Morcote am Luganersee: Gärten, Gassen und Baukunst
Unterkünfte in Morcote
Morcote zwischen Seeufer und historischem Ortsbild
Morcote liegt am Ufer des Luganersees. Enge Gassen, historische Gebäude, Arkaden von Patrizierhäusern und architektonische Denkmäler prägen den Ort. Auch üppige subtropische Vegetation gehört zu seinem Charakter. Morcote ist im Eidgenössischen Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) verzeichnet. Die Sehenswürdigkeiten verbinden unterschiedliche Interessen: Sie reichen von Gärten und Wegen am See bis zu Kirchen, Kunstwerken und historischen Bauten.
Zu den Ausblicken, die Morcote bietet, zählen Ansichten der Piazza Grande und der Kirche Santa Maria del Sasso sowie Sonnenuntergänge über Porto Ceresio. Wer den Ort zu Fuß erkunden möchte, findet einen Spaziergang am Seeufer und zahlreiche Wege, die im historischen Ortskern beginnen und über steinerne Treppen ansteigen. Für die Anreise über den See stehen Besuchern im historischen Ortskern zahlreiche Stege zum Anlegen zur Verfügung. Prüfen Sie die Fahrpläne separat, wenn Sie Ihre Fahrt mit dem Schiff planen.
Wege mit unterschiedlichen Steigungen
Oberhalb des Ortskerns führen Wege durch die Kastanienwälder des Monte Arbostora. Die Möglichkeiten unterscheiden sich deutlich nach Steigung: Ein sanfter Weg führt nach Torello, während der Anstieg zur Alpe Vicania steil ist. So können Sie bei der Tagesplanung zwischen diesen beiden Wegcharakteren unterscheiden, statt alle Routen als gleichartige Spaziergänge zu behandeln. Auch die monumentale Treppe ist eine eigene Orientierung für Besucher: Sie hat 404 Stufen und bietet eine der weitreichendsten Aussichten der Gegend.
Für eine längere Tour führt der Panoramaweg vom San Salvatore nach Morcote. Die Strecke ist 10 Kilometer lang, die angegebene Dauer beträgt drei Stunden. Sie können den Weg mit der Standseilbahn von Lugano-Paradiso nach San Salvatore beginnen und ihn ab Morcote mit Bus oder Schiff abschließen. Saisonale Schließungen oder Unterbrechungen sind möglich; prüfen Sie außerdem die Fahrpläne der Verkehrsmittel für Ihre Planung.
Gärten, Badeplätze und Erlebnisse
Der Parco Scherrer ist ein botanischer Park mit beispielhaften Gebäuden aus verschiedenen Teilen der Welt, die durch Wege miteinander verbunden sind. Als historischer Garten entstand er zwischen den 1930er-Jahren und 1956. Seine Gestaltung bezieht klassische, ägyptische, indische, orientalische und islamische Kultur ein. Der Park gilt auch als Ort für entspannte Spaziergänge. Im Park befindet sich zudem Il Percorso Incompiuto, eine dauerhafte Schatzsuche von Tesori del Ticino. Prüfen Sie vor dem Besuch die Angaben zu App und Zugang.
Im Gebiet Arbostora gibt es öffentliche, frei zugängliche und ausgestattete Strände, an denen Sie sich sonnen oder im Luganersee baden können. Der größte und am besten ausgestattete Strand liegt in Burò beim Gemeindehafen; dort gibt es auch eine Snack-Bar für Getränke und kleine Imbisse. Damit bieten die Badeplätze eine andere Art, Zeit am See zu verbringen, als der Spaziergang am Ufer oder eine Route, die über Treppen in die Höhe führt.
Messaggeri di Morcote ist ein interaktives Outdoor-Abenteuer durch Straßen, Gassen und sehenswerte Winkel des Ortes. Versteckte Hinweise, geheimnisvolle Begegnungen und Rätsel gehören zum Format. Die Runde dauert etwa zwei Stunden und führt auf einer einfachen, zugänglichen Strecke vom Seeufer bis zur Kirche und anschließend wieder durch das Ortszentrum. Prüfen Sie vor der Planung die aktuellen Angaben zur Durchführung.
Kirchen, Kunst und Baugeschichte
Die heutige Kirche Santa Maria del Sasso wurde zwischen 1462 und 1478 an der Stelle einer früheren Votivkapelle erbaut. Zu ihren Ausstattungsmerkmalen gehören Fresken aus verschiedenen Epochen, eine illusionistische Kuppel und eine Orgel aus der Zeit um 1700. Auch die Kapelle Sant’Antonio da Padova zeigt eine klar umrissene Baugeschichte: Der barocke oktogonale Bau entstand 1676, der Vorbau kam im 18. Jahrhundert hinzu. Stuckarbeiten im Chor stammen von 1682, die Fresken von Giovanni Carlone.
Weitere historische Bauten setzen andere zeitliche Akzente. Der Palazzo Paleari wurde 1483 erbaut und 1661 umgestaltet; in diesem Jahr erhielt seine Fassade eine Stuckdekoration von Abbondio Paleari. Der Turm von Morcote stammt aus dem Jahr 1249 und zählt zu den wenigen erhaltenen Beispielen mittelalterlicher Architektur im Ort. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören außerdem der Torre del Capitano und die monumentale Treppe.
Auch der monumentale Friedhof von Morcote ist für sein reiches künstlerisches Erbe bekannt und wird deshalb „kleines Staglieno“ genannt. Am Grab von Carlo Bombieri steht eine Bronzeskulptur von Henry Spencer Moore. Die Kirche des Heiligen Antonius des Großen wurde um 1300 neben dem Kloster erbaut, das ein Antonianerorden aus Wien errichtete. Zusammen zeigen diese Orte, wie unterschiedlich sich Kunst, religiöse Baugeschichte und mittelalterliche Architektur in Morcote begegnen.
Hotels in Morcote suchen
Wenn Sie ein Hotel in Morcote suchen, können die beschriebenen Wege und Sehenswürdigkeiten bei der Planung Ihres Aufenthalts helfen. Überlegen Sie, ob Sie Ihre Zeit eher am Seeufer, bei den historischen Anlagen oder auf längeren Wegen verbringen möchten. Die Touren bieten dabei konkrete Vergleichspunkte: etwa die Steigung der Wege Richtung Torello und Alpe Vicania oder die angegebene Dauer des Panoramawegs. So lässt sich der gewünschte Schwerpunkt Ihres Aufenthalts eingrenzen.
Weitere Reiseziele entdecken: Lugaggia, Sonvico, Rivera Ti, Vezia, Porza, Curio Ti, Taverne, Croglio.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lugano.