Cruïlles: Burgturm, Romanik und Rundweg
Unterkünfte in Cruïlles
Cruïlles verbindet mittelalterliche Baugeschichte und romanische Kunst mit einer Rundwanderung durch das Gavarres-Vorland. Die Torre de l'Homenatge des ehemaligen Schlosses prägt den Dorfplatz; Kirchen, Kloster und erhaltene Mauerabschnitte ergänzen das historische Bild. Wer einen Aufenthalt nach kulturellen Themen oder einer Wanderung ausrichten möchte, findet hier unterschiedliche Schwerpunkte.
Turm und Spuren der früheren Befestigung
Die Torre de l'Homenatge steht freistehend in der Mitte des Dorfplatzes und hat einen kreisförmigen Grundriss. Mit 26 Metern Höhe ist sie ein prägnantes Bauwerk des Ortes. Von ihr bietet sich ein außergewöhnlicher Blick auf das Kloster Sant Miquel de Cruïlles vor dem Hintergrund der Gavarres. Auch die ehemalige Ummauerung ist noch deutlich ablesbar: Viele Abschnitte ihres Verlaufs sind nahezu intakt erhalten.
Kirchen und Kloster in verschiedenen Epochen
Die heutige Kirche Santa Eulàlia stammt aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Die Eremitage Mare de Déu d’Esperança bestand bereits im 15. Jahrhundert. Diese unterschiedlichen Zeitbezüge machen mehrere Abschnitte der örtlichen Baugeschichte greifbar: Die heutige Kirche gehört einer späteren Epoche an, während die Eremitage schon zuvor bestand.
Das Benediktinerkloster Sant Miquel de Cruïlles gehört zur katalanischen Romanik. In seiner Kirche befinden sich romanische Wandmalereien, die 1930 entdeckt wurden und bis heute in situ erhalten sind. Außerdem bewahrt sie ein romanisches Taufbecken aus Stein mit der Inschrift „1232 FONS“. Wandmalereien und Taufbecken zeigen zwei unterschiedliche Formen romanischer Ausstattung innerhalb der Kirche.
Romanische Kunst und historische Aufträge
Mit dem Kloster verbunden ist die Biga de Cruïlles: ein polychromer Balken mit menschlichen Darstellungen aus dem 12. oder 13. Jahrhundert. Sie stammt aus dem Benediktinerkloster Sant Miquel de Cruïlles und zählt zu den wenigen Beispielen dieser Art in Europa. Als mögliche ursprüngliche Funktion wird angenommen, dass die Biga das Hauptstück eines Baldachins über dem Hauptaltar der romanischen Basilika war.
Ein weiteres kunsthistorisches Datum ist der Auftrag für das Hauptretabel von Cruïlles. Er wurde am 12. November 1416 zwischen Lluís Borrassà und Sanxa, der Witwe von Jaspert de Campllong, vereinbart. So reicht der Blick auf die Kunstgeschichte des Ortes von romanischen Werken bis zu einem konkret datierten Auftrag aus dem 15. Jahrhundert.
Rundweg am Pastells-Bach
Die Ruta pels antics veïnats de Rabioses i Pastells ist ein Rundweg, der entlang des Pastells-Bachs in die Ausläufer der Gavarres führt. Ihr Verlauf folgt dem schattigen Talgrund durch üppige Steineichen- und Erlenwälder. Damit bietet die Route einen anderen Schwerpunkt als die Bau- und Kunstgeschichte: Sie führt durch eine von Bach, Tal und Wald geprägte Landschaft. Vegetation und Wegverhältnisse sind jahreszeitlich geprägt; informieren Sie sich vor dem Aufbruch über die aktuellen Bedingungen.
Zugang zum Klosterinneren
Die Verwaltung des Zugangs zum Inneren des Klosters liegt beim Kulturbereich des Consell Comarcal del Baix Empordà. Wenn Sie einen Besuch im Inneren planen, erkundigen Sie sich dort nach den aktuellen Besuchsmöglichkeiten.
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