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Ulm entdecken: historische Viertel, Museen und Wege

Unterkünfte in Ulm

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Bei der Suche nach einem Hotel in Ulm hilft es, den geplanten Schwerpunkt des Aufenthalts mitzudenken: Die Stadt bietet Bau- und Technikgeschichte, Museen, Themenwege und einen großen Stadtpark. So können Sie Ihren Besuch an Kultur, Bewegung oder einer Mischung daraus ausrichten. Die einzelnen Orte und Routen setzen unterschiedliche Akzente – von historischen Spuren im Stadtbild bis zu Wegen mit einem klaren Thema.

Ulm Foto: dago

Wasser und Geschichte im Stadtbild

Im Fischer- und Gerberviertel stehen viele Gebäude aus dem 15. bis 17. Jahrhundert mit einem Teil ihrer Fundamente direkt im Wasser. Das Wasser prägte dort auch die frühere Arbeit: Wasserkraft und insgesamt sieben Mühlräder hielten einst den Betrieb aufrecht. Baugeschichte und historische Nutzung lassen sich hier gemeinsam betrachten; die Mühlräder gehören dabei zur früheren, nicht zur heutigen Arbeitswelt des Viertels.

Eine weitere historische Sehenswürdigkeit ist die astronomische Uhr am Ulmer Rathaus. Sie wurde 1520 an der Ostseite installiert. Fünf bewegliche Elemente stellen den Sonnenverlauf mit Auf- und Untergang, die Mondphase, Sonnen- und Mondfinsternisse sowie die Tierkreiszeichen dar. Die Uhr verbindet damit eine Anzeige des Sonnenlaufs mit verschiedenen Himmelserscheinungen. Wer sich für Technikgeschichte interessiert, findet hier einen konkreten Blick darauf, wie solche Vorgänge an einem historischen Bauwerk dargestellt werden.

Museen und besondere Sammlungsstücke

Das Museum Ulm präsentiert in einem denkmalgeschützten Gebäudeensemble aus dem 16. bis 20. Jahrhundert 40.000 Jahre Kunst- und Kulturgeschichte. Zu seinem Bestand gehört der über 40.000 Jahre alte Löwenmensch: eine Mensch-Tier-Skulptur aus Mammutelfenbein. Damit treffen im Museum ein großer zeitlicher Rahmen und ein einzelnes, sehr altes Objekt aus einem bestimmten Material und einer besonderen figürlichen Form zusammen.

Im Museum Brot und Kunst stehen 19 Themeninstallationen zur Sozial-, Kultur- und Technikgeschichte von Landwirtschaft, Ernährung und Brot. Der Blick reicht damit über das Brot als Lebensmittel hinaus und schließt seine kulturellen und technischen Zusammenhänge ein. Im Museum findet außerdem der „Kunstschmaus“ jeden ersten Mittwoch im Monat statt. Wenn Sie diesen Programmpunkt einplanen möchten, prüfen Sie vorab das aktuelle Programm.

Wege mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Der Festungsweg Ulm/Neu-Ulm ist etwa 12,5 Kilometer lang und verbindet erhaltene Bauwerke des Festungsrings. Auf 32 Tafeln geht es um deren Entstehung, Funktion und nachmilitärische Nutzung. Der Ulmer Mühlen Weg führt dagegen zu den Standorten von 22 Mühlen im Stadtgebiet. Seine fünf Themenblöcke zeigen die Entwicklung vom Mühlenbetrieb des 19. Jahrhunderts zur regionalen Industriekultur der Neuzeit. Beide Wege greifen Geschichte auf, richten den Blick aber auf unterschiedliche Bau- und Nutzungsthemen.

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Der 20 Kilometer lange Ulmer Höhenweg verläuft durch den Norden Ulms. Er ist von beiden Endpunkten aus begehbar und beschildert; die Gehzeit beträgt etwa drei Stunden. Für die Planung bietet er damit neben seiner Länge auch eine ungefähre Zeitangabe. Die drei Wege lassen sich vor allem nach ihrem Thema unterscheiden: Festungsbau, Mühlengeschichte oder eine längere Wanderung durch den Norden der Stadt.

Stadtpark, Radwege und Fortbewegung

Die Friedrichsau ist Ulms großer Stadtpark und verfügt unter anderem über einen Baumlehrpfad. Das ergänzt die historischen Ziele und Themenwege um einen Park mit einem konkreten Natur- und Lernangebot. Für Radreisende ist die weitere Einordnung relevant: Ulm/Neu-Ulm liegt am Schnittpunkt von sieben Fernradwegen.

Ulm/Neu-Ulm lässt sich vielfach zu Fuß erkunden. Für längere Strecken stehen Busse und Straßenbahnen zur Verfügung; in der Region können Sie sich auch mit Bahn und Fahrrad fortbewegen. Für Ihre Aufenthaltsplanung können Sie daher zunächst überlegen, welche Themen Sie besonders interessieren und welche Wege Sie einbeziehen möchten. Die genannten Routen unterscheiden sich in Länge, ungefährer Gehzeit – sofern angegeben – und Schwerpunkt. Am Ulmer Münster ist ein Turmaufstieg bis zur zweiten Plattform in 102 Metern Höhe möglich; prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Besuchsinformationen.

Weitere Reiseziele entdecken: Bernstadt, Obermarchtal, Dornstadt, Börslingen, Langenau, Öpfingen, Ballendorf, Asselfingen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Alb-Donau-Kreis.

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