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Muotathal: Höhlen, Wanderwege und Kultur

Unterkünfte in Muotathal

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Bei der Suche nach einem Hotel in Muotathal können Sie zuerst entscheiden, welche Seiten des Ortes Ihre Reise prägen sollen: Höhlen und Karstlandschaften, Wanderwege oder Bau- und Kulturgeschichte. Muotathal ist eine Gemeinde im Bezirk Schwyz und liegt auf etwa 610 Metern über dem Meeresspiegel. Im Süden grenzt die Gemeinde an den Kanton Uri, im Osten an den Kanton Glarus.

Wanderwege und Landschaften

Der Bödmerenwald ist ein primärer subalpiner Fichtenwald; sein Kernbereich erfüllt die Kriterien eines Urwaldes. Bei einer geführten Bödmeren-Urwaldexkursion erleben Sie eine Abfolge verschiedener Vegetationsphasen: von nacktem Hochgebirgskarst über Pionierpflanzen bis zum dichten subalpinen Fichtenwald. Auch die großen Karstgebiete Bödmeren-Silbern-Charetalp und die höhlenreiche Landschaft zwischen Pragel und Bisistal, zu der das Hölloch gehört, prägen die Landschaft.

Im hinteren Muotathal gilt die Glattalp als Naturgebiet mit alpiner Pflanzenwelt, weidenden Tieren und dem Glattalpsee. Wanderwege führen zum Aussichtspunkt Pfaff und in Richtung Klausenpass. Damit stehen bei der Glattalp See und alpine Umgebung im Blick, während die Bödmeren-Exkursion den Wandel der Vegetation in den Mittelpunkt stellt.

Für Winterwanderungen gibt es unterschiedliche Landschaftseindrücke. Die Rundroute zum Guggelipass verläuft auf der sonnigen Talseite und führt an Wald, Wildbächen, Weideland und Aussichtspunkten vorbei. Ein ruhiger Winterwanderweg entlang der Muota führt dagegen über den Damm am landwirtschaftlich genutzten Talboden. Entlang dieses Weges treffen Wildbach, flaches Kulturland und die umgebende Berglandschaft aufeinander. Der Zugang ist über die Bushaltestelle Vordere Brücke oder den Parkplatz Rambach möglich. Für den Muota-Wanderweg bestehen außerdem Buszugänge zu den Haltestellen Nuschlau und Vordere Brücke.

Höhlen und geführte Erlebnisse

Die Hölloch-Kurzführung wird ganzjährig angeboten. Sie umfasst die ersten 700 Meter der Höhle auf Wegen und Treppen, die vor mehr als 100 Jahren angelegt wurden. Die Temperatur in der Höhle beträgt das ganze Jahr über 6 °C; berücksichtigen Sie diese konstante Kühle bei Ihrer Vorbereitung auf den Besuch. Beim unterirdischen Kommandoposten Selgis sind Besichtigungen im Rahmen von Führungen möglich. Besonders bekannt ist der Posten für seine unter Schutz gestellten Wandbilder.

Eine weitere Aktivität ist das Erlebnis Husky-Traum: Es umfasst einen kurzen Spaziergang in Begleitung von Huskys. Je nach Tagesablauf kann auch die Mithilfe beim Pflegen und Füttern des Rudels dazugehören. Die Möglichkeit, dabei mitzuhelfen, ist also an den jeweiligen Tagesablauf gebunden.

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Bauwerke und lokale Geschichte

Das Altchloster, die alte Klosterkirche, gilt als das älteste noch erhaltene Bauwerk der Gemeinde. Seine Weiheurkunde stammt aus dem Jahr 1347 und bezeugt einen in der Grundstruktur spätromanischen Bau. Eine andere Klostergeschichte führt ins Jahr 1288: Damals schloss sich die Frauengemeinschaft des Frauenklosters Muotathal dem Franziskanerorden an. Die heutige Klosteranlage wurde zwischen 1684 und 1693 erbaut. Die Pfarrkirche, den Heiligen Sigismund und Walburga geweiht, entstand zwischen 1786 und 1793.

Auch die Landschaft bewahrt Spuren älterer Besiedlung. Im Gemeindegebiet sind Hunderte aufgegebene Siedlungsplätze erhalten geblieben. Mauerreste und weitere Spuren zeugen von der nomadisierenden Hirtenkultur des Mittelalters. Zu den traditionellen Bauernhäusern gehören Blockbauten mit Klebdächern und Lauben. Einen eigenen Zugang zur Ortsgeschichte bietet die Guggeli-Route: Sie beginnt in Wil, dem ältesten Teil des Dorfs Muotathal, und führt am Kloster St. Josef vorbei, in dem noch heute Franziskanerinnen leben und arbeiten. Die Route ist außerdem mit dem Feldzug des russischen Generals Suworow im Jahr 1799 verbunden.

Eine lebendige lokale Tradition sind die Muotathaler Wetterpropheten. Ihre Vorhersagen stützen sie auf Beobachtungen von Natur und Tieren sowie auf örtliche Wind- und Wetterlagen. Versammlungen halten sie zweimal jährlich ab, im April und Oktober.

Anreise planen

Muotathal ist über die A4 in Richtung Schwyz erreichbar. Die Straße über den Pragelpass ist einspurig und von Montag bis Freitag befahrbar; prüfen Sie vor der Anreise die saisonalen und verkehrlichen Einschränkungen. Wenn Sie Ihre Übernachtung planen, helfen die unterschiedlichen Schwerpunkte des Ortes bei der Entscheidung, welche Erlebnisse Sie in den Vordergrund stellen möchten.

Weitere Reiseziele entdecken: Sattel, Alpthal, Illgau, Morschach, Oberiberg, Schwyz, Rickenbach Bei Schwyz, Lauerz.

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