Börnicke: Dorfkirche, Geschichte und Luchlandschaft
Unterkünfte in Börnicke
Wenn Sie Börnicke als Reiseziel wählen, treffen Dorfgeschichte, kirchliche Baukunst und die Landschaft des Luchs aufeinander. Die lokalen Schwerpunkte reichen von der spätgotischen Dorfkirche über ein historisches Vierseitgehöft bis zu Wanderungen in Wald und Luch.
Dorfkirche: Baugeschichte und Ausstattung
Die Dorfkirche Börnicke ist ein spätgotischer Backsteinbau mit charakteristischem Blendgiebel; ihr Turm wurde Anfang des 18. Jahrhunderts angebaut. Der Renaissancealtar stammt aus dem Jahr 1604 und wurde 1739 restauriert. Die Kanzel zeigt Bilder der Evangelisten, und auf der Westempore befindet sich eine Gesell-Orgel aus dem Jahr 1850. Die unterschiedlichen Bauteile und Ausstattungsstücke geben Ihnen mehrere konkrete Anknüpfungspunkte für einen kulturgeschichtlichen Blick auf Börnicke.
Erinnerungsorte und historische Gebäude
Die Ortsgeschichte umfasst auch ein frühes Konzentrationslager. Es wurde Mitte Mai 1933 von der SA-Standarte 224 auf dem Gelände der ehemaligen Fabrik errichtet und entwickelte sich während seines dreimonatigen Bestehens zur zentralen Haftstätte für das Osthavelland. Seit 1975 erinnert ein Gedenkstein auf diesem Gelände an der Straße nach Tietzow an die Opfer des frühen Konzentrationslagers. Ort, Zeitraum und Gedenkstein geben der Auseinandersetzung mit diesem Teil der Börnicker Geschichte einen konkreten Bezug.
Ein anderer baulicher Schwerpunkt ist das Vierseitgehöft in der Mitteldorf 6. Es umfasst ein Wohnhaus, zwei Ställe und Scheunen. Das Wohnhaus ist ein klassizistischer Bau aus der Zeit um 1870/80. Dabei lässt sich die Gesamtanlage vom einzelnen Gebäude unterscheiden: Die genannten Gebäudeteile beschreiben den Hof, während Stilrichtung und ungefähre Bauzeit das Wohnhaus betreffen. Neben der Kirche steht hier also ein Hofensemble im Mittelpunkt, nicht ein einzelner Sakralbau.
Zwischen Luch, Wald und Alleenstraße
Börnicke liegt an der Grenze zwischen dem Havelländischen Luch und dem Ländchen Glien. Der Wald und das weite, ruhige Luchgebiet rund um Börnicke laden zu ausgedehnten Wanderungen ein. Außerdem liegt der Ort an der Deutschen Alleenstraße. Für Ihre Reiseplanung ergeben sich daraus unterschiedliche Bezugspunkte: die Landschaft, die zum Wandern einlädt, und eine benannte Straßenroute. Wenn Sie eine Fahrt an der Deutschen Alleenstraße in Betracht ziehen, kann Börnickes Lage an dieser Route für Ihre Ortsauswahl eine Rolle spielen.
Ergänzende Kulturorte im übergeordneten Reiseziel Nauen
Nauen hat eine eigene historische Altstadt: Fast der gesamte historische Altstadtkern ist erhalten. St. Jacobi am Martin-Luther-Platz im Zentrum der Nauener Altstadt ist eine dreischiffige Hallenkirche der Backsteingotik, in der Spätgotik aus roten Mauerziegeln erbaut. An den Hauptstraßen prägen große Gründerzeitgebäude das Bild, während in den Seitenstraßen kleine Ackerbürgerhäuser stehen. So bietet Nauen als übergeordnetes Reiseziel einen städtischen historischen Kontext neben den dörflichen Baudenkmälern Börnickes.
Auch Ribbeck ist ein Ortsteil von Nauen. Sein Dorfkern bildet ein historisches Ensemble aus Schloss, Kirche, berühmtem Birnbaum, Alter Schule und Pfarrgarten. Ein beschilderter historischer Rundgang führt rund um den Dorfanger und nimmt Bezug auf das Jahr 1889. Die alte Dorfschule beherbergt ein vollständig eingerichtetes historisches Klassenzimmer.
Weitere Reiseziele entdecken: Premnitz, Havelaue, Gollenberg, Brieselang, Nauen, Kotzen, Schönwalde-Glien, Wassersuppe.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Havelland.