Žabovřesky: Dorfgeschichte und Teichlandschaft
Unterkünfte in Žabovřesky
Žabovřesky verbindet eine lange Ortsgeschichte mit Gemeindetraditionen und der Teichlandschaft am nahen Dehtář. Für Ihre Reiseentscheidung lassen sich die Schwerpunkte gut auseinanderhalten: Im Ort stehen historische Bezüge und Bräuche im Vordergrund, während sich Natur- und Wassererlebnisse besonders auf den Dehtář und seinen Damm beziehen. So können Sie abwägen, ob Ihr Aufenthalt vor allem Dorfgeschichte, Landschaft oder Wege für eine Radtour und Wanderung berücksichtigen soll.
Geschichte und Gemeindeleben
Die älteste schriftliche Erwähnung von Žabovřesky stammt aus dem Jahr 1334. Am 26. Mai 1334 tauschte Jan Lucemburský Žabovřesky, Dehtáře und Radošovice, die zur Feste Poděhusy gehörten, mit den Rosenbergern gegen die Grenzburg Janovice nad Úhlavou.
Im Ort steht die Nischenkapelle des heiligen Johannes Nepomuk, die als unbewegliches Kulturdenkmal unter der Registernummer 35016/3-618 eingetragen ist. Im nahen Dehtáře befindet sich an der Kreuzung Žabovřesky–Břehov ein gemauerter Bildstock aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Die Siedlungsspuren reichen über diese mittelalterlichen Bezüge hinaus. Am Fuß des Vosí vrch wurden archäologische Reste einer frühen Besiedlung entdeckt. Im Gebiet am Vosí vrch wurden Keramikfunde aus der späten Bronzezeit, der Hallstattzeit, der Latènezeit und dem frühen Mittelalter ausgegraben. So reicht die lokale Geschichte von Funden aus verschiedenen frühen Epochen bis zur schriftlichen Erwähnung im 14. Jahrhundert.
Auf dem Dorfanger steht eine zvonička, die regelmäßig zum Angelus läutet. Der Masopust ist eine wiederkehrende Gemeindetradition und wird von der Žábácká mládenecká koleda organisiert. Die siebte Auflage fand 2015 statt; für 2025 wurde eine weitere Veranstaltung angekündigt. Der örtlichen Legende nach übernachtete Jan Žižka im Žabovřeský mlýn auf seinem Zug von der Burg Poděhusy nach Zlatá Koruna. Bei den Hasičské Májové hody am 31. Mai 2025 neben dem Kulturzentrum konnten Besucher Speisen und Getränke probieren.
Dehtář: Teichlandschaft, Natur und Wege
Die Gemeindegeschichte verbindet den Ortsnamen Žabovřesky mit zahlreichen Teichen, Tümpeln und Feuchtgebieten, in denen eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt lebt. Der nahe Dehtář-Teich wurde 1479 geflutet, umfasst 260 Hektar und wird heute zur Fischzucht und Erholung genutzt. Ebenfalls in der Nähe liegt das Vogelschutzgebiet Dehtář, das insbesondere die Flussseeschwalbe (Sterna hirundo) und die Graugans (Anser anser) schützt.
Am Dehtář-Damm, der von der Siedlung Dehtáře in der Gemeinde Žabovřesky aus erreicht wird, gibt es eine Badestelle, einen kleinen Grasstrand, einen flachen Einstieg ins Wasser und einen kleinen Parkplatz. Die Bedingungen für Zugang und Erholung können saisonal variieren; prüfen Sie diese vor Ihrem Besuch.
Durch Žabovřesky verläuft die Radroute 1083. Am Dehtář-Damm verlaufen außerdem der Radweg 1085 von Holašovice nach Zliv und der gelb markierte KČT-Wanderweg von Hluboká nad Vltavou nach Dubné. So können Sie zwischen einer Radroute durch den Ort und den beiden am Damm verlaufenden Wegen unterscheiden. Prüfen Sie die Nummerierung und Beschilderung vor Ihrer Tour.
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