Tur'an: Antike Siedlung und der nahe Ein-Tur'an-Quell
Unterkünfte in Tur'an
Tur'an liegt am Standort der antiken Siedlung Tir'an aus der römisch-byzantinischen Zeit. Im näheren Umfeld befindet sich der Ein-Tur'an-Quell, eine Höhlenquelle im Tur'an-Rücken. Ortsgeschichte und geologische Besonderheit geben der Destination zwei klar unterscheidbare Akzente für Ihre Reiseplanung.
Die antike Siedlung am Standort Tur'an
Der historische Bezug ist unmittelbar an den Ort gebunden: Tur'an liegt an der Stelle, an der sich die antike Siedlung Tir'an befand. Ihre Einordnung in die römisch-byzantinische Zeit macht die Siedlungsgeschichte zu einem konkreten Thema für den Aufenthalt. Sie unterscheidet sich zeitlich von den bronze- und eisenzeitlichen Zeugnissen, die im übergeordneten Reiseziel Nordbezirk zu finden sind.
Ein-Tur'an-Quell und Tur'an-Rücken
Im näheren Umfeld liegt der Ein-Tur'an-Quell. Er ist eine Schichtquelle in einer Höhle im Tur'an-Rücken, zwischen Kreideschichten der Dir-Hanna-Formation. In der Höhle wächst Frauenhaarfarn. Der geologische Aufbau und die dort wachsende Pflanze machen den Quell zu einem eigenständigen Naturthema neben der Siedlungsgeschichte.
Am Quell gibt es einen Parkplatz und eine Platzfläche mit Bänken. Diese Merkmale ergänzen die Beschreibung des nahen Ortes um konkrete Orientierung vor Ort. So lassen sich bei der Auswahl eines Hotels in Tur'an sowohl der historische Ortsbezug als auch die geologische Besonderheit im Umfeld berücksichtigen.
Archäologische Orte im übergeordneten Reiseziel Nordbezirk
Im übergeordneten Reiseziel Nordbezirk bieten Tel Hazor und Tel Megiddo weitere archäologische Themen. Die dortigen Zeugnisse reichen von bronzezeitlichen Palästen und Tempelanlagen bis zu eisenzeitlichen Stadtstrukturen. Tel Hazor und Tur'an teilen damit nicht dieselbe historische Zeitstellung: In Tur'an liegt der Ortsbezug in der römisch-byzantinischen Zeit, während Tel Hazor Befunde aus deutlich früheren Epochen bewahrt.
Bei Tel Hazor konzentriert sich der Besuch auf die Oberstadt. Zu den dortigen Merkmalen gehören Salomos Tor, ein Tor mit sechs Kammern und zwei Türmen aus dem 10. Jahrhundert v. Chr., sowie ein kanaanäischer Palast, den die Könige von Hatsor im 14. und 13. Jahrhundert v. Chr. nutzten. Ein Palast aus der Spätbronzezeit wird als der aufwendigste in Israel und als einer der bedeutendsten der Levante beschrieben.
Auch die Wasseranlagen geben Einblick in die Baugeschichte von Tel Hazor. Das unterirdische Wasserauffangsystem bewahrt bedeutende Reste einer an die geografischen Bedingungen angepassten Ingenieurleistung zur Wasserspeicherung. In die Wände eines senkrechten Schachts sind drei Meter breite Stufen gehauen; ein ausgegrabener Schacht in Tel Hazor ist 45 Meter tief. Die Befestigungsanlagen gelten als das beste Beispiel ihrer Art im Gebiet von der Südtürkei bis zum nördlichen Negev.
Tel Megiddo gehört zu den drei Tells, die bedeutende Überreste von Städten mit biblischen Bezügen bewahren und eng mit Ereignissen aus der Bibel verbunden sind. Die Tempelanlage aus der frühen Bronzezeit ist durch die Zahl ihrer Tempel, die Kontinuität des Kultbetriebs und die dokumentierten rituellen Aktivitäten außergewöhnlich. Aus der Eisenzeit stammt der orthogonale Stadtplan, für den es in der Levante nur wenige Parallelen gibt. So unterscheiden sich die archäologischen Akzente im Nordbezirk: Tel Hazor hebt unter anderem Wasserbau, Tor und Palastgeschichte hervor, Tel Megiddo Tempel und Stadtplanung.
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