Lugaggia entdecken
Unterkünfte in Lugaggia
Lugaggia liegt am rechten Ufer des Cassarate-Tals, wenige Kilometer bevor der Fluss in den Luganersee mündet. Im Ort begegnen Ihnen sakrale Baugeschichte, historische Häuser und Details in den Gassen. Zugleich gehören Wege durch Wälder, Dörfer und Kastanienhaine sowie Abschnitte früherer Bahnstrecken zum Bild der Umgebung. Bei der Wahl Ihres Aufenthalts können Sie daher Ortsgeschichte und Architektur ebenso berücksichtigen wie eine Radtour oder einen Spaziergang in der Landschaft.
Bauwerke und Ortsgeschichte
Das Oratorio di San Carlo Borromeo steht in der Ortsmitte und ist dem heiligen Carlo Borromeo geweiht. Sein rechteckiger Saal hat eine tonnengewölbte Decke. Ein Tonnengewölbe ist eine längs durchgezogene, bogenförmige Decke; im Oratorium prägt sie zusammen mit dem rechteckigen Saal den Innenraum.
Die Chiesa di S. Pietro in Sureggio entstand in romanischer Zeit auf den Grundmauern eines vermutlich karolingischen Oratoriums. Der Glockenturm stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist mit Pilastern und Zwillingsbogen geschmückt. Im 17. Jahrhundert wurde die Kirche umfassend umgebaut; dabei kamen ein quadratischer Chor und ein tonnengewölbtes Dach hinzu. Die Kirche von Sureggio in der ehemaligen Gemeinde Lugaggia bewahrt die ältesten Fresken der Capriasca. Sie stammen aus dem Jahr 1180; vier Szenen sind noch sichtbar. An dieser Kirche treffen somit eine vermutete frühe Vorgängeranlage, romanische Bauzeit, der Turm des 12. Jahrhunderts und der Umbau des 17. Jahrhunderts als unterschiedliche Zeitspuren aufeinander.
Casa Cattaneo, ein Haus aus dem 19. Jahrhundert auf der Motta di Lugaggia, verbindet architektonische Merkmale mit einer biografischen Geschichte. Zu den Merkmalen gehören gewölbte Kellerräume und ein Garten auf zwei Ebenen. Das Haus war der Geburtsort der Architekten Giovanni Quadri (1866–1892) und Ernesto Quadri (1868–1922); Ernesto lebte dort bis zu seinem Tod im Jahr 1922. Von Casa Cattaneo aus entwarf er zahlreiche bemerkenswerte Gebäude und Denkmäler, deren Jugendstil-Einflüsse bis heute sichtbar sind.
In den Gassen von Lugaggia lassen sich Fresken, Brunnen, datierte Türstürze, Laubengänge, Waschhäuser, Sonnenuhren und verzierte Portale entdecken. Beim Erkunden des Orts lohnt sich deshalb auch der Blick auf die kleineren Elemente neben den markanten Bauwerken.
Quelle, Wege und Landschaft
Die Fontanìn da San Carlo ist eine Quelle in den Wäldern von San Clemente westlich von Lugaggia. Sie erinnert an den Aufenthalt des heiligen Carlo Borromeo in Sureggio und Lugaggia im Jahr 1570. Hier ist der Bezug zu Carlo Borromeo eine historische Erinnerung an seinen Aufenthalt, während das Oratorio im Ortskern ihm geweiht ist.
Abschnitte der früheren Bahnstrecke Lugano–Tesserete sind in Lugaggia als Wege erhalten geblieben. Die anfängliche Radverbindung zwischen Canobbio und Lugaggia verläuft durch den Wald auf einer früheren Bahnstrecke, die die Stadt mit dem Umland verband. Wenn Sie diese Verbindung für eine Radtour einplanen, prüfen Sie vorab die aktuellen Routenbedingungen, da sie sich ändern können.
Die Route „Discovering Capriasca’s natural treasures“ verbindet Tesserete, Cagiallo, Lugaggia, Vaglio und Sala Capriasca. Sie führt durch Wälder, Dörfer und Kastanienhaine und umfasst einen Spaziergang sowie ein Picknick in der Landschaft von Lugaggia. Damit stehen unterschiedliche Aktivitäten nebeneinander: eine Radverbindung durch den Wald und eine Route, die Spaziergang und Picknick einschließt.
Festa di Redde
Die Festa di Redde setzt einen weiteren Schwerpunkt. Zu ihrem Programm gehören ein lebhafter Markt, Ausstellungen und Gehege mit Nutztieren. Historische Handwerke werden nachgestellt; auch Schwertkämpfe, Bogenschießen und Musik sind Teil des Programms. Einzelne Elemente können je nach Ausgabe variieren. Wenn Sie einen Besuch einplanen, prüfen Sie daher die Angaben zum gewünschten Termin.
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