Sri Lanka: Kulturerbe, Regenwald und Küste
Unterkünfte in Sri Lanka
Ein etwa 180 Meter hoher Granitgipfel trägt die antike Stadt Sigiriya; Ruinen ehemaliger Hauptstädte, heilige Pilgerstätten und historische Befestigungen prägen weitere Facetten des kulturellen Erbes Sri Lankas. Dazu kommen tropischer Regenwald, feuchte Lebensräume im Yala-Nationalpark, Korallen vor Hikkaduwa und Walbeobachtung vor Mirissa. Überlegen Sie für Ihre Reiseplanung zuerst, ob Baugeschichte, religiöse Orte, Natur oder Küstenerlebnisse im Vordergrund stehen sollen.
Kulturerbe und historische Orte
Anuradhapura wurde etwa im 5. Jahrhundert v. Chr. gegründet und war Sri Lankas erste Hauptstadt. Die restaurierten Überreste der antiken Stadt liegen in Parks nördlich und westlich der modernen Stadt. Polonnaruwa wurde nach der Zerstörung Anuradhapuras im Jahr 993 zur zweiten Hauptstadt. Zu den monumentalen Ruinen dort gehört eine Gartenstadt, die Parakramabahu I. im 12. Jahrhundert anlegen ließ. Im Gal Vihara sind vier Buddha-Statuen aus einer Granitfelswand herausgehauen.
Sigiriya ist eine antike Felsenfestung und Burgen- beziehungsweise Palastruine im Distrikt Matale. Die Stadt liegt an den steilen Hängen und auf dem Gipfel eines etwa 180 Meter hohen Granitgipfels. Galerien und Treppen führen aus dem Maul eines riesigen, aus Ziegeln und Putz errichteten Löwen zur Anlage. So verbindet Sigiriya eine markante Felslandschaft mit einer besonderen baulichen Orientierung.
Der Rangiri Dambulla Cave Temple dient seit 22 Jahrhunderten als heilige Pilgerstätte. Der Höhlentempelkomplex umfasst fünf Heiligtümer und gilt als Sri Lankas größter und am besten erhaltener seiner Art. Seine buddhistischen Wandmalereien bedecken 2.100 Quadratmeter; außerdem beherbergt er 157 Statuen. In Galle wurde die Altstadt im 16. Jahrhundert von den Portugiesen gegründet. Sie ist ein herausragendes Beispiel einer von Europäern errichteten befestigten Stadt in Süd- und Südostasien. Europäische Architekturstile treffen dort auf südasiatische Traditionen. Das Galle Fort, auch Dutch Fort oder Ramparts of Galle genannt, ist ein historisches, archäologisches und architektonisches Denkmal.
Der Temple of the Tooth Relic in Kandy ist eine bedeutende buddhistische Pilgerstätte. Sri Dalada Maligawa befindet sich im antiken königlichen Palastkomplex von Kandy. Auch die jährlich stattfindende Kandy Esala Perahera prägt das religiöse und traditionelle Leben der Stadt. Sie fällt in den Esala-Vollmondmonat, der Juli oder August entspricht, und dauert zehn Tage. Ihren Höhepunkt bildet eine Prozession mit Kandyan-Trommlern und geschmückten Elefanten. Da die genauen Termine dem Mondkalender folgen, empfiehlt es sich, sie vor der Reiseplanung zu prüfen.
Regenwald, Nationalpark und Küste
Sinharaja ist Sri Lankas letztes verbliebenes zusammenhängendes Gebiet ursprünglichen tropischen Regenwaldes. Mehr als 60 Prozent der Bäume dort sind endemisch. Im Yala-Nationalpark reicht die Vielfalt der Ökosysteme von feuchten Monsunwäldern bis zu Süßwasser- und Meeresfeuchtgebieten. Dort leben 215 Vogelarten, darunter sechs endemische Arten Sri Lankas; künftige Erhebungen können diese Zahlen verändern. Die beiden Waldgebiete bieten damit unterschiedliche Perspektiven auf Sri Lankas Natur: Sinharaja steht für zusammenhängenden Regenwald, Yala für eine breite Spanne von Lebensräumen.
Hikkaduwa ist ein Surfgebiet mit vier ausgewiesenen Surfspots. Vor der Küste liegt außerdem ein flaches, von einem Riff umgebenes Korallenreservat mit farbenprächtigen Fischen und großen Schildkröten. In den Gewässern vor Mirissa lassen sich innerhalb von 8 bis 10 Seemeilen vom Hafen unter anderem Blau-, Bryde-, Pott- und Finnwale sowie mehrere Delfinarten beobachten. Damit stehen in Hikkaduwa ausgewiesene Surfspots und ein Korallenreservat im Mittelpunkt, während Mirissa mit der Beobachtung verschiedener Wal- und Delfinarten verbunden ist.
Gewürze, Hochland und Bahnverbindungen
Besuche in Gewürzgärten geben Einblick in die jahrhundertealte Gewürzproduktion Sri Lankas. Dort können Sie Zimt, Pfeffer, Kardamom und Muskatnuss an ihrem Ursprungsort sehen, riechen und probieren. Das zentrale Hochland wiederum ist von smaragdgrünen Teeplantagen und einzelnen Wasserfällen geprägt. Im Cultural Triangle im Zentrum Sri Lankas finden sich Ruinen antiker Königreiche, monumentale Wasserreservoirs, verborgene Felsenhöhlen und alte heilige Tempel. Diese Themen sprechen unterschiedliche Interessen an: Gewürzgärten vermitteln einen Eindruck der Produktion, während das Hochland und das Cultural Triangle jeweils eigene Landschafts- und Kulturerbe-Motive bieten.
Züge verbinden Colombo mit allen touristisch bedeutenden Städten Sri Lankas. Auf den Hauptstrecken verkehrt unter anderem ein Intercity-Express zwischen Colombo und Kandy. Wenn eine Bahnverbindung für Ihre Planung wichtig ist, prüfen Sie den Fahrplan vor der Reise, denn Fahrpläne und eingesetztes Rollmaterial können sich ändern.
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