Miyoshi entdecken: Yōkai, Puppenkunst und Geschichte
Unterkünfte in Miyoshi
Kultur zwischen Yōkai und Puppenkunst
Miyoshi verbindet Ausstellungen zu japanischen Yōkai mit Puppenkunst, historischen Gebäuden und überlieferten Orten. Für einen Aufenthalt mit kulturellem Schwerpunkt lassen sich dadurch verschiedene Themen unterscheiden: die Wahrnehmung von Yōkai, die Werke des Puppenkünstlers Tsujimura Jūsaburō und die Geschichte von Miyoshi-chō. Tempel, historische Gassen und Aussichtspunkte ergänzen diesen Blick. So können Sie für Ihre Reise entscheiden, ob Sammlungen, Ortsgeschichte oder Landschaftseindrücke im Vordergrund stehen sollen.
Im Miyoshi Mononoke Museum zeigt die Dauerausstellung „Japanische Yōkai“ Materialien zu japanischen Yōkai. Sie stellt systematisch vor, wie Yōkai im Alltag wahrgenommen und dargestellt wurden. Damit betrachtet die Ausstellung sowohl die Motive als auch ihre Wahrnehmung und Darstellung im Alltag.
Das Tsujimura-Jūsaburō-Puppenmuseum bewahrt Werke und zugehörige Materialien aus der frühen bis zur späten Schaffensphase des Künstlers auf und stellt sie aus. Es befindet sich im ehemaligen Hauptsitz der Miyoshi Bank, einem 1927 errichteten Gebäude, das als eingetragenes materielles Kulturgut Japans registriert wurde. Im zweiten Obergeschoss desselben Gebäudes befindet sich heute das Miyoshi City Museum of History and Folklore. So verbindet der Museumsstandort Puppenkunst mit einer weiteren Perspektive auf Geschichte und Volkskunde.
Tempel und historische Gassen
Der Hoogenji-Tempel in Miyoshi-chō wurde 1633 von Asano Nagaharu, dem ersten Oberhaupt des Miyoshi-Asano-Lehens, als Ahnentempel der Familie Asano errichtet. Auf dem Gelände stehen ein Gedenkturm für Akuri-hime, die spätere Yōsen-in, sowie eine Halle mit Holzfiguren der 47 Akō-Rōnin. Hier treffen die Geschichte der Familie Asano, ein Gedenkort und eine eigene Figurenhalle als unterschiedliche historische Bezugspunkte zusammen.
In Miyoshi-chō sind außerdem Machiya mit Udatsu-Dachaufsätzen, historische Gassen sowie zahlreiche historische Stätten und Kulturgüter erhalten. Die Udatsu-Dachaufsätze machen die Bauform der Machiya zu einem besonderen Detail; Gassen und weitere Kulturgüter weiten den Blick vom einzelnen Gebäude auf das historische Ortsbild. So unterscheiden sich auch die örtlichen Schwerpunkte: Das ehemalige Bankgebäude verbindet Puppenkunst mit Stadtgeschichte und Volkskunde, während der Hoogenji-Tempel seine Geschichte als Ahnentempel der Familie Asano trägt.
Gipfel, Ausblicke und saisonale Eindrücke
Als Besonderheit von Miyoshi-chō gilt die prächtige Blüte des hängenden Kirschbaums auf dem Gelände des Hoogenji-Tempels. Auf dem Gipfel des Higumayama befindet sich der Tatariishi, der mit der Yōkai-Bildrolle „Inō Mononoke Roku“ verbunden ist. Für den Aufstieg zum Gipfel können Sie vom Dasai-Schrein, vom Hoogenji-Tempel oder von einem Weg hinter dem Kisshōin 30 bis 40 Minuten einplanen. Je nach Bedingungen kann die Gehzeit variieren.
Der Higumayama verbindet den Aufstieg mit einem kulturellen Bezug am Gipfel. Auf dem Gipfel des Ozekiyama-Parks befindet sich dagegen eine Aussichtsplattform mit weitem Blick über das Stadtgebiet von Miyoshi. Damit lassen sich die beiden Gipfel nach ihrem jeweiligen Schwerpunkt unterscheiden: hier der mit der Yokai-Bildrolle verbundene Tatariishi, dort der Blick über die Stadt.
Das Miyoshi-Mononoke-Festival findet jährlich in Miyoshi-chō statt. Eine Prozession von Yōkai zieht durch den Ort und besucht den Dasai-Schrein. Das Yōkai-Thema begegnet Ihnen damit sowohl in der Dauerausstellung als auch bei der Prozession. Prüfen Sie die konkreten Veranstaltungstage vor Ihrer Reise.
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