Střevač: Barocke Spuren und Höhenrücken
Unterkünfte in Střevač
Střevač verbindet eine weit zurückreichende Baugeschichte mit einer Landschaft, in der Höhenrücken, Wanderwege, Teich und Feuchtwiesen eigene Akzente setzen. Die Kulturzeugnisse liegen in den Siedlungen Střevač, Štidla und Nadslav; die Naturbezüge umfassen den Teich Mordýř und das Naturdenkmal Nadslav. So prägen historische Bauformen und Landschaft unterschiedliche Seiten des Reiseziels.
Barocke Baugeschichte in Střevač
Die barocke Kornkammer in Střevač wurde 1690 aus Stein der damals abgetragenen ursprünglichen Festung errichtet. Ihre Entstehung verbindet das Gebäude mit einer älteren Bauphase des Ortes: Das Material der Festung fand beim Bau der Kornkammer erneut Verwendung. Zwei weitere barocke Zeugnisse in Střevač stammen aus dem Jahr 1754. Die Säule mit der Statue der Immaculata und das spätbarocke Kalvarienbergensemble sind beide als Kulturdenkmale der Tschechischen Republik geschützt. Das Ensemble befindet sich gegenüber dem Gemeindeamt.
Die Jahreszahlen helfen, die unterschiedlichen Bauformen zeitlich einzuordnen: Auf die Kornkammer von 1690 folgen die Säule und das Kalvarienbergensemble von 1754. In Štidla reicht die Folge später bis zu einer Statue von 1780. Zusammen geben diese Daten einen konkreten Überblick über mehrere Abschnitte der örtlichen Baugeschichte, ohne Kornkammer, Säule, Ensemble und Statue zu einem einzigen Denkmaltyp zusammenzufassen.
Denkmalzone und historische Bausubstanz in Štidla
Auf dem Dorfplatz von Štidla steht die spätbarocke Statue der Kreuzigung aus dem Jahr 1780. Sie gilt als Kulturdenkmal von regionaler Bedeutung. Auch die dörfliche Denkmalzone Štidla hat eine genau festgelegte Ausweisung: Sie erfolgte durch die Verordnung des tschechischen Kulturministeriums Nr. 413/2004 Sb. vom 24. Juni 2004 und ist seit dem 1. Januar 2005 wirksam.
Ein anderer Blick auf die Dorfgeschichte ergibt sich bei der ländlichen Hofanlage Nr. 8. Sie ist als Wirtschaftsanlage aus der Zeit um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert erhalten und bewahrt ihre ursprüngliche bauliche Anordnung. Damit lassen sich in Štidla verschiedene Maßstäbe historischer Bausubstanz unterscheiden: die einzelne Statue, die ausgewiesene Dorfzone und eine Hofanlage mit erhaltener ursprünglicher Ordnung.
Kirche und Naturbezüge in Nadslav
Die einschiffige gotische Kirche des heiligen Prokop in Nadslav setzt einen anderen architektonischen Akzent als die barocken Denkmale in Střevač und Štidla. Zur Kirche gehören ein Friedhof mit steinerner Umfriedung und ein hölzerner Glockenturm aus dem 19. Jahrhundert. Seit 1964 ist die Kirche als Kulturdenkmal geschützt. Die gotische Kirche und der spätere Glockenturm bieten dabei zwei unterschiedliche zeitliche Bezugspunkte innerhalb der beschriebenen Anlage.
Neben den Bauwerken prägen Lebensräume für Amphibien die Naturthemen der Gegend. Der Teich Mordýř und die angrenzenden Feuchtwiesen bieten Lebensraum für Rotbauchunken und weitere Amphibien. Das Naturdenkmal Nadslav schützt den Lebensraum der stark gefährdeten Rotbauchunke (Bombina bombina). Die beiden Angaben setzen verschiedene Schwerpunkte: Beim Teich stehen mehrere Amphibienarten und die Feuchtwiesen im Blick, beim Naturdenkmal besonders der Lebensraum dieser gefährdeten Art.
Höhenrücken und Landschaft
Střevač liegt zwischen zwei lang gestreckten Höhenrücken. Der nördliche Rücken ist mit Nadelbäumen bewachsen und von Wanderwegen durchzogen. Zum UNESCO-Geopark Český ráj gehört der östliche und nördliche Teil des Gemeindegebiets. Im östlichen Teil des Verwaltungsgebiets erstreckt sich außerdem die barock komponierte Landschaft Mariánská zahrada; sie umfasst die Siedlungen Střevač, Nadslav und Štidla. Damit treffen in der Landschaftsbeschreibung bewaldete Höhenzüge und Wanderwege auf ein benanntes historisches Landschaftsgefüge.
Für die Anreise ist Střevač durch Busverbindungen und Straßen erschlossen, die durch das Gemeindegebiet verlaufen. Prüfen Sie für Ihre Reisedaten den jeweils gültigen Busfahrplan. Wenn Sie ein Hotel für eine Reise nach Střevač suchen, können die unterschiedlichen Schwerpunkte bei der Wahl des Reiseziels helfen: Baugeschichte, Landschaft oder die Naturthemen rund um Teich, Feuchtwiesen und Schutzgebiet.
Weitere Reiseziele entdecken: Chomutice, Vysoké Veselí, Brdy, Jicineves, Sobčice, Bystřice, Zelenecká Lhota, Boháňka
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Jičín.