Cabo Verde: Palmeral und Agrarlandschaft auf Gran Canaria
Unterkünfte in Cabo Verde
Cabo Verde auf Gran Canaria ist weiterhin landwirtschaftlich geprägt. Zu den prägenden Themen zählen der Palmeral del Cruce de Cabo Verde-Los Dragos, die Reserva Natural Especial de los Tiles, die historische Bananenwirtschaft und eine kurvenreiche Abfahrt auf der GC-752. So begegnen Ihnen botanische, ökologische und landwirtschaftliche Aspekte neben einer konkreten Radroute.
Palmeral und Schutzgebiet
Der Palmeral del Cruce de Cabo Verde-Los Dragos ist ein emblematischer Ort Gran Canarias und umfasst etwas mehr als zwei Hektar. Er liegt innerhalb des Besonderen Naturschutzgebiets Reserva Natural Especial de los Tiles. Damit stehen eine klar benannte Palmenfläche und ein größerer Schutzgebietsrahmen im selben Landschaftsbild.
Die Reserva Natural Especial de los Tiles umfasst 91,5 Hektar in den Gemeinden Guía und Moya und grenzt einen der letzten Lorbeerwaldreste ab. Dieser trägt trotz seiner geringen Ausdehnung wesentlich zum Bodenschutz und zur Grundwasserneubildung bei. Der Schutzgebietsbezug reicht damit über die einzelne Palmenfläche hinaus und schließt einen ökologisch bedeutsamen Lorbeerwaldrest ein.
Palmenbestand und Gelände
Der Palmeral de Cabo Verde erstreckt sich auf alluvialen Terrassen und kolluvialen Ablagerungen am Barranco del Salado sowie an den Schluchten La Cañada, Moreto und Los Dragos. Vorherrschend ist die Kanarische Dattelpalme (Phoenix canariensis). Dattelpalmen (Phoenix dactylifera) kommen fast nur im unteren Abschnitt des Barranco del Salado vor. Gelände und Artenverteilung beschreiben zwei verschiedene Seiten des Palmenbestands: seine geologische Lage und seine botanische Zusammensetzung.
Landwirtschaft und Geschichte
Die heutige landwirtschaftliche Prägung lässt sich durch einen Blick auf die frühere Anbaugeschichte ergänzen. In den 1960er- und 1970er-Jahren waren die Nordküste, die Costa de Lairaga und die küstennahen Basaltplateaus, darunter Cabo Verde–La Cordillera, nahezu vollständig von ertragreichen Bananenanpflanzungen bedeckt. Die landwirtschaftliche Infrastruktur in Cabo Verde besitzt ethnografischen Wert. Zusammen mit der Geschichte des Bananenanbaus macht sie Landwirtschaft zu einem eigenen kulturellen Thema neben der natürlichen Vegetation.
GC-752 mit dem Fahrrad
Die GC-752 bietet durch Cabo Verde eine sieben Kilometer lange, kurvenreiche Abfahrt von Moya bis zum Meer. Unterwegs eröffnen sich Ausblicke auf den Atlantischen Ozean, die Nordküste und eine am Horizont liegende Stadt. Auch die Straße durch Cabo Verde nach Moya ist schmal und kurvenreich, ein hilfreicher Aspekt für die Planung einer Fahrt.
Für Radtouren wird die Route über die Seite von Cabo Verde statt über die Seite von Los Dragos empfohlen, um hohes Verkehrsaufkommen zu vermeiden. Da sich Verkehr und Straßenbedingungen ändern können, prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Bedingungen.
Archäologischer Bezug
Im Umfeld von Cabo Verde ist die archäologische Stätte La Montañeta durch die Regierung der Kanarischen Inseln mit Dekret 14/2009 als „Bien de Interés Cultural“ ausgewiesen. Damit ergänzt ein archäologischer Bezug die Themen Naturlandschaft und Landwirtschaftsgeschichte.
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