Aistersheim: Wasserschloss und Pfarrkirche
Unterkünfte in Aistersheim
Aistersheim verbindet ein markantes Wasserschloss mit barocker Kirchenarchitektur und einer hügeligen, waldreichen Umgebung. Für die Planung Ihres Aufenthalts bieten diese Ortsmerkmale unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Sie können sich mit der Baugeschichte beschäftigen, Spaziergänge im Gemeindegebiet in den Blick nehmen oder den Hausruck-Mostlandl-Radfahrweg berücksichtigen.
Wasserschloss Aistersheim und seine Geschichte
Das Wasserschloss liegt am Rand des Hausruckwaldes im kleinen Ort Aistersheim und ist vollständig von Wasser umgeben. Die gut erhaltene Vierkantanlage stammt aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Massive Rundtürme an den Ecken prägen ihre Form; die Bezeichnung Vierkantanlage verweist auf den klar gegliederten, viereckigen Aufbau.
Von diesem erhaltenen Bau ist die überlieferte Gründungsgeschichte zeitlich zu unterscheiden: Die Gründung des Wasserschlosses um 1150 wird dem Minnesänger Dietmar von Aist zugeschrieben. Die heutige beschriebene Vierkantanlage entstand später, in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. So lassen sich die frühe, zugeschriebene Gründung und die Bauform des Schlosses als zwei verschiedene historische Bezugspunkte einordnen.
Im Wasserschloss und im Arkadenhof finden jährlich verschiedene Veranstaltungen und Märkte statt. Wenn Sie Ihre Reise an einem bestimmten Markt oder einer Veranstaltung ausrichten möchten, prüfen Sie den jeweiligen Termin vorab. So lässt sich das Jahresprogramm in Ihre Aufenthaltsplanung einbeziehen, ohne einzelne Termine vorauszusetzen.
Barocke Pfarrkirche und besondere Kunstwerke
Die Pfarrkirche Aistersheim ist ein einheitlicher barocker Saalbau, der um 1700 unter Einbeziehung einer gotischen Vorgängerkirche entstand. Damit verbindet ihre Baugeschichte die ältere Kirche mit dem barocken Erscheinungsbild des späteren Baus. Der Begriff Saalbau lenkt den Blick auf die einheitliche Raumform; die Vorgängerkirche gehört zugleich zur Entstehungsgeschichte.
Auch einzelne Werke setzen unterschiedliche Zeitmarken. Der Hochaltar wurde 1744 vom Tischlermeister Gregor Derschl aus Aistersheim gestaltet. Oberhalb des Tabernakels befindet sich die Figurengruppe „Annaselbdritt“ aus dem 15. Jahrhundert. Dargestellt sind die heilige Anna, Maria und das Jesuskind. Der Name und die Figuren machen die Dreiergruppe unmittelbar verständlich; zugleich reicht ihre Entstehungszeit weiter zurück als die barocke Ausstattung des 18. Jahrhunderts.
Südlich der Kirche steht der Karner am Friedhof, der per Verordnung unter Denkmalschutz steht. Kirche und Karner bieten damit zwei unterschiedliche Bezugspunkte für die Beschäftigung mit dem örtlichen Bauerbe: den barocken Sakralbau mit seinen Kunstwerken und das geschützte Gebäude auf dem Friedhof.
Spaziergänge, Radfahren und Anreise
Das Gemeindegebiet ist hügelig und sehr waldreich und bietet Möglichkeiten für Spaziergänge durch das gesamte Gebiet. Radfahrenden steht in Aistersheim der Hausruck-Mostlandl-Radfahrweg zur Verfügung. Für die Auswahl Ihrer Tagesgestaltung sind das zwei verschiedene Ansatzpunkte: Spaziergänge beziehen sich auf das Gemeindegebiet, während der benannte Radfahrweg eine konkrete Radoption darstellt.
Ein geografischer Orientierungspunkt für die Anreise ist die Innkreis-Autobahn: Aistersheim liegt zwei Kilometer von ihr entfernt. Wenn Sie neben dem Schloss auch die Kirche, den Karner oder eine Veranstaltung einplanen, können Sie diese Ortsmerkmale als unterschiedliche Interessen für Ihren Aufenthalt gewichten. Die historische und bauliche Seite des Ortes steht dabei neben den Möglichkeiten, die waldreiche Umgebung zu Fuß oder mit dem Rad zu erkunden.
Weitere historische Linien
Aistersheim war von 1156 bis zum Erwerb des Innviertels 1779 im Frieden von Teschen eine Grenzbefestigung. Diese Zeitspanne gibt der Ortsgeschichte einen eigenen Rahmen, der über die Baugeschichte des Wasserschlosses hinausgeht. Sie umfasst mehrere Jahrhunderte und verbindet den Ort mit der Geschichte des Innviertels, ohne die unterschiedlichen Daten der Schlossgründung und der erhaltenen Vierkantanlage zusammenfallen zu lassen.
Auch die örtliche Musikgeschichte hat einen eigenen historischen Bezug: Mitte der 1870er-Jahre wurde der Musikverein Weibern zum Musikverein Weibern-Aistersheim umgewandelt. Zusammen mit den baulichen und landschaftlichen Merkmalen zeigt dieser Abschnitt, dass sich Aistersheim nicht nur über ein einzelnes Bauwerk beschreiben lässt. Für Ihre Wahl des Reiseziels können Schloss, Kirche, Ortsgeschichte und die Möglichkeiten für Spaziergänge oder Radfahren jeweils unterschiedliche Schwerpunkte setzen.
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