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Steinen entdecken: Auenspur, Dorfgeschichte und Natur

Unterkünfte in Steinen

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Steinen liegt in der Zentralschweiz zwischen dem Massiv des Rossbergs und dem Lauerzersee. Naturwege, historische Gebäude und wiederkehrende Bräuche setzen unterschiedliche Akzente. Für Ihre Planung können Sie sich daran orientieren, ob Sie vor allem in der Auenlandschaft unterwegs sein, Baugeschichte erkunden oder einen Veranstaltungstermin einbeziehen möchten.

Wandern an der Aa und in der Aue

Die Auenspur ist ein leichter Themen-Rundweg über 3,66 Kilometer. Start und Ziel liegen am Bahnhof Steinen. Der Weg führt durch eine geschützte Flussaue, in der mehr als 1.500 Pflanzenarten und 40 verschiedene Gehölzpflanzen zu entdecken sind. Die Route verbindet damit eine überschaubar beschriebene Weglänge mit Einblicken in die Vielfalt der Auenlandschaft.

Ein Rundweg folgt dem rechten Ufer der Steiner Aa und führt zum Aussichtspunkt Schornen mit Blick über den Lauerzersee. Bei warmem Wetter bietet er Zugang zum Badeplatz Choli für eine Erfrischung im See. Badebedingungen und Einrichtungen können saisonal variieren. Für die Auenspur ist die Anreise mit Zug oder Bus ab Arth-Goldau oder Schwyz bis zum Bahnhof Steinen beschrieben; prüfen Sie vor der Fahrt den Fahrplan.

Dorfgeschichte und Baukultur

Der selbstständig begehbare Rundgang «Steinen damals & heute» führt zu historischen Häusern und lokalen Geschichten. Informationstafeln mit QR-Codes vermitteln die Inhalte vor Ort. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Rundgang ist jederzeit möglich.

Auch die Pfarrkirche St. Jakob und ihr Umfeld erzählen von verschiedenen Bauzeiten. Die Kirche hat mittelalterliche Ursprünge, wurde 1318 in gotischer Form neu erbaut und am 27. Juli desselben Jahres eingeweiht. Später kamen Erweiterungen und eine barocke Umgestaltung hinzu. Zum Kirchengelände gehört das 1509 geweihte Beinhaus. Seine einheitliche, aus der Bauzeit stammende Ausstattung trägt dazu bei, dass es zu den am besten erhaltenen Beinhäusern der Innerschweiz zählt. Das Hauptgehäuse der Steiner Orgel stammt aus dem Jahr 1664.

Kirche und Beinhaus bewahren außerdem Hinweise darauf, dass einst einige Jakobuspilger hier Zwischenstation machten. Diese historische Spur ergänzt die Baugeschichte um einen Blick auf die frühere Bedeutung des Ortes. Im Dachstock der Pfarrkirche lebt das bedrohte Grosse Mausohr. An Sommerabenden bei Einbruch der Dämmerung lässt sich am kleinen Fenster an der Nordseite des Kirchturms beobachten, wie die Tiere ihre Unterkunft verlassen und zum nächtlichen Insektenfang aufbrechen.

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Natur im Jahreslauf

Der Rebberg Steinertal liegt leicht erhöht über dem Stauffacherdorf an einer sonnenverwöhnten Lage. Von dort reicht der Blick über das Dorf, den Lauerzersee und die Berge. Steinen wird zudem mit Kirschen verbunden und auch «Chriesi-Dorf» genannt. Ein Frühlingsspaziergang führt an blühenden Kirschbäumen vorbei und durch die Auenlandschaft Aazopf. Frühling und Sommer setzen so unterschiedliche Akzente: blühende Bäume auf dem Spaziergang und die abendliche Beobachtung der Grossen Mausohren an der Kirche.

Chilbi und Fasnacht

Die Steiner Chilbi ist ein viertägiges Fest zu Ehren des Kirchenpatrons St. Jakob. Sie findet jeweils am ersten Oktoberwochenende von Freitag bis Montag statt; die konkreten Daten wechseln von Jahr zu Jahr. Der Chilbi verdankt auch der Schweizer Ländler-Schottisch «Steiner Chilbi» seinen Namen. Jost Ribary sen. komponierte das Stück 1933, und erstmals aufgeführt wurde es an der Chilbi in Steinen.

Bei der Steiner Fasnacht prägen Talibasch und Välädi das Geschehen. Die von ihnen angeführte Rott zieht im Narrentanz auf den Dorfplatz und dreht sich dort im Gegenuhrzeigersinn. Die Fasnacht dauert vom ersten Fasnachtstag Mitte Januar über den Güdelmontag bis zum Güdeldienstag. Da die genauen Programmdetails je nach Jahr variieren, prüfen Sie die Termine für das Jahr Ihrer Reise.

Kunst im Baumfiguren-Kabinett

Das Baumfiguren-Kabinett zeigt von Alfons Bürgler umgedrehte gewachsene Bäume in Gestalt von Kobolden, Frauen, Männern, Liebespaaren und Tänzern. Ab 2026 ist das Kabinett nur bei Veranstaltungen der Kabinett Eventbar zugänglich; individuelle Öffnungszeiten und private Veranstaltungen sind auf Anfrage möglich. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch, welche Zugangsmöglichkeit für den geplanten Termin gilt.

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