist das älteste erhaltene Wohngebäude der Region. In zwei seiner Räume befindet sich eine Ausstellung zu diesen Themen. Kirche und Gärtnerhaus setzen damit unterschiedliche Schwerpunkte: Hier stehen sakrale Architektur und historische Details, dort Romantik und Literaturgeschichte im Vordergrund.

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Natur in der Nähe und im Havelland

Für Vogelbeobachtung bietet das Naturschutzgebiet der Großtrappen rund um Buckow bei Nennhausen Möglichkeiten in offenen Luchwiesen. Auch der Ferchesarer See, der in der Nähe liegt, bietet Wassersport, Angeln und Baden.

Im größeren Reiseziel Havelland laden die Wälder zwischen Nennhausen, Stechow, Kotzen und Ferchesar zum Wandern, Reiten und Radfahren ein. Feuchtgebiete, Moore und sandige Böden bilden dort eine Kulisse für Naturerlebnisse zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Das Havelländische Luch gilt als eine der letzten intakten Niederungsmoorlandschaften Mitteleuropas.

Anreise und Planung

Nennhausen hat einen Regionalbahn-Halt an der Strecke Rathenow–Berlin–Cottbus. Wenn Sie mit der Bahn anreisen möchten, prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan, da sich die Bedienungsmuster ändern können. Für die Planung sind damit zwei praktische Punkte zu unterscheiden: die Zugänglichkeit des Schlossparks und der Kirche sowie die konkreten Fahrtzeiten. Während Sie für die Kirche eine telefonische Vereinbarung benötigen, lohnt sich beim Park ein Blick auf die aktuelle Zugänglichkeit. So können Sie die kulturellen Stationen vor Ort mit den Naturzielen in der näheren Umgebung oder im Havelland verbinden.

Weitere Reiseziele entdecken: Schönwalde-Glien, Semlin, Gollenberg, Börnicke, Dallgow-Döberitz, Retzow, Friesack, Ketzin.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Havelland.

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