Nellingen: Heimatmuseum, Jakobi-Markt und Alb-Bähnle
Unterkünfte in Nellingen
Wer Nellingen als Reiseziel auswählt, kann Ortsgeschichte, Wege im Freien und einen jährlich wiederkehrenden Markttag als unterschiedliche Besuchsanlässe betrachten. Das Heimatmuseum, die Geschichte der Bahnlinie, die verschiedenen Themenwege und das Alb-Bähnle setzen jeweils eigene Schwerpunkte. So lässt sich die Planung danach ausrichten, ob Sie sich besonders für Handwerk und Ortsgeschichte, eine Wanderung, eine Radtour oder einen bestimmten Veranstaltungstermin interessieren.
Heimatmuseum und Geschichte der Bahn
Das Heimatmuseum befindet sich in der Ortsmitte und zeigt Gegenstände aus früheren Zeiten, darunter Leihgaben aus der Nellinger Bürgerschaft. Ein eigener Schwerpunkt ist die Schmalspurbahn zwischen Amstetten und Laichingen: Ihre Geschichte von 1900 bis 1985 wird im Museum in Wort und Bild dokumentiert. Damit stehen Sachzeugnisse aus dem früheren Alltag und die Entwicklung einer Bahnlinie nebeneinander – zwei unterschiedliche Zugänge zur Ortsgeschichte.
Im Dachgeschoss des Heimatmuseums werden örtliche Handwerke wie Schuhmacherei, Küferei, Sattlerei und Weberei gezeigt. Die Weberei ist vom Flachsanbau bis zum Webstuhl dargestellt. Dadurch wird nicht nur ein einzelner Arbeitsschritt aufgegriffen, sondern eine Folge vom Anbau des Rohstoffs bis zum Weben sichtbar. Wer sich für handwerkliche Themen interessiert, findet hier einen anderen Blickwinkel als in der Ausstellung zur Bahn.
Auch das Alb-Bähnle knüpft an die Eisenbahngeschichte an. Es nutzt das verbliebene Reststück der Bahnlinie Amstetten–Laichingen, die 1901 erbaut und 1985 von der WEG stillgelegt wurde. Der Verein Ulmer Eisenbahnfreunde e. V. führt seit 1990 Museumsdampfzugfahrten auf dem Alb-Bähnle durch. Die landschaftlich reizvolle Schmalspurbahn hat eine Spurweite von 1.000 mm; gefahren wird an ausgewählten Terminen auf der Strecke von Amstetten nach Oppingen. Da der Betrieb auf einzelne Termine begrenzt ist, prüfen Sie vor Ihrer Planung den aktuellen Fahrplan.
Wanderwege und Radtouren rund um Nellingen
Das Wegenetz um Nellingen umfasst insgesamt 27 km instand gehaltene und beschilderte Wege. Dazu zählen drei Rundwanderwege der Gemeinde sowie ein Einstiegsweg zum Hauptwanderweg des Schwäbischen Albvereins. Innerhalb dieses Angebots gibt es Wege mit unterschiedlichen Themen und Streckenangaben: Die „Kleinen“ und „Großen Bärenpfade“ laden dazu ein, die Geschichte von Nellingen, Oppingen und Aichen kennenzulernen.
Eine konkrete Längenangabe bietet die 2 km lange Stiegelestour. Sie führt durch Nellingen über Gässle und Stiegele, kurze Querverbindungen, und an beeindruckenden Standorten vorbei. Der „Radler Bärenpfad“ ist dagegen auf das Rad ausgerichtet: Er führt über die Nellinger, Oppinger und Aichener Markung zu ausgeschilderten Punkten, die mit dem Rad erreichbar sind. So lassen sich die Angebote nach Fortbewegungsart und Weglänge unterscheiden, ohne Wander- und Radroute gleichzusetzen. Prüfen Sie vor dem Aufbruch den aktuellen Wegezustand und die Wegweisung vor Ort.
Jakobi-Markt: ein jährlicher Termin
Der Jakobi-Markt gehört zu den jährlichen Festlichkeiten in Nellingen und bietet nahezu 100 Stände sowie Fahrgeschäfte. Zum traditionellen Viehmarkt gehört der Viehauftrieb ab 8 Uhr. Außerdem gibt es jährlich Ponyreiten in der Nellinger Reithalle. Damit verbindet der Markttag verschiedene Programmpunkte – vom Marktgeschehen bis zum Viehmarkt.
Der Markt wird am 25. Juli abgehalten; fällt dieser Tag auf einen Sonntag, kann der Termin abweichen. Wenn Sie Ihre Reise gezielt nach dem Jakobi-Markt planen, prüfen Sie daher den örtlichen Termin für das betreffende Jahr. Das ist besonders hilfreich, wenn der Veranstaltungstag den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts bilden soll.
Weitere Themen im Alb-Donau-Kreis
Auch im Alb-Donau-Kreis gibt es kultur- und naturgeschichtliche Themen, die eine eigene regionale Einordnung bieten. Der Hohle Fels bei Schelklingen ist eine UNESCO-Welterbe-Höhle und Fundort der „Venus vom Hohle Fels“ sowie der „Geierknochenflöte“; beide Funde sind etwa 42.500 Jahre alt. Die Klosteranlage Obermarchtal erhebt sich direkt über der Donau und erhielt ihre heutige Form zwischen 1686 und 1795. Außerdem ist der Alb-Donau-Kreis Teil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Diese Ziele und Zusammenhänge ergänzen die konkreten Nellinger Themen um weitere regionale Kultur- und Landschaftsaspekte.
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