Orellana: Flüsse, Lagunen und Kichwa-Kultur
Unterkünfte in Orellana
Flüsse, Lagunen und kulturelle Orte geben Orellana ein vielfältiges Profil. In El Coca gehören der Hafen und die von Flüssen gesäumte Stadt zu den Orientierungspunkten; in anderen Teilen der Provinz prägen Lagunen, Wälder und besondere Landschaften die beschriebenen Erlebnisse. Dazu kommen Einblicke in Kichwa-Traditionen, archäologische Funde und die Geschichte von El Coca. Welche dieser Seiten Sie besonders interessiert, kann den Schwerpunkt Ihrer Reise bestimmen.
Lagunen, Wälder und Tierwelt
Der Parque Nacional Yasuní liegt zwischen den Provinzen Orellana und Pastaza. Er ist das größte Schutzgebiet des kontinentalen Ecuador und beherbergt mehr als 1.400 Tierarten. Innerhalb des Parks liegt die Laguna de Añango: Immergrüne Wälder umgeben sie, und ihr schwarzes Wasser enthält wenig Sedimente und viele Nährstoffe. Im Yasuní sind auch Wanderungen auf von vielfältigem Leben geprägten Wegen möglich.
Weitere Gewässer zeigen jeweils eigene Landschaftsmerkmale. Die Laguna de Jatun Cocha im Kanton Aguarico ist 6.000 Meter lang. Sie wird von überschwemmtem Moretewald und von Festlandwald auf nicht überschwemmtem Boden gesäumt. Ila Kucha liegt in der Parroquia Taracoa, etwa 30 Minuten von El Coca entfernt. Mit mehr als zwei Kilometern Länge ist sie die größte Lagune des Kantons; dort lassen sich Fauna und Flora beobachten.
Der Lago San Pedro im Kanton La Joya de los Sachas ist ein Schwarzwassersee, umgeben von einem 35 Hektar großen Waldgebiet. Zu den dort möglichen Aktivitäten gehören Sportfischen, Tauchen und Kanufahren. Ein anderes Naturdetail bietet die Cascada Refugio de las Loras im Kanton Loreto: Im oberen Bereich des Wasserfalls befinden sich mehrere Öffnungen, die Papageien als Nester nutzen.
Flüsse und Aktivitäten im Freien
Die Flüsse Napo, Coca und Payamino säumen El Coca und können vom Hafen der Stadt aus mit einem Flussfahrzeug bereist werden. Betreiber und Fahrpläne können variieren; prüfen Sie die konkrete Verbindung deshalb vor Ihrer Reise. Wer die Landschaft lieber auf Wegen erkundet, findet in der Reserva Ecológica Yarina verschiedene Wanderwege, Möglichkeiten zum Kanufahren und Gelegenheiten, Vögel sowie wild wachsende Flora zu beobachten. Das Schutzgebiet liegt 25 Kilometer flussaufwärts von El Coca.
Auch Rundgänge auf Wegen mit Heilpflanzen gehören zum Angebot von Supay Kucha. Der Ort ist mit der Kichwa-Gemeinschaft Yana Rumi bei El Coca verbunden. In der Comunidad Jumandy, in der Parroquia San José de Payamino im Kanton Loreto, bietet das gemeinschaftliche Tourismuszentrum Carachupa Pakcha unter anderem Tubing in amazonischen Flüssen an. Auf der Laguna Taracoa sind Kanufahrten möglich; sie wird vom Centro de Turismo Comunitario Ila Kucha verwaltet. So reichen die beschriebenen Aktivitäten von Fahrten auf dem Wasser bis zu Wegen durch Natur- und Kulturlandschaften.
Kichwa-Kultur, Archäologie und Geschichte
Amaru Yaya vermittelt Einblicke in die traditionelle Kultur und Lebensweise der Kichwa sowie in ihre Bräuche und Traditionen. Dazu zählen Jagd und die Nutzung von Heilpflanzen zum Überleben im Regenwald. Das MACCO gilt als erstes archäologisches Museum des ecuadorianischen Amazonasgebiets und bewahrt archäologische Stücke der Napo-Phase. Wer sich für die Geschichte von El Coca interessiert, kann sie beim Besuch der Catedral de Nuestra Señora del Carmen kennenlernen.
Das Territorium der Waorani erstreckt sich im Südosten der Provinz Orellana und im Nordosten von Pastaza. Für einen Besuch der Territorialreservate der Waorani in Orellana ist eine vorherige Genehmigung erforderlich. Diese Zugangsvoraussetzung sollten Sie berücksichtigen, wenn Sie kulturelle Begegnungen in Ihre Planung aufnehmen.
Anreise und Hotelplanung
Die Provinz Orellana ist per Flugzeug von Quito und Guayaquil aus erreichbar; die Flüge landen in El Coca (Puerto Francisco de Orellana). Prüfen Sie vor der Reise die Flugpläne. Richten Sie die Suche nach einem Hotel an den Orten und Themen aus, die für Ihre Reise im Mittelpunkt stehen.
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