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Anuradhapura – Heiligtümer und Museen

Unterkünfte in Anuradhapura

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Anuradhapura lässt sich über drei Blickwinkel erschließen: die lange politische und religiöse Geschichte, die heiligen Orte und die Museen. Die Stadt war 1.300 Jahre lang eine ceylonesische politische und religiöse Hauptstadt und wurde nach einer Invasion im Jahr 993 verlassen. Für die Reiseplanung hilft es, diese lange Zeitspanne von den konkreten historischen Bezugspunkten zu unterscheiden: Heiligtümer und Museen eröffnen unterschiedliche Zugänge zur Geschichte des Ortes.

Heilige Orte und ihre historischen Bezüge

Der Siri Maha Bodhi gilt als der älteste historische Baum der Welt. Der Überlieferung zufolge brachte Theree Sangamitta ihn nach Sri Lanka; König Devanampiyatissa pflanzte den Baum in Mahameghawana unter Anleitung von Arahant Mihindu Maha Thero. Bei diesem heiligen Ort stehen damit sowohl die zugeschriebene Besonderheit des Baumes als auch die überlieferte Geschichte seiner Pflanzung im Mittelpunkt.

Der Isurumuniya-Tempel liegt südlich von Sri Maha Bodhi am Ufer des Tissa Wewa. Diese doppelte Einordnung – südlich des heiligen Baums und an einem Seeufer – macht Isurumuniya als eigenen Ort kenntlich. Die Lagebeziehungen geben Ihnen einen konkreten Orientierungspunkt, ohne Tempel und Baum gleichzusetzen.

Lovamahapaya, auch Brazen Palace genannt, ist einer der acht heiligen Orte Anuradhapuras. Es liegt im Mahamegha-Hain zwischen dem heiligen Bodhi-Baum und dem Ruvanweli-Stupa. Die beiden benannten Bezugspunkte bieten eine andere Orientierung als die Uferlage von Isurumuniya; so lassen sich die Heiligtümer anhand ihrer jeweiligen räumlichen Beziehungen unterscheiden.

Museen mit unterschiedlichen Bezugspunkten

Das archäologische Museum Puravidu Bhavana wurde 1947 auf maßgebliche Initiative von Dr. Senarath Paranavitana gegründet. Damit tritt neben die religiösen Orte eine institutionelle Geschichte mit einem konkreten Gründungsjahr und einer ausdrücklich benannten Initiative. Diese Perspektive ergänzt die räumliche Einordnung der Tempel und Heiligtümer um die Geschichte eines Museums.

Das Abhayagiriya Museum befindet sich innerhalb des antiken Klosterkomplexes Abhayagiriya in Anuradhapura. Hier steht der Standort des Museums innerhalb des Komplexes im Vordergrund. Im Vergleich zu Puravidu Bhavana geht es also nicht um ein Gründungsjahr, sondern um die Beziehung zwischen Museum und historischem Ort.

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Das Anuradhapura Folk Museum wurde am 22. August 1971 als Provinzmuseum unter dem Department of National Museums gegründet. Die drei Museen lassen sich so anhand unterschiedlicher Informationen unterscheiden: Puravidu Bhavana durch Jahr und Initiative, das Abhayagiriya Museum durch seinen Standort im Klosterkomplex und das Folk Museum durch Gründungsdatum und institutionellen Status. Das hilft Ihnen, die Museumsorte nach dem Aspekt einzuordnen, der Sie besonders interessiert.

Historische Einordnung in der Nördlichen Zentralprovinz

In der Nördlichen Zentralprovinz führt die historische Einordnung über Anuradhapura hinaus. Polonnaruwa wurde nach der Zerstörung Anuradhapuras im Jahr 993 zur zweiten Hauptstadt Sri Lankas. Dieser Wechsel eröffnet eine regionale Perspektive auf die Abfolge politischer Zentren des Landes.

Ein weiterer Bezugspunkt in der Nördlichen Zentralprovinz ist die Buddha-Statue von Avukana nahe Kalawewa im Distrikt Anuradhapura. Sie ist eine 11,36 Meter hohe, aus Fels gehauene stehende Darstellung auf einem Lotussockel. Von ihr wird angenommen, dass sie während der Herrschaft König Datusenas im 5. Jahrhundert n. Chr. errichtet wurde. Ihre genaue Gestalt und die vorsichtig zugeschriebene Datierung ergänzen den Blick auf die historischen Orte der Region.

Weitere Reiseziele entdecken: Kekirawa, Pahala Maragahawewa, Medawachchiya, Habarana, Mihintale

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Anuradhapura.

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