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Kanaren: Vulkanlandschaften und Inselkultur

Unterkünfte in Kanaren

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Wer die Kanaren für einen Hotelaufenthalt auswählt, kann die Inselentscheidung an ganz unterschiedlichen Landschaften und Kulturformen ausrichten. Auf Teneriffa reicht der Teide-Nationalpark von kanarischen Kiefernwäldern in 1.600 Metern Höhe bis zum Teide auf 3.715 Metern, dem höchsten Gipfel Spaniens. Lanzarote zeigt eine andere Vulkanlandschaft; auf La Gomera prägt der Lorbeerwald ein wichtiges Naturgebiet.

Vulkanlandschaften auf Teneriffa, Lanzarote und La Palma

Im Teide-Nationalpark gehören Vulkane, Lavaströme und die Caldera Circo de Las Cañadas zum Landschaftsbild. Auch die Höhenangaben machen die Bandbreite dieses Gebiets greifbar: Zwischen den Kiefernwäldern und dem höchsten Gipfel Spaniens liegen unterschiedliche Höhenlagen. Wer sich besonders für vulkanische Formen interessiert, findet auf Lanzarote einen eigenen Kontrast. Der Nationalpark Timanfaya liegt im mittleren Westen der Insel und umfasst schwarzes und rotes Lapilli und Sand, basaltische Laven, Flechten sowie zahlreiche endemische Pflanzen- und Tierarten.

Auf La Palma bildet die Caldera de Taburiente ein weiteres charakteristisches Landschaftsgebiet. Die kesselförmige Caldera ist acht Kilometer breit und weist einen Höhenunterschied von fast 2.000 Metern auf. Ein Netz aus Bächen und Wildbächen gehört ebenfalls zu diesem Gebiet. Damit stehen drei klar unterschiedliche Naturmotive nebeneinander: die Höhenräume des Teide, die vulkanischen Materialien Timanfayas und die Caldera mit ihren Wasserläufen auf La Palma.

Wälder und endemische Arten

Auch die Wälder der Inseln setzen eigene Akzente. Im Nationalpark Garajonay auf La Gomera ist das am besten erhaltene Vorkommen dieses Ökosystems auf den Kanarischen Inseln bewahrt; zugleich umfasst der Park mehr als die Hälfte der ausgewachsenen Lorbeerwälder des Archipels. Dort sind 450 Gefäßpflanzenarten nachgewiesen. Darunter befinden sich 34 endemische Arten La Gomeras und acht Arten, die ausschließlich im Nationalpark vorkommen.

Für den Teide-Nationalpark sind ebenfalls besondere Angaben zur Artenvielfalt ausgewiesen: 44 Prozent der Arten sind makaronesische Endemiten, sieben Prozent kommen ausschließlich in diesem Nationalpark vor. Fünf Inseln des kanarischen Archipels sind als Biosphärenreservate ausgewiesen; der Archipel umfasst außerdem vier Nationalparks. Diese Schutzgebiete geben der Naturreise eine konkrete thematische Richtung, von vulkanischen Lebensräumen bis zum Lorbeerwald.

Stadtgeschichte und lebendige Kultur

San Cristóbal de La Laguna auf Teneriffa verbindet Stadtgeschichte mit einem klar erkennbaren Grundriss. Die Stadt bewahrt 627 klassifizierte öffentliche und private Gebäude, darunter 361 aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Sie gilt als erstes Beispiel einer unbefestigten Stadt mit Schachbrettgrundriss, die unmittelbar den Siedlungen in Amerika unter spanischer Herrschaft vorausging. Die Zahlen und der Stadtplan verweisen dabei auf unterschiedliche Aspekte des Ortes: die erhaltene Bausubstanz und die historische Form der Stadt.

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Die Kulturlandschaft Risco Caído and the Sacred Mountains umfasst mehrere Höhlensiedlungen, die ihre ursprüngliche Form und Gestaltung weitgehend bewahren. Zu den Höhlenstätten mit Felskunst gehören auch solche mit libysch-berberischen Inschriften. Auf La Gomera ist Silbo Gomero eine andere Form kulturellen Erbes: Die Pfeifsprache ist die weltweit einzige vollständig entwickelte ihrer Art und wird von einer Gemeinschaft mit mehr als 22.000 Menschen praktiziert. Seit 1999 wird Silbo Gomero in Schulen unterrichtet; außerdem kommt die Sprache bei Festen, einschließlich religiöser Feiern, zum Einsatz.

Aktivitäten als Orientierung für die Inselwahl

Die Interessen an Natur und Kultur lassen sich durch konkrete Aktivitäten ergänzen. An den Stränden der Kanarischen Inseln sind Windsurfen und Gerätetauchen möglich. Im Inselinneren laden abwechslungsreiche Landschaften zum Wandern, Radfahren, Klettern und zur Höhlenforschung ein. Viele Wanderwege führen außerdem durch Orte, an denen das Kulturerbe mehr als 2.000 Jahre Geschichte erkennen lässt. So können Sie überlegen, ob für Ihre Reise eher Küstenaktivitäten, Bewegung im Landesinneren oder kulturelle Eindrücke den Ausschlag geben.

Wer mehrere Inseln einbeziehen möchte, kann auch die Verbindungen berücksichtigen: Die sieben wichtigsten Kanarischen Inseln verfügen über Flughäfen und Häfen, die Verbindungen zwischen den Inseln ermöglichen. Welche Landschaft, Kulturform oder Aktivität Sie in den Mittelpunkt stellen möchten, bietet damit eine sachliche Orientierung für die Wahl des Reiseziels und den passenden Hotelstandort.

Weitere Reiseziele entdecken: La Palma, Teneriffa, El Hierro, Fuerteventura, Gran Canaria, La Gomera, La Graciosa, Lanzarote.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Spanien.

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