Gran Canaria zwischen Strand und Stadtgeschichte
Unterkünfte in Gran Canaria
Gran Canaria lässt sich auch über die Gegensätze von Küste und Stadtgeschichte entdecken. In Las Palmas de Gran Canaria bietet der Strand Las Canteras einen markanten Ausgangspunkt: Er erstreckt sich über 3.100 Meter Sandstrand und zählt zu den bedeutendsten Stadtstränden Spaniens. Das Riff La Barra verläuft parallel zu mehr als der Hälfte des Strandes und wirkt als natürlicher Wellenbrecher. Für die Reiseplanung verbindet sich hier ein langer Stadtstrand mit einer besonderen Küstenform.
Küstenwege und Stadtviertel
Las Palmas de Gran Canaria lässt sich wegen des milden Klimas und der flachen Innenstadt zu jeder Jahreszeit gut zu Fuß erkunden. Einen anderen Eindruck vermittelt Vegueta: Der älteste und charakteristischste Stadtteil ist von engen, gepflasterten Straßen und Häusern in traditioneller kanarischer Architektur geprägt. So stehen Strand und gewachsene Stadtstruktur als unterschiedliche Schwerpunkte für die Gestaltung des Aufenthalts nebeneinander.
In Vegueta liegt auch der Mercado de Vegueta, der älteste Lebensmittelmarkt der Kanarischen Inseln. Zum Angebot gehören lokale Erzeugnisse sowie Weine und Käse von den Kanarischen Inseln. Wer sich für die regionale Esskultur interessiert, findet hier einen konkreten Anknüpfungspunkt, während die Gassen und Häuser des Viertels den architektonischen Rahmen bilden.
Museen und Baugeschichte
Die Casa de Colón ist ein Museum zur Geschichte der Kanarischen Inseln und zu ihren Beziehungen zu Amerika. Ihre Dauerausstellung behandelt die Reisen von Kolumbus, Kartografie und Navigationsinstrumente, das präkolumbische Amerika sowie die Beziehungen zwischen den Kanarischen Inseln und Amerika. Hinzu kommen die Stadtgeschichte von Las Palmas de Gran Canaria vom 15. bis zum 19. Jahrhundert und Malerei vom 15. bis zum 20. Jahrhundert. Auch das Gebäude selbst ist architektonisch vielseitig: Die Casa de Colón verbindet Stile vom Gotischen bis zum Neokanarischen.
El Museo Canario wurde 1879 als wissenschaftliche und kulturelle Gesellschaft gegründet. Seine Dauerausstellung widmet sich ausschließlich den Canarios, der indigenen Bevölkerung Gran Canarias. Das Museum bietet damit einen eigenen Schwerpunkt auf der Geschichte der Inselbevölkerung, während die Casa de Colón die Verbindungen zwischen den Kanarischen Inseln und Amerika sowie die Stadtgeschichte in den Blick nimmt.
Zu den markanten historischen Bauwerken gehören außerdem zwei Festungen. Das Castillo de La Luz gilt als älteste Verteidigungsfestung der Kanarischen Inseln und wurde 1941 zum historisch-künstlerischen Denkmal erklärt. Das Castillo de Mata entstand 1577 neben der Stadtmauer als Verteidigungsanlage gegen ausländische Angreifer. Sein Kulturprogramm umfasst Ausstellungen, Vorträge, Konzerte, Kino und Theater; konkrete Programmpunkte und Termine sollten Sie vor Ihrem Besuch prüfen.
Das Pueblo Canario ist ein Architekturkomplex aus mehreren Gebäuden, die von der traditionellen kanarischen Architektur inspiriert sind. Auf der Terrasse des Bodegón treten sonntags von 11:30 bis 13:00 Uhr Folkloregruppen auf. Prüfen Sie die aktuellen Zeiten, wenn Sie einen Besuch zu diesem Programmpunkt planen.
Gärten, Meer und Bühnen
Der Jardín Botánico Canario Viera y Clavijo erstreckt sich über 27 Hektar und zeigt die botanische Vielfalt des Kanarischen Archipels sowie Endemiten aus der übrigen makaronesischen Region. Auf Spaziergängen lassen sich Lorbeerwald, thermophiler Wald und kanarischer Kiefernwald erkunden; hinzu kommt ein Sukkulentengarten mit 2.000 Exemplaren sukkulenter Pflanzen. Die verschiedenen Lebensräume und der Garten der Sukkulenten geben dem Besuch unterschiedliche botanische Schwerpunkte.
Eine weitere Möglichkeit, die Meereswelt kennenzulernen, bietet das Acuario Poema del Mar im Muelle de Sanapú des Hafens von Las Palmas. Es präsentiert Meeresleben aller fünf Kontinente in drei verschiedenen Umgebungen. Die Fußgängerbrücke Onda Atlántica ermöglicht den Zugang vom Mercado del Puerto aus. Die Verbindung ist ein praktischer Orientierungspunkt, wenn Sie den Markt und das Aquarium in Ihre Planung aufnehmen möchten.
Am Ende des Strandes Las Canteras liegen das Auditorio Alfredo Kraus und der Palacio de Congresos de Canarias, die als Wahrzeichen der Stadt gelten. Das Auditorio ist zudem Sitz des Philharmonischen Orchesters von Gran Canaria. Im Parque Doramas befindet sich das Amphitheater Auditorio José Antonio Ramos, in dem Konzerte und andere kulturelle Aktivitäten stattfinden. Der Park steigt über einen Berg bis zum Aussichtspunkt Altavista an und verbindet so eine kulturelle Spielstätte mit einem erhöhten Aussichtspunkt.
Auch die Catedral de Santa Ana bietet eine Aussichtsmöglichkeit: Vom Südturm reicht der Panoramablick über Las Palmas de Gran Canaria. Der Turm ist mit einem Aufzug und über einen Treppenabschnitt erreichbar; prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Zugangsmöglichkeiten. Für eine An- oder Weiterreise über den Puerto de Las Palmas ist außerdem seine Schiffsanbindung ein Orientierungspunkt: Der Hafen ist über mehr als 30 regelmäßige Schifffahrtslinien mit 180 Häfen weltweit verbunden. Wenn Sie eine konkrete Verbindung planen, prüfen Sie den aktuellen Fahrplan.
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