Castellfollit de la Roca entdecken
Unterkünfte in Castellfollit De La Roca
Castellfollit de la Roca verbindet eine markante Basaltlandschaft mit dem Barri Vell, dessen Ursprünge bis ins Mittelalter reichen. Für die Wahl dieses Reiseziels können Sie unterschiedliche Schwerpunkte setzen: den Blick über das Fluvià-Tal, den Verlauf des Itinerari 13 oder die historischen Gebäude und ländlichen Spuren aus Basalt. Landschaft, Weg und Baugeschichte zeigen verschiedene Seiten des Ortes.
Basaltklippe und Blick über das Fluvià-Tal
Die Basaltklippe von Castellfollit de la Roca ist etwa 40 Meter hoch und fast einen Kilometer lang. Am Aussichtspunkt Josep Pla bietet sich ein Panoramablick über das Fluvià-Tal. Die Klippe zählt im Naturpark zu den geologisch und landschaftlich interessantesten Orten.
Ihre Entstehung geht auf zwei übereinanderliegende Lavaströme zurück. Der erste floss vor etwa 217.000 Jahren aus dem Gebiet von Batet durch das Fluvià-Tal herab. Vor etwa 192.000 Jahren folgte der zweite aus dem Toronell-Tal auf der anderen Seite und bedeckte den ersten. Die unterschiedlichen Ursprungstäler und Zeitpunkte geben der geologischen Geschichte der Klippe eine konkrete Abfolge: Der jüngere Strom liegt über dem älteren.
Der Verlauf des Itinerari 13
Der Itinerari 13 beginnt bei Kilometer 45,2 der Straße von Girona nach Olot (GE-522), nahe der Kreuzung mit der Straße nach Oix (GEV-5221). Von dort führt der Weg am Flussufer entlang durch Gärten. Er überquert den Fluss über einen Holzsteg und den Turonell über eine kleine Brücke. Anschließend verläuft er auf dem gepflasterten Camí Vell bis zur Kirche Sant Salvador. So verbindet der Weg Ufer- und Gartenabschnitte mit zwei unterschiedlichen Querungen und einem gepflasterten Abschnitt bis zu seinem Ziel.
Barri Vell und Sant Salvador
Im Barri Vell treffen mittelalterliche Ursprünge auf eine Bauweise, in der das örtliche Gestein präsent ist. Die Straßen sind schmal und schattig; die Häuser wurden überwiegend aus Vulkangestein errichtet. Damit begegnet Ihnen Basalt nicht nur als große Landschaftsformation, sondern auch im baulichen Charakter des Viertels.
Die alte Kirche Sant Salvador wurde im 11. oder frühen 12. Jahrhundert errichtet. Die Kirche ist im Renaissancestil gestaltet und bewahrt ein romanisches Fenster. Die Kenntnis von Sant Salvador reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Bauzeit, architektonische Gestaltung und überlieferte Kenntnis verweisen damit auf unterschiedliche historische Bezüge.
Weitere Spuren der Ortsgeschichte
Im Mittelalter war Castellfollit eine Baronie, zu der Sant Joan les Fonts, Begudà, Montagut und Castellar de la Muntanya gehörten. Auch die ländliche Infrastruktur zeigt, wie Basalt als Baumaterial eingesetzt wurde: Der Camí de la Rossolada – horts umfasst Stützmauern, befestigte Wege, Treppen, Stufen, Tore, Pferche, Hütten und Entwässerungsrinnen aus lokalem Basalt.
Eine weitere bauliche Spur ist Pont Trencat. Die Brücke stammt aus dem Jahr 1908 und wurde nach der Überschwemmung von 1940 nicht wieder aufgebaut; stattdessen wurde die heutige Brücke errichtet. Eine industrielle Spur des Ortes ist ein aktiver Basaltsteinbruch, den die Familie Ortiz seit 1929 betreibt.
Ein Museum zeigt Waffen, Uniformen, Fotografien, Konfliktplakate, medizinisches Material und persönliche Dokumente sowie ein kleines Stück des Rumpfs eines nordamerikanischen Flugzeugs. Einzelne Exponate können wechseln. Zusammen mit den Kirchen, der Basaltklippe und den ländlichen Bauwerken eröffnet diese Sammlung einen weiteren kulturellen Blickwinkel auf Castellfollit de la Roca.
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