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Großharras: Pfarrkirche, Kellergasse und Salzpflanzen

Unterkünfte in Großharras

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Großharras liegt im nördlichen Weinviertel in Niederösterreich, im Hügelland südlich der Pulkau. Für die Entscheidung, ob der Ort zu Ihrer Reise passt, bieten sich unterschiedliche Themen an: die Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit, die Kellergasse und die salzhaltigen Lebensräume mit seltenen Pflanzen. Zusammen prägen Ortsgeschichte, Baukultur und Natur das Profil von Großharras. Wenn Sie ein Hotel suchen, können Sie die Wahl des Reiseziels daran ausrichten, ob Sie sich besonders für Kirchenbau, Kellergassen oder Pflanzenwelt interessieren.

Pfarrkirche und Baugeschichte

Die katholische Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit steht unter Denkmalschutz. Ihr gotischer Chor wurde 1766 durch ein barockes Langhaus ergänzt. Südlich des Langhauses wurde 1840 eine Seitenkapelle errichtet, die dem heiligen Johannes Nepomuk geweiht ist. Die Baugeschichte verbindet damit unterschiedliche Stile und Bauphasen: den gotischen Chor, das barocke Langhaus und die spätere Kapelle. Ursprünglich war die Pfarrkirche dem heiligen Pankratius geweiht. Diese frühere Widmung ergänzt die bauliche Entwicklung um einen weiteren Aspekt der Kirchengeschichte. Wer sich für Architektur interessiert, findet hier sowohl eine Gegenüberstellung von Gotik und Barock als auch eine eigene, später hinzugefügte Kapelle.

Geschützte Objekte und historische Spuren

Auch kleinere Objekte gehören zum geschützten baulichen Erbe des Ortes. Die Wegkapelle und zwei Grabsteine in Großharras 227 stehen unter Denkmalschutz. Das gilt ebenso für den Figurenbildstock des heiligen Johannes Nepomuk in Großharras 83. Kapelle, Grabsteine und Bildstock sind unterschiedliche Formen, die das Ortsbild um weitere historische Anknüpfungspunkte ergänzen.

Das Gebiet um Großharras war ab der Bronzezeit besiedelt. An der Straße nach Kammersdorf bei Großharras wurde ein Langobardengrab aus der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts freigelegt. Ein weiterer zeitlicher Bezug betrifft die kirchliche Geschichte: 1255 wurde die Pfarre zur Heiligen Dreifaltigkeit dem Malteserorden in Mailberg übertragen. Die Angaben verweisen auf verschiedene historische Zusammenhänge – auf die Besiedlung des Gebiets, einen archäologischen Fund und die Geschichte der Pfarre.

Die Kellergasse im Hohlweg

Die Kellergasse Großharras liegt in einem Hohlweg am westlichen Ortsrand. Sie besteht aus 60 Weinkellern und erstreckt sich über 250 Meter. Die Zahl der Keller vermittelt den Umfang des Ensembles, die Länge seine räumliche Ausdehnung. Der Hohlweg beschreibt die Lageform, der westliche Ortsrand die Orientierung innerhalb des Ortes. So lässt sich die Kellergasse sowohl über ihre konkrete Gestalt als auch über ihre Lage einordnen. Für Reisende, die sich für Kellergassen interessieren, ist sie ein eigener Schwerpunkt neben der Pfarrkirche und den geschützten Einzelobjekten.

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Salzlebensräume und Radroute

Ein anderer Schwerpunkt sind die salzhaltigen Lebensräume in Großharras. Dort kommen seltene Pflanzen wie Strand-Milchkraut, Strandwegerich und Salzaster vor. Diese Arten lenken den Blick auf eine Naturseite des Ortes, die sich von den Bau- und Geschichtsthemen unterscheidet: Hier stehen Pflanzen und ihre Lebensräume im Vordergrund.

Auch für Radreisende gibt es einen konkreten Bezug: Der „Naturjuwelenradweg“ erreicht Großharras nach einer Strecke durch ausgedehnte Felder und über Stronsdorf. Damit lässt sich neben den Themen Kirche, Kellergasse und Pflanzenwelt auch eine Radroute in die Reiseüberlegung einbeziehen. Die verschiedenen Schwerpunkte bieten unterschiedliche Gründe, Großharras als Reiseziel in Betracht zu ziehen.

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