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Huglfing entdecken

Unterkünfte in Huglfing

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Für Ihre Wahl eines Aufenthaltsziels bietet Huglfing mehrere klar unterscheidbare Anknüpfungspunkte: historische Sakralbauten, ein Quellmoor als Naturdenkmal und einen Stein-Erlebnisweg mit Informationen und Spielstationen. So lässt sich der Ort über seine Baugeschichte ebenso betrachten wie über die Landschaft des Pfaffenwinkels und die Geschichte des Steinabbaus.

Kirchengeschichte in mehreren Bauphasen

Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Magnus ist ein denkmalgeschütztes Gotteshaus in Huglfing. Ihr Turm stammt von einem romanischen Vorgängerbau aus der Zeit um 1100; die spätere gotische Kirche entstand 1501. 1773 und 1843 wurde sie umgebaut, verlängert und im Rokokostil umgestaltet. Die zeitliche Abfolge reicht damit vom romanischen Vorgängerbau über den gotischen Kirchenbau bis zu den späteren Umbauten. Der Vergleich zwischen dem um 1100 datierten Turm und dem Kirchenbau von 1501 macht den zeitlichen Abstand der Bauphasen deutlich.

Eine weitere Station der Huglfinger Baugeschichte ist die Sebastianskapelle. Sie wurde zwischen 1573 und 1606 als Grabkapelle für die Edlen von Romegg angebaut, 1773 umgestaltet und 1882 erneut umgebaut. Außerdem wurde sie dem heiligen Sebastian gewidmet. Von 2016 bis 2022 wurde die Kapelle umfassend renoviert. Ihre Geschichte verbindet damit eine konkrete ursprüngliche Nutzung mit späteren baulichen Veränderungen und der Widmung an den Heiligen.

Kultur im alten Stellwerk

Der Kunst- und Kulturverein ausstellwerk Huglfing e.V. befindet sich im alten Stellwerk und im Lagerschuppen des Bahnhofs Huglfing. Der Ort des Vereins prägt seinen kulturellen Rahmen: Die Vereinsräume liegen in Gebäuden des Bahnhofs, und der Verein hat bereits Kunstausstellungen und Kulturveranstaltungen durchgeführt. Damit ergänzt das ausstellwerk die Sakralbauten um einen anderen Zugang zu Kunst und Kultur im Ort.

Die Vortragsreihe „Bild und Wort“ begann im Winter 2012/2013. Ihr früheres Jahresprogramm umfasste regelmäßig drei Vorträge pro Jahr zu unterschiedlichen Themen. Wenn Sie einen Vortrag besuchen möchten, prüfen Sie die aktuellen Termine vorab beim Verein.

Quellmoor und Landschaft

Huglfing liegt zwischen sanften Moränenhügeln und den weiten Wiesen des Pfaffenwinkels. Ein besonderes Naturmerkmal befindet sich am südöstlichen Ortsrand: Dort tritt Quellwasser aus würmzeitlichen Schottern aus. In einer Senke bildeten sich ein flaches Moor und Kalkabscheidungen. Das Quellmoor ist ein flächenhaftes Naturdenkmal und gilt als heimatkundlich und touristisch bedeutendes Geotop. Die Entstehung aus Quellwasser und Schottern gibt dem Naturraum eine konkrete geologische Geschichte; zugleich ist das Moor als Naturdenkmal ausgewiesen.

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Der Stein-Erlebnisweg

Auch der Stein-Erlebnisweg rund um Huglfing greift die örtliche Geschichte des Abbaus auf. An Stellen, an denen gegenwärtig oder früher Kies und Tuffstein abgebaut wurden, gibt es Informationen und Spielstationen zum Thema Stein. Der thematische Schwerpunkt verbindet so Wissenswertes über Gestein und Abbau mit spielerischen Elementen, ohne dass dafür ein bestimmter Zeitaufwand vorausgesetzt wird. Zur Orientierung: Der Weg führt in den Ortsbereich von Huglfing und über die Steinbruchstraße zurück zum Bahnhof.

Damit unterscheiden sich die Themen vor Ort deutlich: St. Magnus und die Sebastianskapelle stehen für Bau- und Kirchengeschichte, das Quellmoor für die geologische Entwicklung und den Naturschutz, der Stein-Erlebnisweg für die Beschäftigung mit Stein und Abbau. Sie können diese Schwerpunkte als unterschiedliche Anknüpfungspunkte für Ihre Reiseplanung nutzen.

Ein ausgezeichneter Dorfcharakter

Huglfing erhielt im europäischen Wettbewerb Entente Florale Europe die Goldmedaille plus für herausragende Dorfgestaltung, Nachhaltigkeit und bürgerschaftliches Miteinander. Neben den einzelnen Bauwerken und Naturmerkmalen lenkt diese Auszeichnung den Blick auf die Gestaltung des Ortes als Ganzes.

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