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Wessobrunn: Kloster, Kunst und Natur

Unterkünfte in Wessobrunn

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Wessobrunn zwischen Kloster, Kunst und Natur

Wessobrunn ist durch das bedeutende ehemalige Benediktinerkloster Altbayerns geprägt. Die erhaltenen Innenräume des Klosters weisen barocke Stuckaturen und Raumdekorationen auf. Für Ihre Reiseplanung bieten sich verschiedene Schwerpunkte an: die Geschichte des Klosters, kirchliche Kunst und markante Naturmerkmale.

Führungen durch den Prälatentrakt umfassen die Besichtigung des Magdalenensaals und des Tassilosaals. Prüfen Sie vor der Reise den aktuellen Terminplan. Einen Überblick über die Geschichte des Klosters und die Bedeutung der Wessobrunner Künstler bietet das Informationszentrum im alten Rathaus, dem früheren Schulhaus von Wessobrunn. Da die Öffnungszeiten saisonal sind, empfiehlt sich auch hier ein Blick auf die aktuellen Angaben vor dem Besuch.

Brunnenhalle und kirchliche Kunst

An den Drei Quellen fließen die Quellen in Kreuzesform zusammen; über viele Jahrhunderte hinweg wurden sie verehrt. Dort steht die offene, dreibögige Brunnenhalle, die 1735 nach Plänen von Joseph Schmuzer erbaut wurde. In der Halle befinden sich ein Gemälde zur Gründungslegende und eine Klosteransicht nach dem Idealplan von Johann Schmuzer. So treffen an diesem Ort die Quellenlandschaft, die Architektur der Halle und Darstellungen zur Klostergeschichte aufeinander.

Auch die Mariengrotte verbindet Baugeschichte und religiöse Kunst. Sie wurde 2009 aus Tuffsteinen der ehemaligen Klosterkirche erbaut und am 11. Oktober desselben Jahres vom Augsburger Bischof geweiht. In der Grotte befindet sich eine Kopie der Statue „Mutter der Heiligen Hoffnung“, die um 1235 bis 1250 entstand.

In der Pfarrkirche St. Johannes Baptist schuf Thassilo Zöpf die Stuckausstattung und die Altäre. Die Fresken stammen von Johann Baptist Baader, der sie in den Jahren 1758 und 1759 schuf. Ebenfalls in der Kirche befindet sich das spätromanische Wessobrunner Kreuz: Es entstand um 1250, sein Künstler ist unbekannt. Die verschiedenen Werke stehen damit für unterschiedliche Zeiten und Formen der kirchlichen Kunst in Wessobrunn.

Erinnerungsorte und Lapidarium

Die Kreuzbergkapelle erinnert an die 955 von den Ungarn ermordeten Mönche. Matthäus Günther schuf 1771 das Deckenfresko der Kapelle. Eine Steinplatte an der Ostseite ihres Turms erinnert an die Erbauungszeit im Jahr 1595.

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Im Erdgeschoss des mittelalterlichen Glockenturms befindet sich ein Lapidarium. Der Turm ist auch als Römerturm oder „Grauer Herzog“ bekannt; im Lapidarium werden mittelalterliche Steinfragmente aus abgebrochenen Teilen des Klosters und der Klosterkirche bewahrt. Von April bis Oktober ist es bis zum Eingangsgitter kostenlos zugänglich. Prüfen Sie die saisonalen Zugangsangaben vor Ihrer Reise.

Tassilolinde und Paterzeller Eibenwald

Die Tassilolinde ist eine etwa 17 Meter hohe Sommer-Linde (Tilia platyphyllos) mit einem Stammumfang von ungefähr 14 Metern. Ihr Alter wird auf 700 bis 900 Jahre geschätzt. Seit 1980 ist sie als Naturdenkmal geschützt; im Oktober 2023 wurde sie zum Nationalerbe-Baum ausgerufen. Die ungefähren Maße, die Altersschätzung und die beiden datierten Auszeichnungen geben unterschiedliche Einblicke in diesen markanten Baum.

Ein weiteres Naturthema ist der Paterzeller Eibenwald, ein naturnaher, gemischter und mehrschichtiger Wald mit vielen alten Eiben. Der 1995 angelegte Eibenlehrpfad führt an den markantesten Stellen des Waldes vorbei. Er liegt im zugehörigen Gemeindegebiet und ergänzt die Naturmerkmale des Ortes um einen Weg, dessen Verlauf auf den Wald und seine prägenden Stellen ausgerichtet ist.

Weitere Reiseziele entdecken: Oberhausen, Penzberg, Pähl, Weilheim In Oberbayern, Seeshaupt, Altenstadt, Schongau, Eberfing.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Weilheim-Schongau.

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