Habach: Stiftsgeschichte, Kirchenkunst und Dorftraditionen
Unterkünfte in Habach
Habach verbindet ein historisches Ortsbild mit wiederkehrenden Festen und naturnahen Landschaftsräumen. Wenn Sie ein Hotel in Habach suchen, können Sie Ihren Aufenthalt nach dem Schwerpunkt planen: Möchten Sie den ehemaligen Stiftsort und seine Kirchen kennenlernen, einen Festtermin berücksichtigen oder Zeit im Freien verbringen? Die örtlichen Themen helfen bei der Wahl des Reisezeitraums. Prüfen Sie für Ihre Planung die öffentlichen Verkehrsverbindungen und den konkreten Termin eines Festes.
Ortskern und Stiftsgeschichte
Das geschützte Ensemble Ortskern Habach umfasst den an der Hauptstraße gelegenen Kernbereich des ehemaligen Kollegiats-Stiftsdorfs. Entlang der Straße sind sechs größere Häuser als frühere Stiftshäuser der Kanoniker erkennbar. Auch der ehemalige Altwirt an der Hauptstraße 5 gehört zur Ortsgeschichte: Der denkmalgeschützte frühere Gasthof mit Herberge stammt aus dem Jahr 1626. Erneuert wurde das Gebäude Anfang des 18. Jahrhunderts sowie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die früheren Funktionen und Bauzeiten geben dem historischen Ortskern mehrere unterschiedliche Bezugspunkte.
Kirchen und Bauformen
Die heutige barocke Pfarrkirche St. Ulrich entstand zwischen 1662 und 1668; am 14. Oktober 1668 weihte sie der Augsburger Weihbischof Kaspar Zeiler. Der Hochaltar wurde vom Weilheimer Künstler Ambros Degler geschaffen. Das Altarbild malte 1681 der Murnauer Maler Simon Bernhard. Es zeigt den heiligen Ulrich sowie die Schlacht auf dem Lechfeld. Bauzeit und Bild gehören damit zu unterschiedlichen historischen Etappen. Südwestlich der Kirche liegt der Ulrichsbrunnen, der als einer der ältesten Ulrichsbrunnen im Bistum Augsburg gilt.
Eine andere Bauform zeigt das denkmalgeschützte Mesnerhaus am Hofbichlweg 2, früher Moserhaus genannt. Es ist ein Werdenfelser Bauernhaus des Typs Mittertenn: Der Wohnteil liegt links, die Stallung rechts. Die räumliche Aufteilung ist Teil der Beschreibung dieses Gebäudetyps und ergänzt die Geschichte des früheren Stiftsdorfs um ein ländliches Bauwerk.
Eine weitere Kirchenstation liegt in Dürnhausen, innerhalb der Gemeinde Habach und außerhalb des Ortskerns. Die katholische Filialkirche St. Martin besitzt ein romanisches Langhaus aus dem Jahr 1063. Chor und Turm stammen aus dem 15. Jahrhundert; um 1670 wurde die Kirche barockisiert. So lassen sich die verschiedenen Bauphasen von Langhaus, Chor und Turm zeitlich voneinander unterscheiden.
Die historische Ortsführung verläuft durch die Hauptstraße, entlang des Heubachs und über den Kirchhofbichl. Sie verbindet mehrere benannte Bereiche Habachs mit dem Thema Ortsgeschichte.
Landschaft und Aufenthalt im Freien
Im Habacher Gemeindegebiet gibt es naturnahe Feuchtgebiete mit Mooren, Streuwiesen, Weihern und Uferzonen. In der Habacher Feldflur gehört der Wiesleitenweiher zu den besonders naturnahen und artenreichen Weihern. Der Koppenbergweiher ist von der Ortsmitte aus zu Fuß erreichbar. Im Sommer gibt es in Habach außerdem Bademöglichkeiten. Wasserqualität und örtliche Bedingungen können sich ändern; informieren Sie sich vor dem Baden über die aktuelle Situation.
Feste, Einkehr und Anreise
Der Habacher Faschingszug zieht alle fünf Jahre am Faschingsdienstag durch die Straßen. Auch das traditionelle Erntedankfest mit Festzug findet alle fünf Jahre statt. Jährlich wird am Abend des Ostersonntags das Habacher Osterfeuer auf dem Hinterfeld entzündet. Die unterschiedlichen Rhythmen machen den konkreten Kalender für Ihre Reiseplanung wichtig. Wenn Sie wegen eines Festes anreisen möchten, prüfen Sie den Termin für das betreffende Jahr.
Das Eichbichl-Stüberl bietet traditionelle bayerische Küche, zünftige Brotzeiten und einen Biergarten. Betrieb und Öffnungszeiten können sich ändern; prüfen Sie daher die aktuellen Angaben vor einem Besuch.
Habach ist über die A95 und die B472 sowie mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Für die Anreise mit Bus und Bahn sollten Sie die aktuellen Verbindungen vorab prüfen.
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