Imbabura: Vulkane, Lagunen und Traditionen in Ecuador
Unterkünfte in Imbabura
Der Imbabura Global Geopark liegt in der Provinz Imbabura in der Andenregion Ecuadors. Am 17. April 2019 erkannte die UNESCO ihn an; damit war er der erste Global Geopark des Landes. Vulkane, Seen, Berge und eine reiche biologische Vielfalt prägen die Landschaft. Das vulkanische Gelände ist Lebensraum für den Brillenbären, die einzige in Südamerika heimische Bärenart, und den Andenkondor, einen der größten fliegenden Vögel der Welt.
Vulkanlandschaften und Lagunen
In der Provinz verbinden sich die Vulkankomplexe Imbabura, Mojanda, Cotacachi–Cuicocha und Chachimbiro mit Seen und Lagunen, Wasserfällen, Quellen und verschiedenen Klimastufen. Auch geomorphologische Sehenswürdigkeiten gehören zu dieser vielfältigen Landschaft. Das Geositio Cotacachi–Cuicocha liegt in Imbabura und ist Teil des Parque Nacional Cotacachi-Cayapas.
Die Laguna de Cuicocha liegt in einer aktiven vulkanischen Caldera. Tiefblaues Wasser wird von steilen Wänden aus Dazitlava, Asche und strukturellen Einsturzablagerungen umgeben; in der Caldera liegen die beiden vulkanischen Inseln Yerovi und Teodoro Wolf. Für indigene Völker hat die Lagune durch ihre spirituelle Verbindung zu ihr heilige Bedeutung. Der 14,5 Kilometer lange Gorki-Campusano-Weg verläuft am Rand der Caldera entlang.
Für Besuche an der Lagune Cuicocha und an den vulkanischen Stätten des Geositios gibt es markierte Wege und Panoramablicke. Die touristischen Angebote werden in Abstimmung mit dem Schutzgebiet verwaltet. Da sich die Besucher-Infrastruktur weiterentwickeln kann, empfiehlt es sich, die aktuellen Bedingungen vor dem Besuch zu prüfen.
Ein anderer See-Schwerpunkt erwartet Sie am Lago San Pablo, dem größten Wasserkörper der Provinz. Er entstand durch tektonische und glaziale Aktivitäten. Dort sind Bootsfahrten, handwerkliche Fischerei und Vogelbeobachtung möglich. Während Cuicocha mit Caldera, Inseln und heiliger Bedeutung verbunden ist, stehen am San Pablo diese Aktivitäten am See im Vordergrund.
Wege, Wasserfall und Tierwelt
Die Cascada de Peguche ist über eine Nebenstraße zur Gemeinde Faccha Llacta erreichbar; für Besucher gibt es gut markierte Wege. Für die Völker von Otavalo ist der Wasserfall ein heiliger Ort und Schauplatz von Reinigungsritualen vor dem Inti Raymi. Auch die Tierwelt der Umgebung ist vielfältig: Dazu zählen Vögel wie der Königs-Kolibri, der Quilico und die Feldohreule sowie Reptilien, Kröten und Eidechsen aus den interandinen Tälern.
Ein Vergleich der Streckenlängen gibt eine konkrete Orientierung, ohne die sehr unterschiedlichen Orte gleichzusetzen: Der Weg am Rand der Cuicocha-Caldera ist 14,5 Kilometer lang; der Wanderweg von der Cascada Paccha bis zum Fuß des Wasserfalls misst 420 Meter. Zur Cascada Paccha führt vom Verwaltungssitz des Kantons Pimampiro zunächst eine gut befahrbare, geschotterte Nebenstraße. Straßenbedingungen können sich ändern, daher sollten Sie diese vor der Abfahrt prüfen.
Kultur und Handwerk
San Rafael de la Laguna ist eine ländliche Parroquia im Kanton Otavalo in der Provinz Imbabura. Die Welttourismusorganisation zeichnete den Ort als „Best Tourism Village 2024“ aus. In Otavalo werden auf der Plaza del Mercado Centenario, auch Plaza de los Ponchos genannt, wöchentlich bestickte Blusen, farbige Decken und Wandteppiche mit andinen Szenen oder geometrischen Mustern angeboten. Zum Sortiment zählen außerdem Taschen, Schals, Ponchos aus Schaf- und Alpakawolle, Schmuck aus Mullos, Gürtel, Alpargatas und weiteres Kunsthandwerk.
Eine weitere kulturelle Tradition ist das Trueque oder Cambeo von San Pedro de Pimampiro: Im Rahmen der Feierlichkeiten der Semana Santa findet es als festliches Austauschtreffen statt. Da sich das genaue Programm für ein bestimmtes Jahr unterscheiden kann, prüfen Sie die Termine vor Ihrer Reise. In Pimampiro gehört auch die traditionelle Carrera de Coches de Madera zur lokalen Sportkultur. Sie gilt als extreme Sportdisziplin, die Tradition und Adrenalin verbindet.
Natur und Routen im Kanton Pimampiro
Ein Teil des Parque Nacional Cayambe-Coca liegt im Kanton Pimampiro. In diesem Park befindet sich auch die Laguna Puruhanta, eine natürliche Sehenswürdigkeit des Kantons. An der Lagune werden Trekking, Vogelbeobachtung, Sportfischen, Camping und Fotografie als Aktivitäten angeboten. Auf dem Camino del Inca sind Trekking, Vogelbeobachtung, Fotografie und der Blick auf die Laguna Puruhanta möglich. Von der Stadt Pimampiro aus ist die Route erreichbar: Bis zum Sektor El Tambo dauert die Fahrt eine Stunde, anschließend folgen zwei bis drei Stunden Fußweg. Informieren Sie sich vor der Abfahrt über die örtlichen Bedingungen.
Für Mountainbiker ist die Downhill-Strecke „El Calvario 2.5K“ eine weitere benannte Route in Pimampiro. Sie beginnt in der Gemeinde El Tejar auf 2.683 Metern Höhe und endet am städtischen Sportkomplex auf 2.158 Metern. Die Strecke umfasst schnelle und technische Abschnitte, Treppen und Sprünge und entspricht den von der UCI geforderten Standards. Sie verläuft über 2,5 Kilometer vom Sektor El Tejar bis zum Sportkomplex; Streckenbedingungen und Veranstaltungsplanung können sich ändern.
Weitere Reiseziele entdecken: Otavalo, Iluman, Ibarra, Cahuasquí, Urcusiqui, Ambuqui, Llurimaguas, Cotacachi, Guadual, Urcuqui, Parroquia de Tumbabiro, Plaza Gutierrez, Peñaherrera.
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