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Kure: Kultur, Kunst und maritime Geschichte

Unterkünfte in Kure

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Wenn Sie Kure als Reiseziel wählen, können Kultur, maritime Geschichte und markante Straßenbilder unterschiedliche Schwerpunkte für Ihren Aufenthalt setzen. In der Gemeinde reicht das Spektrum von einem begehbaren ehemaligen U-Boot bis zu einer Kunstsammlung, einem historischen Park und saisonal geprägten Straßen.

Maritime Geschichte und technische Perspektiven

Das JMSDF Kure Museum zeigt das Innere des U-Boots „Akishio“, das bis 2004 von der Maritimen Selbstverteidigungsstreitkraft eingesetzt wurde. Besucher können das ausgestellte Boot betreten und darin die Bedingungen und das Leben während eines Tauchgangs nachempfinden. Zum Besuchserlebnis gehört außerdem der Austausch mit aktiven und ehemaligen Angehörigen der Maritimen Selbstverteidigungsstreitkräfte.

Eine andere Perspektive bietet die Kure Bay Ship Tour: Fahrgäste können aus nächster Nähe große Schiffe im Bau sowie Schiffe und U-Boote der Maritimen Selbstverteidigungsstreitkräfte sehen. Auf dem offenen Deck im zweiten Stock hören sie Erläuterungen eines Guides. So stehen zwei unterschiedliche Einblicke zur Wahl: Im Museum geht es um das Innere eines U-Boots und das Erleben eines Tauchgangs, auf der Tour um Schiffe und ihre Erläuterung durch einen Guide.

Auch die Bucht von Kure eröffnet maritime Ansichten. Dort sind U-Boote und Geleitschiffe der Maritimen Selbstverteidigungsstreitkräfte sowie ein alter Torpedoverladekran aus nächster Nähe zu sehen. Die Anwesenheit der Schiffe kann variieren. Wer sich für Ortsgeschichte interessiert, findet zudem eine besondere Verbindung von Landschaft und Marinegeschichte im Namen Alley Karasukojima: „Alley“ ist das englische Wort für einen kleinen Weg. Karasukojima war ein 30 bis 40 Meter großes Eiland in Kureura, das in der Taishō-Zeit zu einem Torpedoschießübungsplatz aufgeschüttet wurde. Alley Karasukojima ist heute ein Spazierweg.

Parkanlage, Museen und Architektur

Im Irifuneyama Park liegt das Irifuneyama Memorial Museum, das Kures Geschichte als ehemalige Hafenstadt der Marine vermittelt. Das Museum ist um die ehemalige Residenz des Kommandeurs des Marinestützpunkts Kure angelegt. 1998 wurde diese Residenz als nationales Wichtiges Kulturgut ausgewiesen. Der historische Bezug des Museums und der Status des Gebäudes geben dem Besuch unterschiedliche Anknüpfungspunkte: die Geschichte des Marinehafens und die Geschichte einer konkreten Residenz.

Ebenfalls im Irifuneyama Park befindet sich das Kure City Museum of Art, ein massiver Backsteinbau. Sein Walmdach ist mit japanischen Dachziegeln gedeckt; die Fassade ist mit ziegelroten sechseckigen Fliesen verkleidet. Die Sammlung umfasst 919 Werke japanischer und internationaler Künstler. Zu den genannten Beispielen gehören Bourdelles „Herkules mit dem Bogen“ und Renoirs „Mädchen mit Strohhut“. Damit ergänzen Kunstbestand und Baugestaltung einander: Neben einzelnen Werken fällt auch die äußere Architektur des Museums ins Auge.

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Zum Park gehört außerdem ein Haiku-Denkmal für Masaoka Shiki. Die Museum Street im Bereich des Irifuneyama Parks ist eine von Bäumen gesäumte Promenade mit rotem Ziegelbelag und 18 Skulpturen. Entlang des Weges finden sich zudem Objekte; grüne Kiefern und eine Naturwaldkulisse prägen das Straßenbild. Der Bereich wird zum Spazierengehen und Erholen genutzt. So lässt sich der Park nicht nur über seine Museen und Sammlungen, sondern auch über Kunst im Freien und die Gestaltung des Weges wahrnehmen.

Straßenbilder und Landschaft

An der Kuramoto-Straße verändert sich das Straßenbild im Jahreslauf: Im Frühjahr blühen Azaleen, im Herbst färben sich die Ginkgobäume. Zusammen mit dem ziegelartig gestalteten Gehweg prägen die Pflanzen den Charakter der Straße. Diese jahreszeitliche Abfolge unterscheidet sich von den dauerhaft sichtbaren architektonischen Details des Museums und bietet einen anderen Blick auf den öffentlichen Raum.

Im Ryōjō-Gebiet ist eine ungewöhnliche Häuserlandschaft am Berghang zu sehen, die als „Treppenhäuser (Ryōjōs 100 Stufen)“ bezeichnet wird. Die Bezeichnung gehört zur beschriebenen Landschaft; sie gibt keinen Anlass, eine Zahl tatsächlich begehbarer Stufen anzunehmen. Wer Straßen und Wohnlandschaften interessant findet, kann diesen Anblick gedanklich den gestalteten Wegen im Park gegenüberstellen: Hier prägt die Lage der Häuser am Hang das Bild, dort sind es Promenade, Skulpturen, Bäume und Wegbelag.

Historische Spuren im näheren Umfeld

Im näheren Umfeld des Reiseziels steht am ehemaligen Standort der Ausbildungsstätte für technische Fachkräfte des Marinearsenals Kure ein Gedenkmonument. In der Umgebung sind außerdem Überreste eines Luftbeobachtungspostens und von Bunkern erhalten. Diese Spuren ergänzen die Museumsthemen um einen konkreten historischen Ort und unterscheiden sich von den Kunst- und Parkeindrücken innerhalb der Gemeinde.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Präfektur Hiroshima.

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